Neues Förderprogramm stärkt europäische Forschung

Das Bundesforschungsministerium fördert mit dem neuen Stipendienprogramm „ERA Fellowships“ die Zusammenarbeit mit den EU13-Staaten. Es ist Teil der nationalen Strategie zum Europäischen Forschungsraum.

Die ERA Fellowships sollen Kompetenzen im Wissenschaftsmanagement der EU13-Staaten Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern aufbauen. Die Stipendien bewirken zudem, dass deutsche Forschungseinrichtungen sich besser mit den Partnerländern vernetzen und stärker kooperieren. Maximal 26 Stipendien werden vergeben. Die Maßnahme ist Teil der nationalen Strategie zum Europäischen Forschungsraum.

Das Förderprogramm richtet sich an Wissenschaftsmanagerinnen und -manager des administrativen Mittelbaus aus Forschungs-, Forschungsmittlerorganisationen oder Hochschulen der EU13-Staaten. Als Gasteinrichtungen fungieren deutsche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Forschungsmittlerorganisationen und Hochschulen, die an einem Wissensaustausch interessiert sind, ein Netzwerk aufbauen oder dieses vertiefen möchten.

Theorie und Praxis gehen Hand in Hand

Praxisaufenthalt

Die Teilnehmenden sammeln während ihres –maximal dreimonatigen - Aufenthaltes an einer deutschen Gasteinrichtung praktische Erfahrungen im Wissenschaftsmanagement. Sie können verschiedene Bereiche kennenlernen und tauschen sich mit Fachleuten über interne Organisationsabläufe oder das Management von EU-Aktivitäten aus. Ein strukturiertes Praxiskonzept wird im Vorfeld mit der deutschen Gasteinrichtung vereinbart. Das Programm beginnt zum 1. September 2016.

Campuswochen

Zum Programm gehört neben dem praktischen Aufenthalt an einer Gasteinrichtung auch ein theoretischer Teil. In zwei verpflichtenden Campuswochen wird ein attraktives Veranstaltungsprogramm geboten. Vorgesehen sind „Thementage“ zum Beispiel zu Wissenstransfer, EU-Forschungsförderung oder Internationalisierungsstrategien, an denen unter Leitung von Fachleuten des deutschen Wissenschaftssystems Diskussionen, Präsentationen und Exkursionen stattfinden.