Neues Förderprogramm zur COVID-19-Arzneimittelentwicklung vorgestellt

Um die Pandemie noch besser in den Griff zu bekommen, hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek ein neues Förderprogramm zur Entwicklung von Arzneimitteln gegen COVID-19 vorgestellt.

Pressekonferenz am 6. Januar 2021 in Berlin
„Neben der Verfügbarkeit von Impfstoffen sind sichere und wirksame Therapeutika gegen SARS-CoV-2 entscheidend, um die Pandemie bewältigen zu können', betonte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

„Wir leben weiter in einer schwierigen Zeit“, sagte Karliczek in Berlin. Dies werde durch die nun nochmals verschärften Corona-Maßnahmen des Bundes und der Länder deutlich.

Deshalb sei es „richtig und notwendig, dass wir uns als Gesellschaft noch einmal mit aller Kraft gegen diese Pandemie stemmen“.  

Förderaufruf gestartet

Das BMBF wolle deshalb einen entscheidenden Beitrag leisten und noch einmal die Entwicklung von Medikamenten und anderen Therapeutika gegen COVID-19 verstärken.

Der entsprechende Förderaufruf mit einem Volumen von zunächst 50 Millionen Euro ist am 6. Januar 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Bewerben können sich ab sofort Forschende und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Förderung über eine Betriebsstätte in Deutschland verfügen. Förderanträge können bis zum 17. Februar 2021 gestellt werden.

Zweiklang aus Impfstoff- und Medikamentenentwicklung

Als Grund für das weitere Programm nannte Karliczek den Zweiklang aus Impfstoff- und Medikamentenentwicklung. Denn neben der Verfügbarkeit von Impfstoffen sind sichere und wirksame Therapeutika entscheidend, um die Pandemie bewältigen zu können.

„Wir brauchen zur Überwindung der Pandemie wirksame und verfügbare Impfstoffe, aber auch ebenso wirksame und verfügbare Arzneimittel zur Behandlung schon erkrankter Menschen“, machte die Ministerin deutlich. 

Nachdem die Entwicklung von neuen Arzneimitteln bereits seit dem Frühjahr 2020 gefördert wird, soll die Unterstützung nun ausdrücklich auf die klinischen Testphasen und den weiteren Entwicklungsprozess bis zur Zulassung ausgeweitet werden.

Patienten brauchen Therapieoptionen

„Denn wir müssen leider damit rechnen, dass selbst bei einer hohen Impfrate Menschen weiter an COVID-19 erkranken“, so Karliczek.

Für diese Patientinnen und Patienten brauche es deshalb neue Therapieoptionen, die bedarfsgerecht in den unterschiedlichen Stadien der Infektion eingesetzt werden können.