Partner in Bioökonomie und Meeresforschung: Deutschland und Portugal

In Potsdam haben sich Forschungsstaatssekretär Georg Schütte und der portugiesische Wissenschaftsminister Manuel Heitor getroffen. Auch auf europäischer Ebene wollen sie noch enger zusammenarbeiten.

Gemeinsam forschen: Forschungsstaatssekretär Georg Schütte und der portugiesische Wissenschaftsminister Manuel Heitor im Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Schütte und Heitor betonten, welche wichtige Rolle die Europäischen Forschungsprogramme für die Zusammenarbeit hätten. So nehmen an mehr als der Hälfte aller "Horizont 2020"-Projekte mit portugiesischer Beteiligung auch deutsche Forschende teil. In der gemeinsamen Programminitiative „Ozeane“,  auf dem Gebiet der Bioökonomie in den ERA-NETs „Marine Biotechnology“ und dem geplanten „COFUND Blue Bioeconomy“, sowie in der Initiative PRIMA (Partnership for Research and Innovation in the Mediterranean Area) beteiligen sich beide Länder.

Schütte: Gemeinsam Prioritäten definieren

„Unsere europäischen Initiativen können nur Erfolg haben und das Vertrauen der Bürger gewinnen, wenn wir gemeinsam Prioritäten definieren“, sagte Schütte. „Die europäischen Programme und die Kooperationen unserer Forschungs- und Mittlerorganisationen bieten damit eine hervorragende Grundlage, die es bestmöglich zu nutzen gilt.“

Schütte und Heitor hatten das Treffen vereinbart, um sich zu Schwerpunkten der deutsch-portugiesischen Kooperation im bilateralen wie europäischen Rahmen, zur Praxis der Forschungskooperation und Mobilität von Forschenden- und Studierendenmobilität auszutauschen. In den Räumen des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam trafen sie Akteure aus Wissenschaft, Förder- und Mittlerorganisationen und Politik beider Länder.

Meeres- und Erdsystemforschung

Wissenschaftler aus Meeres- und Erdsystemforschung vertieften bei einem Workshop ihre Zusammenarbeit. Zudem wurde eine Abstimmung  beider Ministerien im Hinblick auf europäische Initiativen und die aufeinander folgenden EU-Ratspräsidentschaften 2020 und 2021 vereinbart.

Forschungsstaatssekretär Georg Schütte (re.) mit dem portugiesischen Wissenschaftsminister Manuel Heitor (li.) und Reinhard Hüttl, Direktor des GFZ, in Potsdam. © BMBF/Hans-Joachim Rickel