Pfadfinder übergeben das Friedenslicht 2018

Es kommt aus Bethlehem und kündet von der frohen Botschaft: Das Friedenslicht brennt jetzt auch im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Pfadfinderinnen und Pfadfinder übergaben es in Berlin an Bundesministerin Anja Karliczek.

Pfadfinder übergeben das Friedenslicht 2018 an Bundesministerin Anja Karliczek
Pfadfinder übergeben das Friedenslicht 2018 an Bundesministerin Anja Karliczek © BMBF/Hans-Joachim Rickel

„Frieden braucht Vielfalt“ – unter diesem Motto wird in diesem Jahr die Flamme aus der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem in der Adventszeit in viele Länder gebracht. Mit der Weitergabe des Friedenslichts wollen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland ein leuchtendes Zeichen für eine tolerante Gesellschaft setzen. Das diesjährige Motto macht deutlich, dass Frieden im Kleinen beginnt. Im alltäglichen Miteinander, vor Ort vor der eigenen Haustür, in der Familie und im Beruf. Jede und jeder kann und muss ihren beziehungsweise seinen Teil dazu beitragen. Am 18. Dezember übergaben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Licht in Berlin an Bundesministerin Anja Karliczek.

Licht aus Bethlehem als Botschafter des Friedens

Im Jahr 1986 entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks (ORF) die Idee, die bald in ganz Europa Anklang gefunden hat: Ein Licht aus Bethlehem wird als Botschafter des Friedens von einem Land zum anderen weitergereicht. Damit wird an die weihnachtliche Botschaft erinnert. Sie lautet: Die Menschen sollen in Frieden miteinander leben.

Das Friedenslicht wird in jedem Jahr vor Weihnachten von einem österreichischen Kind in der Geburtsgrotte Jesu entzündet. Von Bethlehem wird es mit dem Flugzeug in einer explosionssicheren Lampe nach Wien gebracht. Dort wird es am dritten Adventswochenende in alle Orte Österreichs und in die meisten europäischen Länder gesandt. Züge mit dem Licht fahren über den ganzen Kontinent. So überwindet es auf seinem über 3.000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander.

Deutsche Delegation holt Friedenslicht aus Österreich

Jedes Jahr fährt eine deutsche Delegation nach Österreich und holt das Friedenslicht nach Deutschland. Dort wird das Licht als Gemeinschaftsaktion des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sowie des Verbands Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) weitergeben.