PISA - internationale Schulleistungsstudie

Die internationale Schulleistungsstudie PISA im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erfasst die Kompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen beim Lesen, in der Mathematik und den Naturwissenschaften.

Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften: PISA ist der weltweit größte Schulleistungsstest. An ihm nehmen mehr als achtzig Staaten teil. © Thinkstock

Alle drei Jahre wird die PISA-Studie erstellt, und das seit 2000. Die Federführung hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). PISA steht für "Programme for International Student Assessment".

Die Testaufgaben orientieren sich nicht an spezifischen Lehrplänen, sondern an Kompetenzen, die für den Lernprozess und den Wissenserwerb wichtig sind. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schülern werden unabhängig vom Schultyp getestet. PISA untersucht insbesondere, inwieweit es den unterschiedlichen Bildungssystemen in den Teilnehmerländern gelingt, jungen Menschen gerechte Chancen für Bildungserfolg zu geben - unabhängig von ihrer sozioökonomischen und soziokulturellen Herkunft.

Deutsche Ergebnisse immer besser

Hier zeigt sich: Deutschland gehört zu den wenigen Staaten, die sich seit den ersten PISA-Erhebungen kontinuierlich verbessert haben. Der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Kompetenzerwerb hat sich in Deutschland verringert, wenngleich er im Vergleich mit anderen Ländern noch hoch ist. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben deutlich aufgeholt.

Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften

Den PISA-Studien liegt ein differenziertes Konzept von Kompetenzen zu Grunde. Lesekompetenz heißt, mehr als Informationen aus Texten entnehmen zu können. PISA untersucht vor allem die Fähigkeit, geschriebene Texte unterschiedlicher Art in ihren Aussagen, ihren Absichten und ihrer Form zu verstehen und in einen größeren Zusammenhang einordnen zu können. Mathematische Kompetenz meint, ein Grundverständnis von Mathematik und ihrer Bedeutung in unserer kulturellen und technischen Welt zu haben. Naturwissenschaftliche Kompetenz beinhaltet, grundlegende naturwissenschaftliche Konzepte zu verstehen und mit naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen vertraut zu sein.

Im Auftrag der OECD

Alle bisherigen PISA-Studien wurden im Auftrag der OECD von einem internationalen Konsortium unter der Führung des Australian Council for Educational Research (ACER) entworfen und durchgeführt. In der OECD ist Andreas Schleicher für PISA zuständig. Er ist Berater des Generalsekretärs für Bildungspolitik und Stellvertretender Direktor für Bildung und Qualifikationen. Auf nationaler Ebene wird die Studie von einem nationalen Projektmanager geleitet. Die PISA-Studien werden in Deutschland vom Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) durchgeführt (unter Beteiligung der School of Education der TUM, des DIPF und des IPN). Leiter des ZIB ist Manfred Prenzel von der TU München, der auch das nationale Projektmanagement für PISA übernommen hat.

Die Kosten tragen das Bundesbildungsministerium und die Ständige Konferenz der Kultusminister in der Bundesrepublik Deutschland.