Präventionsforschung – Vorbeugen ist die beste Medizin

Prävention und Gesundheitsförderung tragen dazu bei, gesund zu bleiben und Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Denn: Vorbeugung ist bekanntlich die beste Medizin.

Regelmäßige Bewegung kann besonders im Alter helfen, Krankheiten vorzubeugen. © Thinkstock

Krankheiten zu vermeiden erhöht nicht nur die Lebensqualität jedes Einzelnen, sondern stärkt auch die Zukunftsfähigkeit der Gesundheits- und Sozialsysteme. Unsere Gesundheit wird durch viele Faktoren beeinflusst. Sie ist nicht nur von erblich bedingten Faktoren oder vom Lebensstil abhängig, sondern auch von äußeren Einflüssen wie Umwelt und Gesellschaft. Die Gesundheit zu fördern und zu erhalten, ist deshalb ein zentrales Anliegen medizinischer und gesundheitswissenschaftlicher Forschung. Das Bundesforschungsministerium hat daher den „Aktionsplan Präventions- und Ernährungsforschung“ erarbeitet und entsprechende Förderaktivitäten gestartet. Unterstützt werden innovative Forschungsprojekte zur Prävention und Gesundheitsförderung.

Krankheiten langfristig vermeiden

Das Forschungsministerium führt mit dem Aktionsplan seine bisherige Strategie in diesem Bereich weiter und baut sie aus. Gefördert werden beispielsweise präventive Ansätze, mit denen bereits die Entstehung von Krankheiten vermieden werden soll. Die moderne Präventionsforschung hat belegt, dass solche Ansätze darauf ausgerichtet sein müssen, die Gesundheitskompetenzen der Menschen selbst zu erhöhen. Der Einzelne soll in die Lage versetzt werden, selbstständig und eigenverantwortlich einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu entwickeln. Von besonderem Interesse ist hierbei, welche Maßnahmen tatsächlich langfristig gesundheitsförderliche Effekte aufweisen. Ein Beispiel für die konkrete Umsetzung ist eine bundesgeförderte Studie, in der alleinerziehende Mütter gezielt im Umgang mit Stress geschult und ihre Kompetenzen umfassend gestärkt wurden. Mütter, die an diesem Programm teilgenommen haben, waren weniger depressiv, weniger psychisch belastet und kompetenter im Umgang mit den eigenen Emotionen. Außerdem weisen die Studienergebnisse darauf hin, dass die Kinder der geschulten Mütter weniger Verhaltensprobleme haben.

Forschungsstrukturen verbessern

Neben der Erforschung der Langzeiteffekte ist ein wichtiges Anliegen, die Bedingungen für die Präventionsforschung zu verbessern. Denn eine starke Präventionsforschung muss auf Kooperationen ausgerichtet sein und Synergien zwischen verschiedenen Forschungsakteuren nutzen. Hierfür müssen Forschungsstrukturen geschaffen werden, die die Vernetzung der beteiligten Akteure aus Wissenschaft und Praxis unterstützen. Aus diesem Grund fördert das Forschungsministerium fächerübergreifende Forschungskonsortien, in denen Vertreterinnen und Vertreter von Praxis und Forschung gemeinsam wichtige Fragestellungen der Präventionsforschung bearbeiten.