Qualitätspakt Lehre

Mit dem "Qualitätspakt Lehre" wurden die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen verbessert. Der Bund stellte dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung.

Studenten im Hörsaal
Besser studieren durch den Qualitätspakt Lehre: Studierende in einem Hörsaal © Thinkstock

Das Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre (Qualitätspakt Lehre) ist zum 31. Dezember 2020 nach zehnjähriger Förderung ausgelaufen. Ein wissenschaftliches Konsortium hat das Programm über den gesamten Zeitraum evaluiert und Anfang 2021 den Abschlussbericht vorgelegt.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Ich halte den Qualitätspakt Lehre für einen wichtigen Impulsgeber. Er hat einen Einstellungs- und Kulturwandel in der Lehre angestoßen und eindrucksvoll bewiesen: Qualität und Breitenförderung schließen sich nicht aus. Das belegt auch der Abschlussbericht der Programmevaluation, der nun veröffentlicht wurde. Pünktlich zum Abschluss des Qualitätspakts Lehre wurde Ende 2020 die Stiftung Innovation in der Hochschullehre gegründet. Sie wird dazu beitragen, im Sinne unserer Studierenden auch weiterhin die Erneuerungsfähigkeit unserer Hochschullehre sicherzustellen.“

Ziele des Programms waren eine bessere Personalausstattung von Hochschulen, ihre Unterstützung bei der Qualifizierung und Weiterqualifizierung ihres Personals sowie die Sicherung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Hochschullehre. Neben der Projektförderung wurden unterschiedliche Formate für den Austausch und die Vernetzung organisiert, u. a. Programmkonferenzen, Fachtagungen und Workshop-Reihen.

Für den Qualitätspakt Lehre hat das BMBF in zwei Förderphasen insgesamt 2 Milliarden Euro bereitgestellt; die Länder stellten die Gesamtfinanzierung sicher. In der ersten Förderphase bis 2016 wurden 186 Hochschulen aus allen 16 Ländern gefördert. Darunter waren 78 Universitäten, 78 Fachhochschulen und 30 Kunst- und Musikhochschulen. Für die zweite Förderphase bis Ende 2020 wurden die Fortsetzungsanträge von 156 Hochschulen ausgewählt: 71 Universitäten, 61 Fachhochschulen sowie 24 Kunst- und Musikhochschulen konnten ihre erfolgreichen Konzepte weiterentwickeln und auf weitere Bereiche ihrer Hochschule ausdehnen.

Auf Grundlage einer Bund-Länder-Vereinbarung wurde Ende 2020 die Stiftung Innovation in der Hochschullehre gegründet. Sie wird mit insgesamt 150 Millionen Euro pro Jahr gefördert, bis 2023 alleine durch den Bund und ab 2024 mit einem Länderbeitrag in Höhe von 40 Millionen Euro pro Jahr. Ziel der Stiftung ist es, die Erneuerungsfähigkeit der Hochschullehre zu sichern. Die erste Förderbekanntmachung wurde im November 2020 zum Thema "Hochschullehre durch Digitalisierung stärken" von der Stiftung veröffentlicht.