Qualitätspakt Lehre leitet Kulturwandel ein

Evaluationsbericht bescheinigt Qualitätspakt Lehre wichtige Erfolge/ Rachel: "Die moderne Hochschullehre rückt immer mehr in den Fokus"

Der Qualitätspakt Lehre ist ein wichtiger Impulsgeber für die Wertschätzung und Verankerung guter Lehre an den Hochschulen. Dies ist eine der Kernaussagen des Berichts zum Abschluss der ersten Förderperiode des Qualitätspakts Lehre. "Es ist bemerkenswert, dass der Qualitätspakt in so kurzer Zeit einen Einstellungs- und Kulturwandel angestoßen hat und damit moderne Hochschullehre immer mehr in den Fokus rückt", sagte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär  bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, MdB. "Die Evaluationsergebnisse bestätigen den bemerkenswerten Effekt des bisherigen Engagements der Bundesregierung und bilden eine gute Grundlage zur Weiterentwicklung innovativer Lehransätze. Um diese Dynamik weiter zu nutzen, bietet die zweite Förderperiode des Qualitätspakts Lehre bis 2020 die besten Möglichkeiten".

Auch die Hochschulakteure selbst sehen als wichtigen Erfolg des Qualitätspakts Lehre den Einstellungs- und Kulturwandel zugunsten der Hochschullehre an, weil verstärkt darüber diskutiert wird, was gute Hochschullehre ausmacht. In diesem Kontext wird auch ein wachsendes Bewusstsein für hochschuldidaktische Weiterbildung und Beratung gelobt. Die Förderung hat beides an vielen Hochschulen angestoßen und etabliert. Weiterhin wird die wachsende Bedeutung des Qualitätspakts Lehre für die Strategie- und Entwicklungsplanung der Hoch-schulen hervorgehoben.

Insgesamt zeigt die Evaluation, dass die Aktivitäten im Qualitätspakt Lehre eine breite Akzeptanz an den Hochschulen genießen. So nehmen die Lehrkräfte an den Hochschulen das An-gebot an Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrende, verknüpft mit konkreten Anreizen für ein besonderes Lehr-Engagement, gut an. Für den Wissenstransfer zwischen Hochschulen werden die Programm- und Fachkonferenzen sowie die Workshop-Reihen als Impulsgeber für Netzwerke gelobt. Auch um diese Dynamik weiter zu fördern, findet am 23.-24. März dieses Jahres eine große Programmkonferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Auftakt der zweiten Förderperiode mit über 600 Teilnehmenden in Berlin statt. Damit wird bereits eine Empfehlung aus dem Evaluationsbericht umgesetzt: die weitere Unterstützung der Vernetzung von Hochschulen zu Themen der Hochschullehre.

Die begleitende Evaluation des Programms, deren Ergebnisse in Form von Berichten vorgestellt werden, ist Teil der Vereinbarung zwischen Bund und Länder zur Förderung des Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre, kurz "Qualitätspakt Lehre", das als dritte Säule des Hochschulpakts 2020 im Juni 2010 beschlossen wurde. Diese Evaluation wird vom Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit der Prognos AG durchgeführt.

Der Qualitätspakt Lehre wird mit insgesamt zwei Milliarden Euro zwischen 2010 und 2020 vom Bund getragen; die Länder stellen die Gesamtfinanzierung sicher. Die erste Förderperiode endete 2016. Von den insgesamt 186 Hochschulen aus der ersten Förderperiode wurden im Rahmen einer wissenschaftsgeleiteten Begutachtung im November 2015 Projekte in 156 Hochschulen zur Weiterförderung ausgewählt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.bmbf.de/de/qualitaetspakt-lehre-524.html

www.qualitätspakt-lehre.de