Reallabore für die nachhaltige Stadtentwicklung – acht Zukunftsstädte präsentieren sich

Gewinner des Wettbewerbs Zukunftsstadt auf der Konferenz am
2. und 3. Dezember in Münster

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Reallabore für die nachhaltige Stadtentwicklung – acht Zukunftsstädte präsentieren sich

Wie lässt sich nachhaltige Stadtentwicklung mit Ideen und Lösungen von Bürgerinnen und Bürger praktisch gestalten? Das zeigen die Reallabore der acht Gewinnerstädte des Wettbewerbs Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf einer Konferenz, die am heutigen Montag in Münster beginnt.

Anlässlich der Eröffnung der Konferenz erklärt der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Michael Meister: „Die Bundesregierung will die Städte in Deutschland bei ihrer nachhaltigen Stadtentwicklung unterstützen. Wir fördern Lösungen für mehr Klimaschutz und widerstandsfähige, klimagerechte Städte in Bereichen wie der Stadtplanung, urbanen Mobilität, Energieversorgung und dem Umgang mit Ressourcen. Das gelingt besonders gut, wenn wir Hand in Hand arbeiten, also Wissenschaft, Verwaltung und Bevölkerung zusammenbringen. In den acht Reallaboren der Zukunftsstädte werden die Betroffenen zu Gestaltern – aus Ideen werden konkrete Lösungen für die individuellen Herausforderungen vor Ort.“

Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster und Vizepräsident des Deutschen Städtetages erklärt: „Wir wollen die Treibhausemissionen in Städten und Kommunen reduzieren und diese widerstands- und anpassungsfähiger gegenüber dem Klimawandel machen. Hierzu kann jede Kommune entscheiden, welche Technologien und Herangehensweisen für sie am besten passen. Digitalisierung ist dabei ein Schlüsselfaktor. Sie hilft, Maßnahmen besser zu koordinieren und zu beschleunigen. Daher unterstützen wir mit unserer Förderung die Zusammenarbeit von Forschung und kommunaler Praxis für innovative Lösungen der nachhaltigen Stadtentwicklung.“

Die Städte Bocholt, Dresden, Friedrichsstadt, Gelsenkirchen, Loitz, Lüneburg, Norderstedt und Ulm sind die acht Gewinner des Wettbewerbs Zukunftsstadt des BMBF. In Reallaboren vor Ort erproben sie nun die Ideen für eine nachhaltige Entwicklung, die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Wissenschaft zuvor entwickelt haben. Dafür stellt das BMBF in den kommenden Jahren insgesamt über 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Hintergrund:

Mit der Konferenz Zukunftsstadt 2019 am 2. und 3. Dezember in Münster bietet die Innovationsplattform Zukunftsstadt der Bundesregierung erstmals eine zentrale Plattform für den Transfer von Forschung und Innovation für die nachhaltige Stadtentwicklung. Akteure aus der Forschung und aus mehr als 70 deutschen Städten, Gemeinden und Landkreisen treffen sich dort, um unter dem Motto „klima-aktiv, innovativ, digital“ ihre besten Lösungen für die kommunale Praxis zu präsentieren.

In der Innovationsplattform Zukunftsstadt arbeiten das Bundesforschungsministerium und das Bundesumweltministerium mit den Bundesressorts für Wirtschaft, Verkehr und des Innern mit dem Ziel, den Transfer guter Ergebnisse für die nachhaltige Stadtentwicklung in die kommunale Praxis zu unterstützen.

Weitere Informationen unter:

www.innovationsplattform-zukunftsstadt.de