Schülerinnen und Schüler beweisen Kreativität und Forschergeist beim Chipdesign-Wettbewerb

BMBF und VDE zeichnen Siegerinnen und Sieger der „Invent a Chip-Challenge“ aus

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) zeichneten gestern Abend virtuell die Siegerinnen und Sieger beim diesjährigen Schülerwettbewerb „Invent a Chip-Challenge“ aus. Pandemiebedingt fand 2020 erstmals keine Praxisphase im Wettbewerb statt, in der die Jugendlichen an ihren Erfindungen arbeiten konnten. Stattdessen wurden in diesem Jahr spannende Tüftelaufgaben über vier Monate hinweg in einem neuen Online-Wettbewerb gelöst.

Anlässlich der Preisverleihung erklärte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Für unser Innovationsland brauchen wir die klügsten und kreativsten Köpfe! In unseren Schülerinnen und Schülern steckt viel erfinderisches Potenzial. Das zeigt der Wettbewerb ‚Invent a Chip‘ jedes Jahr aufs Neue. Mich beeindruckt dabei besonders, wie tief die Jugendlichen in die komplexe Thematik eintauchen und zu wahren Expertinnen und Experten im Chipdesign werden. Ihr Engagement für den Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viel Spaß der Umgang mit Mikroelektronik machen kann, einem der wichtigsten Zukunftsthemen für das Innovationsland Deutschland. Deshalb haben wir letzte Woche im Bundeskabinett das neue Forschungs- und Innovations-Rahmenprogramm zur Mikroelektronik für die kommenden Jahre verabschiedet. Im Wettbewerb ‚Invent a Chip‘ haben die Schülerinnen und Schüler genau das gezeigt, was wir brauchen: Kreative Ideen, Neugier auf Wissen und Lust, Neues auszuprobieren. Von so viel Erfindergeist können wir in Deutschland nicht genug haben.“


 

Ansgar Hinz, Vostandsvorsitzender des VDE sagte:

„Wir freuen uns, dass wir bei unserer virtuellen Preisverleihung viele engagierte junge Menschen auszeichnen können. Sie haben das digitale Abenteuer gewagt und damit zum Erfolg der Challenge beigetragen. Vieles ging dabei weit über klassisches Schulwissen hinaus. Wir freuen uns besonders, dass die Schülerinnen und Schüler in bester Ingenieursmanier auch im Rahmen des Online-Formats effiziente Lösungen gefunden haben.“


 

Hintergrund:
 

Der seit 2002 jährlich stattfindende Schülerwettbewerb wird gemeinsam vom BMBF und dem VDE veranstaltet. Die wissenschaftliche Betreuung liegt beim Institut für Mikroelektronische Systeme - Fachgebiet Architekturen und Systeme - der Leibniz Universität Hannover.

Am Schülerwettbewerb „Invent a Chip“ können Jugendliche der Jahrgangsstufen 8 bis 13 von allgemein- oder berufsbildenden Schulen in Deutschland teilnehmen.

Die zehn Siegerinnen und Sieger der „Invent a Chip-Challenge“ erhalten jeweils ein Preisgeld von 500 Euro, ein spezielles Hardware-Entwickler-Board für das Chipdesign, ein Online-Tutorial  – hinzu kommen Kontakte zu Unternehmen und Hochschulen, beispielsweise durch Praktika.

Zahlreiche Sponsoren unterstützen die aktuelle Wettbewerbsrunde von „Invent a Chip“: Bosch, Cologne Chip, Globalfoundries, Infineon, Mentor Graphics, Siemens, Videantis, DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.


 

Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick:

  • Darya Annina vom Aldegrever-Gymnasium in Soest (Nordrhein-Westfalen)
  • Marc Christoph Bremer vom Ratsgymnasium in Stadthagen (Niedersachsen)
  • Markus Gschoßmann vom Deutschherren-Gymnasium in Aichach (Bayern)
  • Thore Lencer vom Gustav-Freytag-Gymnasium in Gotha (Thüringen)
  • Julius Makowski vom Friedlieb-Ferdinand-Runge-Gymnasium in Oranienburg (Brandenburg)
  • Nikolas Rieger vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg)
  • Stefan Sedlmair vom Gymnasium Markt Indersdorf (Bayern)
  • Luca Wasmuth vom Europa-Gymnasium Warstein (Nordrhein-Westfalen)
  • Lorenz Wildberg von der Theresienschule in Berlin (Berlin)
  • Jan-Lukas Zakes von der Johann-Georg-Doertenbach-Schule in Calw (Baden-Württemberg)
     

Die Preisverleihung ist seit 19.11., 19 Uhr, verfügbar unter:
https://youtu.be/XGvpfpTfxPc