Schwimmen und Forschen die Elbe entlang

Größte Freiwasser-Schwimmstaffel Deutschlands startet / Wanka: "Auch im Binnenland können wir zum Meeresschutz beitragen"

Elbschwimmen
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Morgen fällt in Bad Schandau, Sachsen, der Startschuss zur Elbschwimmstaffel, der größten Freiwasser-Schwimmstaffel Deutschlands. Bis zum 12. Juli werden rund 250 Schwimmerinnen und Schwimmer 575 Flusskilometer in 19 Etappen die Elbe entlang schwimmen und zahlreiche Kommunen sowie sechs Bundesländer durchqueren - von Sachsen bis Schleswig-Holstein. Vor 25 Jahren galt die Elbe noch als einer der schmutzigsten Flüsse Europas - und hat heute fast überall wieder Badequalität.

Die Elbschwimmstaffel ist eine groß angelegte Mitmachaktion im laufenden Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Botschaft lautet: Der Schutz der Meere beginnt im Binnenland, bei Flüssen, Bächen und Seen. Die Resonanz war überwältigend. Innerhalb einer Woche waren alle Schwimmstaffelplätze vergeben.

"Unser Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane steht unter dem Motto "Das Meer beginnt hier", also im Binnenland. Die Elbschwimmstaffel zeigt der Öffentlichkeit den Zusammenhang zwischen Fließgewässer- und Meeresforschung. Denn auch im Binnenland können wir für den Meeresschutz einen wesentlichen Beitrag leisten", sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. "Neben der sportlichen Herausforderung wird interessierten Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, sich aktiv an der Forschung zu beteiligen."

Denn während die Staffel schwimmt, forscht die Wissenschaft.

Begleitet wird die Aktion von drei Forschungsprojekten, an denen unter anderem die Technische Universität Dresden, die Technische Universität Berlin und das Karlsruher Institut für Technologie beteiligt sind. Sie nehmen den ökologischen Zustand und die Wasserqualität der Elbe genauer unter die Lupe. Der ökologische Zustand beschreibt zunächst die Vielfalt im Gewässer heimischer Pflanzen- und Tierarten und ausgewählte physikalische, chemische und strukturelle Merkmale. Die Wasserqualität beschreibt dagegen die "Sauberkeit" des Wassers, die beispielsweise durch die Belastung mit Keimen, Schad- und Spurenstoffen beeinträchtigt wird. Die drei Projekte beschäftigen sich unter anderem mit

  • einer nachhaltigen Ufergestaltung, die das Hochwasserrisikomanagement und die Schifffahrt berücksichtigt und dabei den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sicherstellt;
  • dem Vorkommen von Mikroplastik in der Wassersäule und den Elbe-Sedimenten und dessen Auswirkungen auf Flora und Fauna;
  • dem Einfluss der Landnutzung auf die Wasserqualität der Elbe und der Möglichkeit, Mikroalgen als Zeiger für Qualitätsänderungen im Gewässer zu nutzen.

Bürgerinnen und Bürger können sich an ausgewählten Etappen mit den Forscherinnen und Forschern zu diesen und vielen weiteren Themen austauschen, Einblick in die angewandten Methoden erhalten und an Land selbst experimentieren.

Die Elbschwimmstaffel wird außerdem prominent begleitet: Viele deutsche Sportgrößen schwimmen einzelne Etappen mit und unterstützen die Staffelmannschaft  – wie die frühere Schwimmweltmeisterin Antje Buschschulte, der Olympiasieger im Rudern Thomas Lange und der Wasserspringer Jan Hempel, der olympisches Silber gewann.

Am 08. Juli wird Bundesforschungsministerin Wanka die Etappe 15 in Wittenberge  besuchen, sich über die ersten Forschungsergebnisse und Wasserqualität in der Elbe informieren  und den Schwimmern ihre Medaillen überreichen

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.elbschwimmstaffel.de

Während des Aktionszeitraumes stellen wir Ihnen tagesaktuell Bilder unter www.elbschwimmstaffel.de/presse zur Verfügung.

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Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Es geht um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.