„Shell Eco-marathon“ – mit Effizienz zum Sieg

Beim Shell Eco-Marathon in London geht es um Effizienz. Wer mit nur einem Liter Kraftstoff am weitesten kommt, geht als Sieger nach Hause. Zwei deutsche Teams haben Bundesforschungsministerin Wanka ihre Fahrzeuge für den Wettbewerb vorgestellt.

Schnelligkeit können viele. Aber Effizienz? Darauf konzentrieren sich die Teams beim Shell Eco-marathon Europe, der in diesem Jahr vom 25. bis 28. Mai in London stattfindet. Wer auf der dortigen Rennstrecke mit nur einem Liter Kraftstoff oder einer Kilowattstunde Strom am weitesten kommt, geht als Sieger nach Hause. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Sie traf sich vorab mit zwei deutschen Teams in Berlin.

Studierende aus Rostock und Stralsund

Mit im Gepäck hatten die Studierenden aus Rostock und Stralsund ihre Fahrzeuge. In London treten insgesamt 192 Teams an, darunter 15 aus Deutschland. „Ich bin gespannt darauf, wie sich die Fahrzeuge der Nachwuchsforscherinnen und -forscher im harten Praxistest bewähren werden. Manch eine ihrer Ideen findet sich vielleicht schon bald in einem Serienfahrzeug wieder. Solche Ideen brauchen wir“, so Ministerin Wanka, die Schirmherrin des Wettbewerbs. „Um dem Klimawandel zu begegnen und die Lebensqualität in den Metropolen zu erhalten, müssen wir die Lasten des zunehmenden Verkehrs senken und die Chancen, die Elektromobilität und alternative Kraftstoffe bieten, nutzen. Wir müssen das Auto neu denken, um die Mobilität nachhaltiger zu gestalten“, so die Bundesforschungsministerin weiter.

1000-Kilometer – mit nur einem Liter Benzin

„ThaiGer H2 Racing“ nennt sich das Team der Hochschule Stralsund. Die 15 Studierenden und zwei Professoren forschen dort an regenerativen Energiesystemen. Der Name des Projektes rührt von der Kooperation zwischen thailändischen und deutschen Studierenden, aus der das Projekt entstanden ist. Die Stralsunder haben einen Rennwagen konstruiert, der mit Wasserstoff angetrieben wird. 2016 erreichte das Team mit seinem „ThaiGer“ den zweiten Platz in der Kategorie „Prototype – Hydrogen“.

Das Team „Hanseatic Efficiency” von der Universität Rostock arbeitet bereits seit 2008 an einem besonders leichten und effizienten Fahrzeug für den Shell Eco-marathon Europe. Die Studierenden waren 2016 in London in der Kategorie „Prototype – Benzin“ das beste Team aus Deutschland und wollen in diesem Jahr diese Platzierung bestätigen. Mit ihrem gerade mal 36 Kilogramm leichten Fahrzeug wollen die Rostocker in London die 1000-Kilometer-Distanz schaffen – mit nur einem Liter Benzin!

Der Shell Eco-marathon

Beim Shell Eco-marathon Europe können Verbrennungs- oder Elektromotoren verbaut werden. Die Fahrzeuge müssen mindestens acht Runden auf einem Parcours schaffen. Dabei dürfen sie nicht länger als 43 Minuten unterwegs sein – bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 25 km/h. Danach wird der Kraftstoffverbrauch ermittelt und hochgerechnet, wie weit das Fahrzeug mit einem Liter Kraftstoff bzw. einer Kilowattstunde Strom gekommen wäre. Es siegt das Team mit der weitesten Strecke.