Slowakei führt duale Ausbildung nach deutschem Vorbild ein

Seit September lernen Industriemechaniker in einem deutsch-slowakischem Pilotprojekt

Die Slowakei zählt zu den sechs europäischen Ländern, mit denen das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2012 eine bilaterale Berufsbildungskooperation vereinbart hat. Im April dieses Jahres trat das neue slowakische Berufsbildungsgesetz in Kraft. Damit können nun im neuen Ausbildungsjahr ab September 2015 die ersten Klassen für eine vierjährige Ausbildung mit einem betrieblichen Anteil von 60 Prozent starten. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die deutsch-slowakische Auslandshandelskammer haben daher gemeinsam mit slowakischen Partnern ein Pilotprojekt in Nove Mesto nahe Bratislava gestartet, in dem ab September in kleinen und mittleren Unternehmen 26 Industriemechaniker und Konstruktionsmechaniker ausgebildet werden. Sie erhalten einen doppelten Abschluss mit Abitur und Berufsabschluss.

"Dieses Pilotprojekt soll Schule machen und beispielhaft weiteren Unternehmen aufzeigen, dass sich die Investition in die duale Ausbildung lohnt", sagte Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, zum Start des Ausbildungsprojekts. "Für junge Menschen bietet der Ausbildungsgang in Nove Mesto einen soliden Abschluss mit Berufsperspektive – und damit eine gute Alternative zum Studium."

Das slowakische Bildungsministerium möchte auch weiterhin auf Beratung und Know-how aus Deutschland zurückgreifen und gemeinsame Projekte initiieren. Staatssekretär Schütte und der slowakische Bildungsminister Draxler unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung.  

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmbf.de/de/17127.php