Spitzenforschung zu Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) feiert 5jähriges Bestehen / Rachel: „Forschung für ein gesundes Leben im Alter“

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) wurde 2009 als Helmholtz-Zentrum und als eines der ersten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung gegründet und feiert heute sein 5jähriges Jubiläum. Ziel ist es, die beste Expertise in Deutschland in verschiedenen Disziplinen der Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen in einem nationalen Zentrum zu bündeln und Spitzenforscher an diese Einrichtung zu bringen.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, sagte anlässlich des Jubiläums: „Unser Ziel ist es, nicht nur ein längeres ,sondern zugleich auch ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen – und damit echte Lebensqualität zu gewährleisten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt dem DZNE 70 Millionen Euro für die Erforschung neuer Diagnose- und Therapieansätze von Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer zur Verfügung.“ Zugleich betonte Rachel: „Das DZNE ist zu einer europaweit führenden und international anerkannten Einrichtung in der Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen geworden.“

Das DZNE erforscht die grundlegenden Mechanismen neurodegenerativer Erkrankungen, darunter Demenzen wie die Alzheimer-Erkrankung oder Erkrankungen wie Parkinson. Molekulare Grundlagen sollen im gesunden und kranken Organismus entschlüsselt, die Krankheitsentstehung und deren Verlauf besser verstanden und Risikofaktoren bestimmt werden. Dies soll die Prävention verbessern, neue Konzepte für eine frühzeitige und differenzierte Diagnose und Therapie liefern, sowie Faktoren und Hilfsmittel identifizieren, welche die Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessern sollen.

Wissenschaftlich ist das DZNE auf einem sehr guten Weg. Seit 2009 sind bereits über 1400 Publikationen in international anerkannten Fachmagazinen erschienen, davon über 400 im Jahr 2013. Rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an den neun Standorten Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Tübingen, Rostock/Greifswald und Witten zusammen. Ein Drittel des wissenschaftlichen Personals kommt aus dem Ausland. Das DZNE ist in den Jahren 2012 und 2013 von international besetzten Expertengremien zweimal sehr positiv begutachtet worden.

Am größten Standort in Bonn haben sich alle Forschungsfelder, insbesondere die klinische Forschung sowie die Bevölkerungsstudien, hervorragend entwickelt. Dies gilt auch für die Vernetzung der klinischen Forscher an den DZNE-Standorten untereinander, welche unerlässlich ist, um ein effizientes Forum für die Planung und Umsetzung klinischer Studien zu gewährleisten. Die Gründung des DZNE hat zudem an allen neun Standorten Synergien zwischen DZNE-Standort, Universität und Universitätskliniken ermöglicht.

Im Rahmen der institutionellen Förderung wird das DZNE in 2014 mit rund 76 Millionen Euro finanziert. Hiervon werden 90 Prozent vom BMBF und 10 Prozent vom jeweiligen Sitzland getragen. Hinzu kommen erhebliche Sonderfinanzierungen des Bundes und der Sitzländer für eine Reihe von Baumaßnahmen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.bmbf.de/de/16553.php