Starke Fachhochschulen - Impuls für die Region

Die Innovationskraft Deutschlands liegt in der engen Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bei Forschung und Entwicklung. Fachhochschulen spielen aufgrund ihrer großen Nähe zur Berufs- und Arbeitswelt dabei eine wichtige Rolle.

FH-Impuls richtet sich an forschungsstarke Fachhochschulen, die einen bereits vorhandenen Forschungsschwerpunkt mit hohem Transfer- und Umsetzungspotenzial ausbauen und ihr Forschungsprofil nachhaltig schärfen wollen. Ihnen soll eine Möglichkeit gegeben werden, ihr Innovationspotenzial noch effektiver auszuschöpfen und ihre Wettbewerbsfähigkeit im Wissenschaftssystem weiter zu stärken.

Dafür sind gezielte Vernetzungen und strategische Kooperationen der Fachhochschule vor allem mit der Wirtschaft – vornehmlich mit dem unternehmerischen Mittelstand in der Region – von zentraler Bedeutung. Von der Ausbildung dauerhafter Partnerschaften und der Verstetigung von Forschungskooperationen im Rahmen eines konturierten, mit kleinen und mittleren Unternehmen gemeinsam entwickelten Innovationsprofils werden maßgebliche Impulse in Forschung, Entwicklung und Innovation für den Standort, die Region und darüber hinaus erwartet. Dadurch soll die Sichtbarkeit von Fachhochschulen in der Hochschullandschaft als wichtige Akteure im Rahmen der Hightech-Strategie des Bundes und als attraktive, leistungsstarke Partner für innovative Unternehmen erhöht werden.

Die Fördermaßnahme umfasst drei Phasen: Eine Antragsphase mit einem zweistufigen Bewerbungs- und Auswahlverfahren, eine in der Regel vierjährige Aufbauphase, in die bis zu zehn Fachhochschulen bzw. strategische Forschungs- und Innovationspartnerschaften zur Förderung aufgenommen werden, sowie eine Intensivierungsphase, in der die Teilnehmer der Aufbauphase für weitere vier Jahre gefördert werden können, wenn eine positive Zwischenbewertung und eine aussichtsreiche Verstetigungsperspektive vorliegt. Die Förderung in der Aufbau- und in der Intensivierungsphase erfolgt in Form von FuEuI-Projekten mit maximal vierjähriger Laufzeit. Zudem können Fördermittel für den Auf- und Ausbau einer effizienten Managementstruktur beantragt werden. Die seitens des BMBF zur Verfügung gestellte Fördersumme beträgt pro Partnerschaft in der Aufbauphase durchschnittlich fünf Millionen Euro.  In der Intensivierungsphase wird eine geringere Fördersumme zur Verfügung gestellt.

Zehn Konzepte zur Förderung ausgewählt

In der ersten Auswahlstufe zu FH-Impuls wurden insgesamt 81 Bewerbungen eingereicht. Auf Empfehlung einer von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka einberufenen unabhängigen Jury hat das BMBF zunächst 20 Bewerbungen für die finale Auswahlrunde zugelassen. Die 20 Finalisten wurden aufgefordert, auf der Grundlage ihrer Bewerbung ein ausführliches Konzept für eine strategische Forschungs- und Innovationspartnerschaften vorzulegen. Aus diesen 20 Konzepten hat das BMBF – auf Basis einer erneuten Bewertung durch die Jury – Anfang Juli zehn Sieger zur Förderung ausgewählt. Eine Liste aller zehn zur Förderung ausgewählten Forschungs- und Innovationspartnerschaften nebst Kurzbeschreibung ihrer jeweiligen Konzepte befindet sich in der rechten Spalte dieser Seite.