Startschuss für den Innovationscampus Potsdam-Golm

Mit dem Projekt „GO:UP“ wird der Standort Potsdam-Golm der Universität Potsdam zum Innovationscampus: „Durch solche Orte des gemeinsamen Forschens und Austauschs erhält Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Staatssekretär Michael Meister.

„Wir wollen die guten Ideen aus der Wissenschaft besser nutzen, für Innovationen, für neue Arbeitsplätze und für ein gutes Leben in den Regionen", sagt der Parlamentarische Staatssekretär Michael Meister beim Auftakt des Projekts GO:UP. © BMBF / Hans-Joachim Rickel

Deutschland ist weltweit einer der führenden Innovationsstandorte: Dazu tragen nicht zuletzt die Hochschulen bei. Dort entstehen täglich neue Ideen, neues Wissen und neue Technologien. Damit exzellente Forschungsergebnisse noch schneller zur Anwendung gebracht werden, unterstützen das Bundesforschungsministerium und die Länder mit einer gemeinsamen Förderinitiative bereits 48 „Innovative Hochschulen“ beim forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfer. In den kommenden fünf Jahren erhält die Universität Potsdam dafür 5,8 Millionen Euro: Mit dem Projekt „GO:UP“ wird der Standort Golm zum Innovationscampus – und zum Innovationsmotor der Region. Bei der heutigen Auftaktveranstaltung des Projektes würdigte Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, den Campus als einen faszinierenden Ort des vielseitigen Dialogs.

„Wir wollen die guten Ideen aus der Wissenschaft besser nutzen, für Innovationen, für neue Arbeitsplätze und für ein gutes Leben in den Regionen. In Potsdam findet exzellente Wissenschaft statt und mit dem neuen Projekt stärken wir die enge Verbindung zur Region und zu den Menschen vor Ort. Erst durch solche innovativen Orte des gemeinsamen Forschens und Austauschs erhält der Innovationsstandort Deutschland seine internationale Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Meister. Die Universität Potsdam stehe beispielhaft dafür, wie eine Forschungsuniversität durch den Austausch mit der Region profitieren könne: Bis zu 50 Ausgründungen entstehen jährlich aus der engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. „Ich möchte Sie darin bestärken, dieses Engagement mit und für die Region fortzusetzen“, so Meister.

In den kommenden Jahren plant die Universität Potsdam am Innovationsstandort Golm die Umsetzung von drei Teilprojekten, die den bisherigen Transferansatz um neue Themen und Methoden erweitern:

Technologiecampus

Mit dem „Technologiecampus Golm“ will die Universität gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) ihre Rolle als Wirtschaftsmotor stärken. Regionale Unternehmen, Fraunhofer-Forschende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität bauen sogenannte „Joint Labs“ auf. So entstehen über Organisations- und Fächergrenzen hinweg Räume für Innovationen.

Bildungscampus

Mit dem „Bildungscampus Golm“ soll der Standort zu einem Transferzentrum für digitales Lernen werden. Dafür entstehen ein Lerncampus und Netzwerke zur digitalen Bildung. Zudem entwerfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität ein Konzept für eine Laborgrundschule in der Nähe des Campus Golm.

Gesellschaftscampus

Mit dem „Gesellschaftscampus Golm“ soll die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Bevölkerung beispielsweise durch öffentliche Vorlesungen und Veranstaltungen gefördert werden. Dort sollen alle Akteure – Land, Stadt, Universität und Gründerszene – zusammenkommen und mit dem weiteren Ausbau des Wissenschaftsparks Golm und dem Projekt GO:UP die Weichen für mehr Kooperation und somit für mehr Innovation in der Region stellen.

Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“

Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ von Bund und Ländern soll Fachhochschulen sowie kleine und mittlere Universitäten beim forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfer stärken. Sie nimmt damit die „dritte Mission“ der Hochschulen im Wissensdreieck – Bildung, Forschung und Innovation – in den Blick: Hochschulen soll ermöglicht werden, ihre Rolle als Innovationspole mit regionaler und überregionaler Ausstrahlung weiter auszubauen. Dabei soll der Transfer von Forschungsergebnissen aus allen Wissenschaftsdisziplinen zum Nutzen von Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt werden. Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ ist mit bis zu 550 Millionen Euro für zwei Auswahlrunden à fünf Jahre ausgestattet. Die Fördermittel werden jeweils im Verhältnis 90:10 vom Bund und vom jeweiligen Sitzland getragen.