Statement Bundesministerin Johanna Wanka zur Kritik des DGB an den Ergebnissen des Bildungsgipfels

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka:

"Der DGB malt schwarz, wo es keinen Grund dazu gibt. Die letzte Pisa-Studie hat gezeigt, dass Jugendliche aus ärmeren Familien ihre Leistungen bemerkenswert verbessern konnten. Das ist neben Deutschland nur einigen wenigen anderen OECD-Staaten gelungen. Im Übrigen, die erfolgreiche Bildungspolitik der vergangenen Jahrzehnte hat dazu geführt, dass es heute mehr Akademikerfamilien als früher gibt.

Fast jeder zweite junge Mensch macht heute bereits Abitur, und die Hälfte eines Jahrgangs nimmt ein Studium auf.

Darunter sind auch viele  mit einem Fachabitur oder Studierende, die kein Abitur aber erfolgreich eine berufliche Ausbildung abgeschlossen haben. Der Besuch eines Gymnasiums ist schon lange kein Nadelöhr mehr vor dem Eintritt in eine Hochschule.

Recht hat der DGB mit seiner Sorge um diejenigen in unserer Gesellschaft, die weder lesen noch schreiben können. Das ist für jeden Einzelnen ein Drama. Das BMBF geht diese Herausforderung mit der nationalen Strategie zur Alphabetisierung und Grundbildung für Erwachsene an. Niemand soll zurückgelassen werden."