Stefan Müller besucht deutsche Institutionen der Meeresforschung

Eine Woche im Zeichen der Meeres-, Küsten- und Polarforschung: Der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Müller besucht Forschungsinstitutionen im Norden Deutschlands.

Der Schutz unserer Meere und Ozeane ist wichtig für das Leben auf unserem Planeten: Sie beeinflussen das Klima, dienen als Transportwege und sind eine wichtige Quelle für Nahrung, Roh- und Wirkstoffe. Das Bundesforschungsministerium fördert daher die Meeres-, Küsten- und Polarforschung mit vier Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren. Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat im Wissenschaftsjahr 2016*17 „Meere und Ozeane“ vier Forschungsinstitutionen besucht und sich über deutsche Spitzenforschung informiert.

GEOMAR ist führend in der europäischen Meeresforschung

Am ersten Tag seiner Reise machte Stefan Müller Station in Kiel: Wissenschaftler des dort mit zwei Standorten ansässigen „GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung“ untersuchen die chemischen, physikalischen, biologischen und geologischen Prozesse im Ozean und ihre Wechselwirkung mit dem Meeresboden und der Atmosphäre. Mit vier Forschungsschiffen, dem einzigen deutschen bemannten Forschungstauchschiff und drei Tiefseerobotern ist das GEOMAR gut gerüstet, um seinen führenden Platz in der europäischen Meeresforschung zu behaupten.

MARUM – Moderne Meeresforschung in Bremen

Von Kiel aus ging es weiter nach Bremen zum „MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften“, eine Forschungseinrichtung der Universität Bremen. Am MARUM erforschen Wissenschaftler die Dynamik des Meeresbodens sowie die Wechselwirkungen zwischen Geosphäre und Biosphäre. Das MARUM betreibt und entwickelt moderne Messtechniken für die Meeresforschung: Dazu zählen transportable Meeresbodenbohrgeräte, autonome Unterwasserfahrzeuge für den Einsatz in bis zu 5000 Meter Tiefe und ferngesteuerte Tauchroboter. Während seines Besuchs besichtigte Stefan Müller auch das Bohrkernlager des Instituts, in dem Bohrkerne aus über 200 Missionen lagern.

AWI – Herausragende Beiträge zum Verständnis des Klimas

Das „Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung“ (AWI) in Bremerhaven ist führend in der deutschen Meeres- und Polarforschung an beiden Polen. Es unterhält Forschungsschiffe und -flugzeuge sowie Forschungsstationen in der Arktis und Antarktis. Das AWI hat in den letzten Jahren herausragende Beiträge zum Verständnis des Klimas auf der Erde und seiner Veränderungen geliefert. Stefan Müller informierte sich bei seinem Besuch über Perspektiven der Meeres- und Polarforschung und besichtigte verschiedene Laboratorien, wie beispielsweise das Eislabor, in dem Eiskernmaterial von Bohrkernen gelagert wird.

Lebensraum Küste – Chancen und Risiken

Am letzten Tag seiner Reise besuchte Stefan Müller das Institut für Küstenforschung im Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) bei Hamburg. Die Forscher untersuchen den Einfluss des globalen Klimawandels auf die regionalen Küsten – insbesondere für Norddeutschland und den Ostseeraum. Dabei benutzen sie moderne Monitoring-Methoden für die Küstengebiete und entwickeln diese Beobachtungstechniken weiter. Zu der modernen Ausstattung des Instituts gehören die Forschungsschiffe "Ludwig Prandtl" und das Messboot "Storch", die zur Untersuchung der Wasserqualität und der Struktur des Meeresbodens eingesetzt werden. Während seines Besuchs sprach Müller mit den Wissenschaftlern über Chancen und Risiken für den Wirtschafts- und Lebensraum Küste und Küstenmeere und informierte sich über Geräte und Methoden der Küstenforschung.

„Meer der Erkenntnis“ im Deutschen Bundestag

Noch bis zum 19. Mai können sich Interessierte bei der Ausstellung „Meer der Erkenntnis“ im Paul-Löbe-Haus in Berlin darüber informieren, welche Schwerpunkte das Bundesforschungsministerium bei der Küsten-, Meeres- und Polarforschung setzt, auf welche Erfolge die deutsche Meeresforschung zurückblicken kann – und welche Perspektiven sich für die Zukunft ergeben. Die Ausstellung wird im Wissenschaftsjahr 2016*17 „Meere und Ozeane“ vom Bundesforschungsministerium gefördert.