Südafrika

Südafrika ist für Deutschland ein besonders wichtiger Kooperationspartner in Subsahara-Afrika. Dabei dient die seit 1996 zweijährig stattfindende "Deutsch-Südafrikanische Binationale Kommission" als Rahmen für die bilaterale Zusammenarbeit.

Schulkinder beim Science Slam auf dem SciFest Africa 2014 © Deutsche Botschaft Südafrika

Seit 1996 besteht ein Abkommen zur Wissenschaftlich-Technischen Zusammenarbeit (WTZ) zwischen dem Bundesforschungsministerium und dem südafrikanischen Department of Science & Technology (DST). Auf dieser Basis hat sich die Kooperation in Wissenschaft und Technologie zwischen Südafrika und Deutschland sehr erfolgreich entwickelt. Das WTZ-Abkommen regelt das Einsetzen einer gemeinsamen Kommission (Joint Science and Technology Cooperation Committee) und fördert die Zusammenarbeit unter anderem bei der Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben, Nutzung wissenschaftlich-technischer Einrichtungen, Informationsaustausch, gemeinsamen Veranstaltungen sowie Austausch und Entsendung von Fachleuten.

Gemeinsam mit dem DST finanziert das Bundesforschungsministerium im Zeitraum von 2017 bis 2021 zwölf Vorhaben zu den Themenschwerpunkten Bioökonomie und Ressourcenmanagement. Darüber hinaus fördert das BMBF Forschungsprojekte, vor allem in den Bereichen Umwelt, Klimawandel, Nachhaltigkeit und Gesundheit, in die zahlreiche Forschende und Institutionen aus Südafrika eingebunden sind. Die besondere Rolle Südafrikas in der gemeinsamen Kooperation wurde auch durch das gemeinsame Wissenschaftsjahr 2012/2013 belegt.

Vertragsunterzeichnung im Rahmen einer Berufsbildungszusammenarbeit mit Suedafrika im November 2016. © Copyright: Thomas Imo/ photothek.net

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern wurde 2013 durch eine Vereinbarung zwischen dem BMBF und dem Department of Higher Education and Training (DHET) zur Kooperation in der Berufsbildung erweitert und im November 2016 um drei weitere Jahre verlängert. Im Fokus stehen die Beratung zum Aufbau des „South African Institute for Vocational and Continuing Education and Training“ (SAIVCET), die Beratung zur Entwicklung von Curricula und die (Weiter-)qualifizierung des Bildungspersonals. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beteiligen sich mit relevanten Aktivitäten im gemeinsamen Aktionsplan.