Eintauchen in die Arbeit der Bundesregierung

Gibt es Pasta aus Insekten? Sind Roboter gute Gymnastiklehrer? Welche Chancen bieten Ausbildungen? Rund 4200 Besucherinnen und Besucher fanden am Tag der offenen Tür auf diese und weitere Fragen im Bundesministerium für Bildung und Forschung Antwort.

Bundesministerin Anja Karliczek eröffnet den Tag der offenen Tür 2018: "Hier bei uns sehen Sie, welche Möglichkeiten die Zukunft bietet", sagt sie im Gespräch mit Radio Bonn/Rhein-Sieg-Moderator Volker Groß. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Arbeitswelten der Zukunft: Roboter wie Emma könnten schon bald Pflegekräfte in Seniorenheimen unterstützen. Beim Tag der offenen Tür kamen die Roboter bei einer anderen Altersgruppe besonders gut an... © BMBF/Hans-Joachim Rickel
... und schlossen viele Freundschaften – mit den jüngsten Besucherinnen und Besuchern. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Beate El-Chichakli, Leiterin der Geschäftsstelle des Bioökonomierats, zeigt Bundesforschungsministerin Karliczek Hightechmaterialien aus der Bioökonomie: ein Smartphone-Display aus Biokunststoff, Sneaker aus Algenschaum, Verbände aus biotechnologisch gewonnener Cellulose und vieles mehr. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
In der Bionik werden positive Phänomene aus der Natur in technische Anwendungen und Produkte übertragen. Ein Beispiel ist die bionische Ameise, die sich Bundesforschungsministerin Anja Karliczek in der Ausstellung zur Bioökonomie anschaut. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Anja Karliczek besucht das Schülerlabor: Hier können die jüngsten Gäste Sand aus aller Welt untersuchen und etwas über die Antarktis lernen. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Bundesministerin Anja Karliczek empfängt eine Besuchergruppe in ihrem Büro. "Ich arbeite ausschließlich mobil", erklärt die Ministerin den Besucherinnen und Besuchern, die sich darüber wundern, dass sie keinen Computer hat. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Das Highlight für die jüngsten Gäste: Sie dürfen sich am Süßigkeitenglas der Ministerin bedienen. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Der Parlamentarische Staatssekretär Michael Meister besucht die Bioökonomie-Ausstellung beim Tag der offenen Tür im BMBF. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Bundesministerin Anja Karliczek empfing die Besucherinnen und Besucher am Samstag im Ministerium, um mit ihnen über einige dieser Fragen zu diskutieren. Sie eröffnete den Tag der offenen Tür mit den Worten: „Ich bin sehr dankbar, als Bundesministerin für Bildung und Forschung einen wichtigen Beitrag dazu leisten zu dürfen, die Zukunft unseres Landes zu gestalten und dabei mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.“

Gleichzeitig lud sie die Besucherinnen und Besucher ein, das Haus im Rahmen einer Führung zu erkunden. Sie selber empfing zwei Besuchergruppen in ihrem Büro zum Gespräch. Außerdem motivierte die Ministerin ihre Gäste, sich im BMBF selber ein Bild von den Chancen von Wissenschaft und Forschung zu machen: „Hier bei uns sehen Sie, welche Möglichkeiten die Zukunft bietet“, machte sie Lust, sich die Angebote des Ministeriums anzuschauen.

Viele wurden direkt in der Eingangshalle von zwei Robotern vom Typ „Pepper“ in den Bann gezogen. Die 1,20 Meter großen Roboter könnten eines Tages Pflegekräfte in Seniorenheimen entlasten und unterstützen. Beim Tag der offenen Tür gaben sie eine Kostprobe ihrer Fähigkeiten: Saxophon spielen, Elefanten imitieren, Thai-Chi vorturnen – für die Roboter kein Problem. Sie sehen, hören und sprechen nicht nur, sondern sie sind sogar in der Lage, Emotionen und Stimmlagen zu erkennen. Nicht nur kleine Besucher waren vom Können der Roboter überrascht.

Fasziniert waren viele auch von dem Potenzial, das die Bioökonomie bereithält: In einer Ausstellung gab es mehr als 80 Produkte zu sehen. Diese zeigten, wie mit Hilfe der Bioökonomie neue Lösungen für einen nachhaltigen Konsum und umweltschonende Produktionsverfahren erforscht und entwickelt werden. Dazu gehörten Pasta aus Insekten, Schuhe aus Algenschaum oder innovative Fußbälle.

Hier schlummert noch viel Potenzial, das unser Leben in Zukunft prägen kann. Wandel wartet auch in der Arbeitswelt auf uns. Durch die zunehmende Digitalisierung werden sich Berufe verändern oder neue Berufe entstehen. Wie die „Arbeitswelten der Zukunft“ aussehen könnten, zeigt eine interaktive Ausstellung im Ministerium, die noch bis Ende des Jahres im BMBF zu sehen ist.

Junge Menschen, die aktiv in der Berufswelt der Gegenwart und Zukunft mitwirken möchten, waren ebenfalls genau richtig im BMBF. Denn das Team der Informationskampagne „Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar!“ stellte die zahlreichen Möglichkeiten vor, die das duale Ausbildungssystem mit den rund 330 dualen Ausbildungsberufen in Deutschland bietet.

Wie das Arbeiten im Ministerium in der Gegenwart aussieht, erfuhren die Besucher am Sonntag im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Michael Meister. Er berichtete in einem Talk von seiner Tätigkeit. Im Anschluss stand er einer Besuchergruppe in seinem Büro Rede und Antwort zu seinem Amt und den wichtigen Themen des BMBF.

Besucherinnen und Besucher erhielten auf diese Weise beim Tag der offenen Tür einen vielfältigen Einblick in die praktische Arbeit des Ministeriums und in wichtige Zukunftsfelder für Bildung und Forschung. Viele verließen das Ministerium mit Infomaterial, das dazu anregt, sich zu Hause weiter mit Forschungsthemen zu beschäftigen und sich vom Reiz der Wissenschaft begeistern zu lassen.

Keine Zeit gehabt am Tag der offenen Tür?

Der Besucherdienst begrüßt montags bis freitags gerne Gruppen von 10 bis 50 Personen. Besuchen Sie das BMBF und bekommen Sie einen Einblick in die vielfältige Arbeit des Ministeriums. Überzeugen Sie sich selbst, wie wichtig Bildung und Forschung sind, um die Zukunft zu gestalten. Und erfahren Sie mehr über den Neubau des Ministeriums.
Anmeldung unter besucherdienst@bmbf.org oder www.bmbf-besuchen.de