Tag der Talente 2018: Neue Aufbrüche brauchen…Dich!

Kluge Köpfe unter sich: 300 Preisträgerinnen und Preisträger bundesweiter Schüler- und Jugendwettbewerbe sind der Einladung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zum diesjährigen „Tag der Talente“ nach Berlin gefolgt.

Freuen sich auf ihre Tage in Berlin - junge Talente aus ganz Deutschland
Freuen sich auf ihre Tage in Berlin - junge Talente aus ganz Deutschland © BMBF / Hans-Joachim Rickel

Wie können junge Menschen Aufbrüche und Neuanfänge in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Forschung mitgestalten? Um diese Frage drehte sich der diesjährige „Tag der Talente“, zu dem Bundesbildungsminister Anja Karliczek die kreativsten Köpfe im Alter von 14 bis 21 Jahren nach Berlin eingeladen hatte. Ihr Talent haben die Jugendlichen bereits in bundesweiten Wettbewerben wie dem „Treffen junge Musikszene“, „INVENT a CHIP“ oder der „Internationalen BiologieOlympiade“ bewiesen. In der Hauptstadt lernten sich die Talente aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Musik oder Kunst kennen, tauschten sich über ihre Projekte aus und erkundeten neue Fachgebiete.

Erstmalig trafen sich die Talente am Samstagabend. Bei einer Willkommensveranstaltung mit Beiträgen aus den 25 vertretenen Wettbewerben hatten sie die Gelegenheit, mehr über die Disziplinen ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu erfahren. Am Sonntag, dem zweiten Tag, setzten sie ihr Wissen und ihre Neugierde dann zunächst bei neun interdisziplinären Workshops ein – ob beim Bau von Robotern, bei Poetry Slams oder bei einem „Ideas Lab“ zum Thema „Zukunft der Arbeit“. Am Nachmittag stand ein Besuch des Deutschen Doms auf dem Programm. Dort nahmen die Talente an einer Führung durch die parlamentshistorische Ausstellung „Wege – Irrwege – Umwege“ teil, spielten eine Plenarsitzung nach und gewannen dadurch einen Einblick in die Arbeit von Bundestagsabgeordneten. Am Montag empfing Bundesbildungsministerin Anja Karliczek schließlich alle Talente im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

In Berlin mit dabei: Valerie (15), Magdalena (18), Tanja (19), Timo (17), Marvin (17) und Eric (17). Die Hamburgerin Valerie will vielen Menschen helfen, indem sie neue Lösungen findet, um Gefahren zu vermeiden. Die Preisträgerin im Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ untersuchte die Auswirkungen der Schifffahrt auf die Sicherheit am Elbestrand.

Tanja aus Hessen wollte als Kind immer in einem Film mitspielen. Als dieser Wunsch nicht in Erfüllung ging, drehte sie kurzerhand ihre eigenen Streifen. Vergangenes Jahr wurde sie beim „Up and Coming - Internationales Film Festival Hannover“ für ihren Kurzfilm „Marvin und Lena“ ausgezeichnet. Darin geht es um die Freundschaft zwischen einem Jungen mit Down-Syndrom und seiner Klassenkameradin.

Timo aus Bayern ist ein echtes Allround-Talent. Beim „BundesUmweltWettbewerb“ wurde er mit seinem Team „Freaky Minds“ für einen Gipskartonplattenersatz aus Lehm und Pappe ausgezeichnet. In seiner Freizeit baut er Roboter, trainiert für seinen Traum, einmal am Ironman auf Hawaii teilzunehmen, angelt oder bekocht seine Familie.

Marvin und Eric aus Dormagen blühen bei mathematischen und naturwissenschaftlichen Themen richtig auf: Gemeinsam mit Klassenkameraden entwickelten die 17-jährigen Schüler ein Modellexperiment zur Quantenkryptographie und konnten damit die Jury des Wettbewerbs „INVENT a CHIP“ überzeugen. Marvin findet: „Im Team mit Freunden mit ähnlichen Interessen an Ideen zu arbeiten, Informationen zum Thema einzuholen, zu experimentieren und Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung auszuarbeiten, ist für mich eine hochinteressante und motivierende Beschäftigung.“

Mit dabei war auch die 18-jährige Magdalena, Preisträgerin der „Internationalen BiologieOlympiade“. Schon als Kind hatte sie den Traum, ein wasserstoffbetriebenes Auto zu entwickeln: „Um diesen zu verwirklichen, begann ich in der dritten Klasse mich mit der Funktion von Automotoren zu beschäftigen und wollte durch diese Erfindung die Welt verbessern.“ Die junge Nürnbergerin freut sich darauf, bald ihr Studium der molekularen Medizin zu beginnen, in dem sie sich noch intensiver mit biologischen und chemischen Themenbereichen auseinandersetzen kann.

So vielseitig die rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Veranstaltung auch sind - eines haben sie gemeinsam: Sie alle freuen sich darauf, beim „Tag der Talente“ neue Kontakte zu knüpfen, Anregungen für ihre eigenen Projekte zu erhalten und in neue Fachgebiete einzutauchen.