Tausende Kilometer mit einem Liter Benzin: „Shell Eco-marathon“

Wie weit kann man mit einem Liter Benzin fahren? Junge Teams aus aller Welt versuchen das beim „Shell Eco-marathon“ herauszufinden. Jedes Jahr nehmen rund 3000 Schüler und Studierende am Energieeffizienz-Wettbewerb teil.

Johanna Wanka verabschiedet die Mannschaften aus Merseburg und Cottbus © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Mit 17 Teams wird Deutschland in diesem Jahr beim Shell Eco-marathon ins Rennen gehen. Zwei von ihnen hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in Berlin verabschiedet. Mit ihren selbstkonstruierten Fahrzeugen werden sie vom 30. Juli bis 3. Juli in London gegen Teams aus ganz Europa antreten.

„Der Shell Eco-marathon bietet eine hervorragende Plattform für die teilnehmenden Teams junger Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Hier können sie ihre neu entwickelten Materialien und Technologien direkt mit den Produkten anderer Teams vergleichen“, sagte  Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Wettbewerbe wie der Shell Eco-marathon zeigten auf eindrucksvolle Weise, wie bedeutsam Spitzenforschung für unser alltägliches Leben sei. Bundesministerin Wanka ist die Schirmherrin des Wettbewerbs und hat das Amt bereits im vierten Jahr infolge inne.

Die Mannschaft der Brandenburgischen Technischen Universität © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Monatelang haben die Teams an ihren Fahrzeugen gebastelt und getüftelt, um beim Wettbewerb ihre Ideen auf Praxistauglichkeit zu testen. Dabei wird sich zeigen, wer den sparsamsten Antrieb und die leichteste Konstruktion entwickelt hat.  Der bisherige Rekord liegt bei 3314,9 km mit nur einem Liter Benzin. Er wurde im Jahr 2014 von einem französischen Team aufgestellt.

In Frankreich nahm der europäische Wettbewerb im Jahr 1985 auch seinen Anfang. Damals trafen sich 25 Teams aus unterschiedlichen Ländern am Paul Ricard Ring im französischen Le Castelet. Von dort siedelte der Wettbewerb 2000 an den Paul Armagnac Ring im südfranzösischen Nogaro über. Seit 2012 wird der Wettbewerb in Rotterdam ausgetragen, nachdem er vorher drei Jahre am Lausitzring in Deutschland gastiert hatte. In 2016 wird er erstmals in London stattfinden.