Tenure-Track: 532 neue Professuren bewilligt

Attraktive und planbare Karrieren für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Das ist ein Ziel des Tenure-Track-Programms, in dem bereits 468 Professuren gefördert werden. Diese werden nun um weitere 532 Professuren ergänzt, wie die GWK heute bekannt gab.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und der Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Konrad Wolf, geben bekannt, wer in der zweiten Runde des Tenure-Track-Programms gefördert wird. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die Förderentscheidung in der zweiten Bewilligungsrunde des Tenure-Track-Programms ist gefallen: Bund und Länder werden deutschlandweit 532 weitere Tenure-Track-Professuren fördern. Das gaben Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und der Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Konrad Wolf,  heute in Berlin bekannt. Die Entscheidung basiert auf einem wissenschaftsgeleiteten Auswahlverfahren. Das Auswahlgremium hat 532 Professuren an 57 Hochschulen zur Förderung ausgewählt. Die neuen Professuren ergänzen die bisherige Förderung: 2017 wurden in der ersten Runde des Programms bereits 468 Professuren vergeben. Insgesamt profitieren nun 75 Universitäten und gleichgestellte Hochschulen von dem Programm.

Durch die Förderung von insgesamt 1.000 zusätzlichen Tenure-Track-Professuren wollen Bund und Länder die Tenure-Track-Professur als eigenständigen Karriereweg neben dem herkömmlichen Berufungsverfahren auf eine Professur dauerhaft an deutschen Universitäten etablieren. Die Tenure-Track-Professur ist ein neuer Weg zur Dauerprofessur: Sie ist zunächst auf Zeit ausgelegt, ist aber verbunden mit der klaren Zusage, dass im Falle der Bewährung die Übernahme auf eine Dauerprofessur erfolgt. So sorgen Bund und Länder für mehr Transparenz und bessere Planbarkeit der Karrieren des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zudem stellen sie damit die Attraktivität des Innovationsstandorts Deutschland sicher.

„Mit den heutigen Förderentscheidungen wird das Programm seine volle Zugkraft als strukturelles Reformprojekt entfalten“, betont Anja Karliczek, stellvertretende Vorsitzende der GWK und Bundesministerin für Bildung und Forschung. „Ich freue mich, dass die Universitäten das Tenure-Track-Programm so gut angenommen und auch in der zweiten Auswahlrunde wieder qualitativ hochwertige Konzepte vorgelegt haben. Den Erfolg der ersten Runde können wir nun fortsetzen.“

Das Programm läuft – verteilt auf zwei Bewilligungsrunden – von 2017 bis 2032. Innerhalb dieses Zeitraums werden die ausgewählten Universitäten für einen Zeitraum von bis zu 13 Jahren gefördert. Der Bund stellt hierfür bis zu eine Milliarde Euro bereit, die Sitzländer der geförderten Hochschulen stellen die Gesamtfinanzierung sicher.

Liste der vom Auswahlgremium zur Förderung in der zweiten Bewilligungsrunde ausgewählten Universitäten

TH Aachen

20

FilmU Babelsberg

1

U Bamberg

10

U Bayreuth

9

FU Berlin

22

TU Berlin

17

Charité - Universitätsmedizin Berlin

14

U Bochum

2

U Bonn

28

TU Braunschweig

18

U Bremen

7

TU Chemnitz

5

TU Clausthal

4

TU Darmstadt

8

U Duisburg-Essen

2

Kath. U Eichstätt-Ingolstadt

7

U Erfurt

7

U Flensburg

4

Europa-U Viadrina Frankfurt (Oder)

8

PH Freiburg i.Br.

3

U Freiburg i.Br.

7

H Geisenheim University

3

U Gießen

7

U Halle

9

U Hamburg

19

TU Hamburg-Harburg

11

U Hannover

4

PH Heidelberg

6

U Hildesheim

5

TU Ilmenau

10

TU Kaiserslautern

6

Karlsruher Institut für Technologie

6

PH Karlsruhe

3

U Kassel

13

U Kiel

7

U Koblenz-Landau

6

U Konstanz

3

U Leipzig

22

PH Ludwigsburg

4

U Lüneburg

3

U Mainz

11

U Marburg

21

Akademie der Bildenden Künste München

2

U München

20

U Oldenburg

10

U Osnabrück

9

U Regensburg

16

U Rostock

4

U des Saarlandes Saarbrücken

7

PH Schwäbisch Gmünd

4

U Siegen

13

U Stuttgart

8

U Trier

8

U Tübingen

8

Bauhaus-U Weimar

8

U Wuppertal

9

U Würzburg

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