TIMSS - Trends in International Mathematics and Science Study

Die international vergleichende Schulleistungsstudie „Trends in International Mathematics and Science Study“ dokumentiert alle vier Jahre die Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Mathematik und Naturwissenschaften am Ende der Grundschulzeit.

Die Leistungen der deutschen Schülerinnen und Schüler in Mathematik und Naturwissenschaften liegen im Vergleich mit anderen Ländern im oberen Drittel. © Thinkstock

Wie gut deutsche Schülerinnen und Schüler in Mathematik sind und wie gut sie naturwissenschaftliche Zusammenhänge verstehen, das dokumentiert die Studie „Trends in International Mathematics and Science Study“ (TIMSS) im internationalen Vergleich. Ein zentrales Anliegen ist es, langfristige Entwicklungen in den teilnehmenden Bildungssystemen zu dokumentieren.

TIMSS geht es nicht nur um das reine Wissen, sondern auch um Kompetenzen, die in diesen Fächern besonders wichtig sind wie Schlussfolgern, Analysieren, Problemlösen oder Beweisen. TIMSS deckt diese verfahrensbezogenen Fähigkeiten genauso ab wie das inhaltliche Verständnis von Zusammenhängen.

Deutschland beteiligt sich im Jahr 2015 zum dritten Mal mit der 4. Jahrgangsstufe an der Studie. Bereits im Jahr 2011 sowie im ersten Durchlauf der Studie im Jahr 2007 haben die deutschen Schülerinnen und Schüler daran teilgenommen.

Die Ergebnisse der letzten TIMMS-Erhebung aus dem Jahr 2011 wurden im Dezember 2012 veröffentlicht. Demnach liegen die Leistungen der Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutschland in Mathematik und den Naturwissenschaften im internationalen Vergleich im oberen Drittel. In beiden Bereichen erreichen die Schülerinnen und Schüler bessere Leistungen als der Durchschnitt der teilnehmenden EU- und OECD-Staaten.

Im Vergleich zu TIMSS 2007 haben sich die Leistungen der Grundschülerinnen und Grundschüler in der 4. Klasse nicht statistisch signifikant verändert. Die Leistungsstreuung, also die Spanne zwischen leistungsstarken und -schwachen Schülern, ist vergleichsweise gering. Auffällig ist, dass in Deutschland im internationalen Vergleich wenige Kinder auf der obersten Kompetenzstufe zu finden sind. Der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler ist in Deutschland wie in vielen anderen Staaten hoch und Kinder mit Migrationshintergrund schneiden vergleichsweise schlechter ab. Ihre Leistungen haben sich jedoch gegenüber TIMSS 2007 signifikant verbessert. Positiv ist weiter, dass die Grundschulkinder eine ausgesprochen positive Einstellung zur Mathematik und den Naturwissenschaften haben.

Die Koordination der Leistungserhebung in Deutschland liegt in der Verantwortung des Instituts für Schulentwicklungsforschung an der Technischen Universität Dortmund (IFS) unter der wissenschaftlichen Leitung von Wilfried Bos. Ins Leben gerufen wurde TIMSS von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA), einem unabhängigen internationalen Verband von bildungsbezogenen Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Regierungsstellen.