Nachhaltigkeitspreis Forschung 2015 vergeben

Das Konsortium C³ - Carbon Concrete Composite der TU Dresden ist für seinen neuartigen Verbundbeton mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2015 ausgezeichnet worden.

Staatssekretär Georg Schütte überreicht den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung an Klaus Raps
Staatssekretär Georg Schütte überreicht den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung an Klaus Raps © Marc Darchinger

Forschungsstaatssekretär Georg Schütte übergab den Preis am Freitag beim 8. Deutschen Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf vor rund 1200 Gästen: „Mit Carbonbeton lässt sich im Bau bis zur Hälfte der Energie und Rohstoffe, die für konventionellen Bau benötigt werden, einsparen. Der Nachhaltigkeitspreis wird helfen, den neuen Werkstoff aus dem Labor auf die Baustelle zu bringen. Das ist das richtige Signal im Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt.“

Staatssekretär Georg Schütte im Gespräch mit Stefan Schulze-Hausmann während der Verleihung
Staatssekretär Georg Schütte im Gespräch mit Stefan Schulze-Hausmann während der Verleihung © Marc Darchinger

Das ausgezeichnete Konsortium C³ arbeitet mit 130 Partnern aus Forschung, Unternehmen und Verbänden an der Entwicklung und Einführung des neuen Verbundwerkstoffs Carbonbeton. Er besteht aus Carbonfasern und Hochleistungsbeton, spart bis zu 50 Prozent Material und somit Ressourcen, Emissionen, Kosten und Energie ein. Dank seiner Flexibilität und Langlebigkeit hat C³ das Potential, herkömmlichen Stahlbeton abzulösen. Das Konsortium bindet alle Akteure der Produktentwicklung ein und strebt an, in zehn Jahren bis zu 20 Prozent des bundesweiten Betonbedarfs zu decken. Heute wird im Bausektor fast die Hälfte aller weltweit verarbeiteten Rohstoffe verbraucht. Zudem verursacht er rund ein Drittel des Energieverbrauchs und CO2-Emissionen. Die Erforschung und Etablierung des neuen Werkstoffs bietet jetzt eine Chance, die hohe Belastung zu senken ohne Abstriche am Lebens- und Qualitätsstandard.

Der Preisträger wurde in Kooperation mit dem Fernsehsender 3sat „nano“ in einem Public Voting ermittelt. Zur Wahl standen drei Finalisten, die von der Expertenjury unter Vorsitz des Generalsekretärs des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Günther Bachmann, aus 87 Bewerbungen ausgewählt worden waren.