Vernetzt, Innovativ, International

Kabinett verabschiedet Strategie zur Internationalisierung von Bildung und Forschung / Wanka: "Die Potentiale der globalen Wissensgesellschaft nutzen"

Bundesministerin Johanna Wanka stellt gemeinsam mit Jürgen Mlynek, dem Sprecher des Hightech-Fachforums „Internationalisierung“, und Jörg Hacker, dem Präsidenten der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, die neue Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung vor. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das Kabinett hat heute die Strategie der Bundesregierung beschlossen, wie in Zukunft die internationale Ausrichtung des deutschen Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystems ausgestalten werden soll. Die Strategie, unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitet, nimmt Digitalisierung, zunehmenden globalen Wettbewerb um Wissen und Märkte, Umweltveränderungen und Ursachen und Auswirkungen von Migration und Flucht auf und leitet Handlungsansätze ab.

Bundesministerin Johanna Wanka © BMBF/Hans-Joachim Rickel

"Wir setzen darauf, dass gerade internationale Aufgeschlossenheit und Kooperation Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort stärken. Wir leben in einer vernetzen Welt, die Digitalisierung beschleunigt diese Entwicklungen rasant. Die globale Wissensgesellschaft, die dadurch entsteht, birgt enormes Potenzial - wenn man sie richtig nutzt. Hierfür schaffen wir die Voraussetzungen", sagte  Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Erstmals ist in der Strategie auch die weitere Internationalisierung von beruflicher und allgemeiner Bildung berücksichtigt, als Grundlage für eine exzellente Wissenschaft und Forschung. Zudem wird der wachsenden Bedeutung des Europäischen Forschungsraums Rechnung getragen.

Unter dem Leitmotiv "Internationale Kooperation: vernetzt und innovativ" definiert die Strategie fünf handlungsleitende Ziele:

  1. Die Exzellenz des deutschen Wissenschafts- und Forschungssystem auf anhaltend hohem Niveau halten und steigern.
  2. Deutschlands Innovationskraft international stärker entfalten.
  3. Berufsbildung und Qualifizierung internationaler ausbauen.
  4. Schwellen- und Entwicklungsländer verstärkt als Partner in die Ausgestaltung der globalen Wissensgesellschaft einbinden.
  5. Die europäische und internationale Zusammenarbeit zur Lösung globaler Herausforderungen intensivieren.

Das BMBF wird beispielsweise die Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern allein in diesem Jahr mit rund 41 Millionen Euro für den Aufbau nachhaltiger Forschungs- und Bildungskapazitäten in Subsahara-Afrika fördern. Zudem werden ab Mitte 2017 fünf Millionen Euro jährlich in die internationale Berufsbildungskooperation mit Industrie- und Schwellenländern durch öffentlich-private Partnerschaften fließen. Auch werden forschungsintensive kleine und mittlere Unternehmen bei internationalen Kooperationen unterstützt.

Weitere Informationen und Text der Internationalisierungsstrategie:

https://www.bmbf.de/de/internationalisierungsstrategie-269.html