Vernetzung weltweit

Europa verändert sich, die Welt wächst zusammen. Globale und regionale Innovationszentren verschieben sich nach Zentralasien, Lateinamerika und Afrika.

Internationale Megatrends wie die fortschreitende Digitalisierung oder nachhaltiges Wirtschaften werden die zukünftigen Agenden aller Akteure in Bildung, Forschung und Innovation prägen.

Deutschland stellt sich diesem permanenten Wandel, indem es national und international mitgestaltet, Bewährtes weiterentwickelt und neue Antworten auf die Fragen von heute und morgen sucht. Zu diesem Zweck wird die enge bilaterale Kooperation in Wissenschaft und Bildung mit Industriestaaten und aufstrebenden Wissenschaftsnationen über den EU-Rahmen hinaus weiter ausgebaut.

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Intensive Beziehungen bestehen vor allem mit den westlichen Industrieländern. Aufgrund der Qualität und Breite der jeweiligen Bildungs- und Forschungslandschaften ist die Zusammenarbeit außerordentlich vielfältig. Sie wird getragen von breitem Engagement der Hochschulen, Forschungsorganisationen und Unternehmen. Diese traditionell starken und etablierten Beziehungen werden zunehmend durch Kooperationen mit anderen regionalen Räumen ergänzt, die ein besonderes Potenzial für eine Zusammenarbeit mit Deutschland besitzen.

Dazu gehört vor allem der asiatisch-pazifische Raum, der aktuell die wirtschaftlich und wissenschaftlich dynamischste Region der Welt ist. Dort will das Bundesforschungsministerium die Präsenz deutscher Forschung und die Zusammenarbeit weiter verstärken.

Die etablierte Forschungszusammenarbeit mit Russland, der Ukraine und Staaten der Östlichen Partnerschaft wird auch zukünftig eng fortgeführt. Daneben trägt das Bundesministerium für Bildung und Forschung der erhöhten politischen und wissenschaftlichen Bedeutung der zentralasiatischen Staaten Rechnung, indem die Kooperation mit diesen Ländern intensiviert wird.

Weitere Schwerpunkte der internationalen Forschungszusammenarbeit sind die Afrika-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, bilaterale Forschungsmaßnahmen im Mittelmeerraum, sowie die Partnerschaft mit lateinamerikanischen Ländern.

Darüber hinaus engagiert sich Deutschland in internationalen Organisationen wie der OECD, der Unesco und den Vereinten Nationen. Ziel ist es, durch die einzelnen Aktivitäten dieser Organisationen einen Mehrwert für die Ziele und internationalen Prioritäten des Bundesforschungsministeriums zu erreichen.