Von den Meeren in die Büros und Werkshallen

Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ neigt sich dem Ende  – „Arbeitswelten der Zukunft“ startet im Januar 2018

Kleine Meeresforscher, Plastikpiraten, Elbschwimmer: Das Wissenschaftjahr Meere und Ozeane hat anderthalb Jahre lang Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die Situation und die Bedeutung der Meere und Ozeane informiert. Zusätzlich wurde ein neuer  Forschungsschwerpunkt „Plastik in der Umwelt“ aufgelegt, um erstmalig einen wissenschaftlich fundierten Überblick zu bekommen, über welche Wege und in welchem Maßstab Plastik bis in die Ozeane gelangt.

Mit der Aktion Kleine Meeresforscher wurden 55.000 mobile Küstenlabore mit Forschungsanleitung und Informationen über die Biodiversität in Meeren und Küsten an Kinder verteilt, um sie an diesen sensiblen Lebensraum heranzuführen. Wie wichtig saubere Flüsse für ein sauberes Meer sind, darauf haben 262 Schwimmerinnen und Schwimmer aufmerksam gemacht, die von Dresden bis Geesthacht 575 Kilometer die Elbe flußabwärts geschwommen sind. Und mehr als 2.500 Jugendliche schwärmten als sogenannte Plastikpiraten in ganz Deutschland aus, um die Verschmutzung der Flüsse zu untersuchen. 376 Datensätze wurden zur Analyse eingereicht. Erste Auswertungen haben ergeben, dass 5.341 Müllteile auf einer Gesamtfläche von 8.298 Quadratmetern gefunden wurden, im Schnitt 0,64 Müllteile pro Quadratmeter. Umgerechnet bedeutet das: In einem Zimmer mit einer Größe von 50 Quadratmetern würde man 32 Müllteile finden - Müll, der über die verschiedenen Wasserwege bis ins Meer getragen wird.

Für den Forschungsschwerpunkt „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“

werden 18 Verbundprojekte mit rund 100 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden, und Kommunen ein Gesamtbild zeichnen, wie Kunststoffe produziert, eingesetzt, genutzt, gehandelt und entsorgt werden. Insgesamt stellt das BMBF dafür bis 2021 35 Millionen Euro zur Verfügung, eines der weltweit größten Forschungsprogramme zum Thema Plastik bisher.

Anderthalb Jahre lang haben Wissenschaftlerinnen und Forscher in mehr als  1.000 Veranstaltungen umfassend zur Situation der Meere informiert, ihr Wissen und den Stand der Forschung anschaulich vermittelt und eine wichtige Botschaft transportiert: Jede und jeder kann etwas dafür tun, die Meere zu schützen.

Im nächsten Wissenschaftsjahr geht es in die Büros und Werkhallen der Zukunft: Wie werden wir arbeiten, was wird uns dabei unterstützen, wie werden wir Arbeit und Freizeit neu definieren, wie Familie und Beruf vereinbaren? Welche Chancen und Risiken zeichnen die möglichen Arbeitswelten der Zukunft aus? Roboter unterstützen Pflegekräfte oder Feuerwehrleute – Zukunftsmusik oder bald schon realer Alltag?

Im Wissenschaftsjahr 2018 dreht sich alles um diese Möglichkeiten und die Frage, welche Chancen und Risiken sie den Menschen bieten. In 2018 startet das Wissenschaftsjahr – Arbeitswelten der Zukunft. Die Auftaktwoche beginnt am 19.02.2018 in Berlin im Bundesministerium für Bildung und Forschung und endet am 23.02.2018 in Bonn.