Von der Schule in den Beruf

Bundesbildungsministerin Wanka hat zusammen mit Bundesarbeitsministerin Nahles eine Konferenz zur Initiative Bildungsketten eröffnet. Sie unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu schaffen.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei der Bildungsketten-Konferenz. © Bildungsketten / Fotograf: Nils Krüger

Was sind aktuelle bildungspolitische Herausforderungen in der Berufsorientierung und am Übergang Schule – Beruf? Darüber diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Bildungspraxis auf der Bildungsketten-Konferenz in Berlin.

"Bund und Länder ziehen an einem Strang, um junge Menschen beim Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung bestmöglich zu unterstützen", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka bei der Eröffnung der Konferenz in Berlin. Mit bisher sieben Ländern sei es gelungen, dazu Vereinbarungen zu treffen. Weitere sollen folgen.

Jugendliche stärken

Das Motto der Konferenz lautet: "Jugendliche stärken - Übergänge schaffen - Zukunft gestalten".

"Damit junge Menschen nach der Schule nahtlos in eine Ausbildung starten können, müssen sie zunächst erkennen, was sie gut beherrschen und was sie interessiert", äußerte die Ministerin. Deshalb würden sie frühzeitig darin unterstützt, praktische Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln. Das helfe ihnen bei ihrer künftigen Berufswahl.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka kündigte an, diese Unterstützungsangebote weiter auszubauen.

Initiative Bildungsketten

Die Initiative "Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss" unterstützt Schülerinnen und Schüler seit 2010 dabei, den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu schaffen. Unter dem Dach der Initiative verzahnen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Länder ihre Förderinstrumente. Ziel ist es, möglichst jeden ausbildungsreifen und ausbildungswilligen jungen Menschen zum Ausbildungsabschluss zu führen.

Bis 2018 stehen für Potenzialanalyse, Berufsorientierungsprogramm, Berufseinstiegsbegleitung und ehrenamtliches Coaching 1,3 Milliarden Euro bereit. So wird beispielsweise das ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung jeweils hälftig aus Mitteln der BA und Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.

Mit der Bundesförderung wird erreicht, dass
- an rund 3.000 Schulen Berufseinstiegsbegleiter aktiv sind, die mithilfe der ESF-Finanzierung rund 113.000 junge Menschen unterstützen können,
- jährlich rund 180.000 Schülerinnen und Schüler an Werkstatttagen des Berufsorientierungsprogramms teilnehmen und
- jährlich bis zu 3.000 Jugendliche von ehrenamtlich tätigen Experten während der Ausbildung begleitet werden können.