Von Deutschland in die USA und wieder zurück

Bei der 17. GAIN-Jahrestagung in San Francisco treffen Forscher mit Vertretern der deutschen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen

Mehr als 1300 Promovierende, 3000 Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, mindestens 5300 Beschäftigte an Hochschulen, dazu fast 12.000 Studierende[1] – die USA sind für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein besonders wichtiges Gastland. Die jährliche Tagung des "German Academic International Network", kurz GAIN, bringt viele von ihnen mit Spitzenvertretern der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen. In diesem Jahr findet die 17. GAIN-Tagung mit rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom 24. bis 27. August in San Francisco statt. Ziel von GAIN ist neben der Vernetzung deutscher Forscher in Nordamerika die Unterstützung bei ihrer Rückkehr nach Deutschland.

"Die USA, Kanada und Mexiko sind für Deutschland herausragende Partner in den Wissenschaftsbeziehungen und für deutsche Forscherinnen und Forscher häufiges Ziel für Lehr- und Forschungsaufenthalte. Internationale Kooperationen sind das Lebenselixier exzellenter Wissenschaft. Nur im gemeinsamen Austausch können wir die globalen Herausforderungen angehen. Aber auch Deutschland hat sich weltweit als eines der attraktivsten Zielländer für Wissenschaftler etabliert. Mit unserer Exzellenzstrategie, der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, dem Programm innovative Hochschule und dem Pakt für Forschung und Innovation haben wir die Voraussetzungen geschaffen, an der Weltspitze mitzuspielen. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die derzeit noch in Nordamerika forschen, kann Deutschland genau die richtige Wahl sein", sagte Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen, die das BMBF in San Francisco vertritt. "Gerade in Forschungsgebieten, die in den USA derzeit nicht im Fokus stehen, kann der Wissenschaftsstandort Deutschland interessante Alternativen für die Fortsetzung von Forschungskarrieren darstellen."

Die GAIN-Jahrestagung funktioniert wie Netzwerktreffen, Jobbörse und Fachkonferenz in einem. Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich in zahlreichen fächer- und themenspezifischen Workshops und an mehr als 70 Ständen und bei mehr als 80 Ausstellern des "Talent Fair" über unterschiedliche Karriereperspektiven an deutschen Hochschulen, Fachhochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in der deutschen Wirtschaft informieren. Dabei spielen Karrierewege jenseits der Professur in Management, Verwaltung, Industrie und die Gründung von Start-ups eine immer größere Rolle. Deshalb unterstützt das BMBF im Rahmen seines Programms "Vorfahrt für den Mittelstand" gezielt KMU aus Deutschland bei der Gewinnung von Fachkräften im Ausland und bietet Unternehmen durch ihre Teilnahme an der GAIN-Jahrestagung und seiner "Talent Fair" eine entsprechende Plattform. Zudem werden auch nordamerikanischen Wissenschaftlern Möglichkeiten einer Tätigkeit in Deutschland aufgezeigt.

GAIN wurde 2003 als Gemeinschaftsinitiative der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gegründet und arbeitet mit Unterstützung des BMBF und in Kooperation mit allen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Die Präsidentin des DAAD, sowie die Präsidenten von AvH und DFG nehmen an dem Spitzentreffen in San Francisco ebenso teil wie Präsidentinnen und Präsidenten zahlreicher Universitäten und Forschungsorganisationen.

[1] Vgl. Wissenschaft weltoffen 2017, S. 116 ff. http://www.wissenschaft-weltoffen.de/

Weitere Information finden Sie unter:
http://www.gain-network.org
https://www.bmbf.de/de/nordamerika-und-zurueck-925.html