Wanka startet Sommerreise

Stationen zu Themen von der beruflichen Bildung bis zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Familien

Auf ihrer Sommerreise wird Bundesbildungsministerin Johanna Wanka Orte besuchen, an denen verschiedenen Facetten der Bildungsförderung deutlich werden. Vom 1. Juli bis zum 15. Juli wird sie dazu in Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten in ganz Deutschland zu Gast sein. „Gute Bildung – vom Kindergarten über Schule, Ausbildung und Studium bis zur Weiterbildung – ist der Schlüssel für Teilhabe und sozialen Aufstieg jedes einzelnen Bürgers. Zugleich ist sie die Grundlage für den Erfolg unseres Landes. Denn: Bildung schafft Wohlstand und Wachstum.“, sagte Wanka.

Die Sommerreise wird am 1. Juli 2013 um 12 Uhr im Kinder- und Jugendzirkus  „CABUWAZI Springling“ in Berlin-Marzahn starten. Dort erfahren Kinder und Jugendliche  auf spielerische Art und unter professioneller Begleitung einen Zugang zur Akrobatik. Durch die abschließende Präsentation in der Zirkusmanege wird ihr Selbstvertrauen gestärkt. Der Kinder- und Jugendzirkus „CABUWAZI Springling“ wird aus dem neuen BMBF-Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ gefördert. Wanka besucht damit erstmals ein lokales Bündnis für Bildung bei seiner Arbeit.

Durch die Initiative „Lernen vor Ort“, die das BMBF gemeinsam mit deutschen Stiftungen 2009 ins Leben gerufen hat, werden die Bildungsangebote in Kommunen besser aufeinander abgestimmt und sinnvoll miteinander vernetzt. In diesem Rahmen besucht die Bundesbildungsministerin am 2. Juli um 9.30 Uhr das Projekt „Lesestark!“ in Dresden und wird in den Staatlichen Kunstsammlungen Kindern vorlesen. Am selben Tag wird Wanka um 13 Uhr in Leipzig an der Pressekonferenz zur Eröffnung der 42. Berufsweltmeisterschaft (WorldSkills) teilnehmen und diese am Abend eröffnen. Über 55 Staaten aus allen Weltregionen senden die besten jungen Berufsexperten ihres Landes nach Leipzig. Begleitet werden diese rd. 1.000 Jugendlichen von rund 3.000 Mitgliedern der Nationalteams. Sie werden sich in über 45 Berufen – vom Konditor und Landschaftsbauer bis zum KFZ-Mechatroniker und IT-Spezialisten – miteinander messen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt gemeinsam mit dem Land Sachsen und dem Europäischen Sozialfonds dieses Großevent der beruflichen Bildung. Am 7. Juli um 18 Uhr wird Wanka an der Medaillenübergabe im Rahmen der Abschlussveranstaltung teilnehmen.

In der Kindertagesstätte „Paulus“ in Hannover informiert sich die Ministerin am 5. Juli um 8 Uhr  über den Stand des Ausbaus der Initiative „Haus der kleinen Forscher“. Derzeit können sich in 228 lokalen Netzwerken insgesamt 26.409 Einrichtungen am Programm der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ beteiligen. Gemeinsam mit dem Vorstand der Stiftung überreicht die Ministerin die Plakette und die Urkunde „Haus der kleinen Forscher“ als Zeichen der erfolgreichen Zertifizierung der Kita „Paulus“.

Am 8. Juli besucht Wanka um 11.30 Uhr das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium in Dresden und trifft sich dort mit Vertretern des Spitzenclusters für Energieeffizienz in der Mikro- und Nanoelektronik „Cool Silicon“. Ihr wird ein Exemplar der kürzlich fertiggestellten Broschüre NanoScout überreicht, die im Rahmen des vom BMBF-geförderten sächsischen Spitzenclusters erstellt wurde. Der NanoScout ist ein unterrichtsergänzendes Informationsmaterial, das Schüler ab der Klassenstufe 8 in die Grundlagen der Halbleiterelektronik und der Chipherstellung einführt und für eine berufliche Laufbahn in der Mikroelektronik begeistern soll. Am selben Tag besucht Wanka um 15.30 Uhr das Projekt Professional.Bauhaus (ProfBau) an der Bauhaus-Universität Weimar. Dies ist eines der Vorzeigeprojekte des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“, für welches das BMBF in zwei Wettbewerbsrunden bis 2020 insgesamt 250 Mio. € zur Verfügung stellt. Ziel des Wettbewerbs ist die Entwicklung und Erprobung von speziell auf Zielgruppen der Berufstätigen, Personen mit Familienpflichten oder Berufsrückkehrer/innen zugeschnittenen Angeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen.

Im Jüdischen Museum Berlin nimmt Wanka am 9. Juli ab 9.30 Uhr an der Pressekonferenz und der anschließenden Konferenz „Public History of the Holocaust – Historical Research in the Digital Age“ im Jüdischen Museum in Berlin teil. Im Zentrum der Konferenz stehen die Möglichkeiten, die digitale Forschungsinfrastrukturen für die Geisteswissenschaften bieten. Hierzu werden Einblicke in die aktuelle Holocaustforschung gewährt, bei der der Onlinezugang zu digitalen Quellen und die gemeinsame Arbeit in einer virtuellen Forschungsumgebung wesentlich für die Forschungsergebnisse sind. Am selben Tag wird Wanka um 14.30 Uhr im Rathaus Neubrandenburg im Rahmen der Kampagne „Lesen & Schreiben - Mein Schlüssel zur Welt“ das Thema funktionaler Analphabetismus Erwachsener in Deutschland diskutieren. Dort wird auch eine multimediale Ausstellung zu diesem Thema eröffnet.

Am 11. Juli 2013 wird die Ministerin zwei überbetriebliche Ausbildungsstätten (ÜBS) in Nordrhein-Westfalen besuchen. Zunächst wird sie um 9 Uhr beim Bildungszentrum Butzweilerhof in Köln Station machen. Die von der Handwerkskammer Köln betriebene ÜBS ist eine multifunktionale Bildungsstätte, die neben der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) auch seit Beginn des „Berufsorientierungsprogramms in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten“ (BOP) aktiv ist. Um 14 Uhr wird Wanka an der Festveranstaltung der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH in Ahaus teilnehmen. Unter dem Motto „Wir machen unser Haus zukunftsfest!“ hat die überbetriebliche Bildungsstätte, die auch am Berufsorientierungsprogramm teilnimmt, umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, deren Abschluss mit einem Fest begangen werden soll.

Am 15. Juli schließlich wird die Bundesbildungsministerin um 10 Uhr die Hochschule Merseburg besuchen, an der sie von 1994 bis 2000 Rektorin war. Sie wird sich über Projekte der Hochschule für Schülerinnen und Schüler im Bereich der Natur- und Technikwissenschaften informieren und den 100.000sten Teilnehmer des Projekts „Chemie zum Anfassen“ auszeichnen. Seit Januar 1997 führen in diesem Projekt Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersklassen aus fast allen Bundesländern Laborpraktika durch.

Alle Termine sind presseöffentlich, bieten meist geeignete Foto- und Videoaufnahmemöglichkeiten und können vielfältig begleitet werden. Bei Fragen zu den einzelnen Terminen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des BMBF, Tel. 030-18-575050 oder presse@bmbf.bund.de. Hier können Sie sich auch anmelden.

Weitere Informationen und eine Übersicht über alle Termine der Sommerreise finden Sie unter http://www.bmbf.de/de/22098.php