Was lesen Sie eigentlich wirklich so den ganzen Tag?

5 Fragen an Bundesministerin Johanna Wanka. Gestellt in der taz vom 10. Oktober 2015.

Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

taz: Was lesen Sie eigentlich wirklich so den ganzen Tag?

Johanna Wanka: Tagsüber arbeite ich. Das heißt, ich lese viele Vermerke und Berichte. Spät abends, oft auf dem Heimweg im Auto, lese ich gern Koch- und Wohnzeitschriften. Dabei kann ich gut abschalten und entspannen.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch, und wie lange liegt es dort schon?

Auf meinem Nachttisch liegen keine Bücher, sondern Studien, für die ich tagsüber keine Zeit habe. So jetzt über die "Überforderte Generation".

Für welche Lektüre schämen Sie sich?

Für gar keine!

Welcher Schund hat Sie am meisten nach vorn gebracht?

In meiner Jugend habe ich alles gelesen, was mir in die Finger kam. Da war auch viel Schund dabei, etwa die "Trotzkopf"-Serie. Aber ich habe dabei auch gelernt, wirklich gute Literatur von schlechter zu unterscheiden. Deshalb habe ich auch von diesen Büchern letztlich profitiert.

Welches Buch haben Sie zuletzt wütend in die Ecke geschmissen?

Ich hasse Krimis, bei denen die Magenschmerzen des Kommissars wichtiger sind als die Enttarnung und Suche nach dem Täter.