Weg frei für den Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“

Der Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“ kann zum 1. Januar 2021 starten. Dafür hat die GWK den Weg freigemacht. Der Bund stellt dafür von 2021 bis 2023 jährlich 1,88 Milliarden Euro und ab 2024 dauerhaft jährlich 2,05 Milliarden Euro bereit.

Professorin die vor Studenten spricht

Mit dem Zukunftsvertrag als Nachfolge des Hochschulpakts 2020 verbessern Bund und Länder gemeinsam die Qualität von Studium und Lehre an den Hochschulen – flächendeckend und dauerhaft.

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Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat heute die Verpflichtungserklärungen der Länder zur Umsetzung des Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken in den Jahren 2021 bis 2027 zur Kenntnis genommen. Damit ist der letzte Schritt auf dem Weg zum Start des Zukunftsvertrags am 1. Januar 2021 getan. In ihren Verpflichtungserklärungen legen die Länder nach Konsultationen mit dem Bund individuell die Schwerpunkte und Maßnahmen fest, mit denen sie die Ziele des Zukunftsvertrags in den kommenden Jahren erreichen wollen. Mehr dazu lesen Sie hier. Mehr dazu lesen Sie hier. (Pressemitteilung der GWK)

Hintergrund

Im Rahmen des Zukunftsvertrags stellt der Bund von 2021 bis 2023 jährlich 1,88 Mrd. Euro und ab dem Jahr 2024 dauerhaft jährlich 2,05 Mrd. Euro bereit. Die Länder stellen zusätzliche Mittel in derselben Höhe zur Verfügung, sodass durch den Zukunftsvertrag bis 2023 jährlich eine gemeinsame Milliardeninvestition in Höhe von rund 3,8 Mrd. Euro und ab 2024 jährlich insgesamt 4,1 Mrd. Euro zur Förderung von Studium und Lehre zur Verfügung stehen wird.

Nationale Forschungsdateninfrastruktur

Darüber hinaus hat die GWK die Förderung von neun Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) beschlossen. Damit hat sie eine weitere Weiche für den NFDI-Aufbau gestellt. Welche Konsortien gefördert werden, lesen Sie hier. (Pressemitteilung der GWK)

Hintergrund

Für Aufbau und Förderung der NFDI werden Bund und Länder vorbehaltlich der Mittelbereitstellung durch ihre gesetzgebenden Körperschaften von 2019 bis 2028 jährlich bis zu 90 Millionen Euro im Endausbau bereitstellen, hiervon bringt der Bund 90 Prozent auf, 10 Prozent der Kosten tragen die Länder.

Leibniz-Forschung gestärkt

Mit einem weiteren Beschluss hat die GWK heute die Leibniz-Forschung gestärkt: Das Institut für Verbundwerkstoffe GmbH in Kaiserslautern wird in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen. Zudem hat sie beschlossen, das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere – in Bonn durch Zusammenführung mit dem Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg zu einem Leibniz-Institut für die Analyse des Biodiversitätswandels auszubauen. Der Entscheidung liegen entsprechende Empfehlungen des Senats der Leibniz-Gemeinschaft und des Wissenschaftsrates, der die Einrichtungen evaluiert hat, zugrunde. Mehr zum Thema lesen Sie hier (Pressemitteilung der GWK).

Hintergrund

Die Leibniz-Gemeinschaft umfasst gegenwärtig 97 außerhochschulische Forschungs- und
Infrastruktureinrichtungen von nationaler Bedeutung und Alleinstellung. Die Forschungs-einrichtungen sind auf Forschungsfeldern tätig, welche eine langfristig angelegte Bearbeitung erfordern, in der Regel interdisziplinär ausgerichtet sind und sich wegen ihres Umfangs, ihrer langfristigen Anlage oder ihrer Inhalte nur außeruniversitär umsetzen lassen. Bund und Länder fördern die Leibniz-Einrichtungen 2020 mit rund 1,28 Milliarden Euro.