Weiterbildung an Hochschulen für die Arbeitswelt der Zukunft

Bundesbildungsministerin Wanka würdigt wissenschaftliche Weiterbildung als dringliches Erfordernis für den Innovationsstandort Deutschland und als Pionierfeld der digitalen Hochschulbildung.

Bundesministerin Johanna Wanka eröffnet die Veranstaltung
© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Was heute eine technische Neuheit ist, kann morgen schon überholt sein. Um dieser Innovationsdynamik des Weltmarktes gewachsen zu sein, brauchen Unternehmen Spezialisten, die sich regelmäßig weiterbilden. Viele Hochschulen bieten daher wissenschaftliche Weiterbildungen an – damit Spezialisten mit dem hohen Tempo der technologischen Entwicklung mithalten können. Der Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ hat der wissenschaftlichen Weiterbildung in den letzten sechs Jahren einen erheblichen Schub versetzt: Im Hochschulsystem sind in der Kooperation zwischen Hochschulen, Unternehmen und außeruniversitären Einrichtungen eine Vielzahl und Vielfalt an Weiterbildungsangeboten und Netzwerkstrukturen entstanden. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka würdigte anlässlich der Tagung zum Abschluss der ersten Wettbewerbsrunde den Beitrag wissenschaftlicher Weiterbildungen für den Innovationsstandort Deutschland.

„Um die Innovationsfähigkeit unseres Landes sicherstellen und Individuen Aufstiegs- und Entwicklungschancen zu eröffnen, brauchen wir ganz neue Weiterbildungsangebote – nicht nur in der beruflichen Bildung, sondern auch an Hochschulen. Die Ergebnisse beim Wettbewerb ‚Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen‘ zeigen, dass wissenschaftliche Weiterbildung einen hohen Stellenwert für den Erhalt des Innovationsstandorts Deutschland besitzt und sich zu einem Pionierfeld der digitalen Hochschulbildung entwickelt hat. Von den Ergebnissen profitieren die Hochschulen, die sich neue Zielgruppen erschließen, die Unternehmen, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifiziert werden, und vor allem die Menschen, die sich mithilfe der flexiblen und bedarfsgerechten Angebote fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft machen können“, sagte Wanka bei der Eröffnung der Tagung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Länder fördern seit 2011 über 70 Projekte für innovative und nachfrageorientierte Weiterbildungsangebote an Hochschulen, auch in Kooperation mit außerhochschulischen Einrichtungen. Inzwischen sind bereits mehr als 100 Studienangebote mit unterschiedlichen Formaten an Hochschulen entstanden. Darunter finden sich berufsbegleitende Bachelor-Studiengänge für beruflich Qualifizierte und allgemein für Berufstätige, berufsbegleitende Master-Studiengänge, Zertifikatsangebote und einzelne Module sowie Beratungsangebote. Das fachliche Spektrum der Angebote ist breit. Die Studiengänge reichen von der Pflegewissenschaft und sozialen Gerontologie über Wirtschaftsprüfung und Unternehmensführung bis hin zu Informatik und IT-Sicherheit.

Bei der Tagung zu „Stand und Perspektiven für die nachhaltige Etablierung wissenschaftlicher Weiterbildung“ standen sowohl die vielfältigen Ergebnisse der geförderten Projekte im Vordergrund als auch die Zukunftsfragen, wie eine wirklich nachhaltige und breite Implementierung innovativer und innovationsförderlicher Angebote der wissenschaftlichen Weiterbildung gelingen kann – damit Deutschland auch in Zukunft einer der weltweit führenden Innovationsstandorte bleibt.