Wie „Felix the Robot“ das Fühlen lernt

Künstliche Intelligenz erforschen, anfassen, ausprobieren: Das können Interessierte nun in der Mall Bikini Berlin. Bis zum 14. September zeigt das BMBF dort interaktive KI-Exponate – vom KI-Quiz bis zu Roboter Felix, der Emotionen spiegeln kann.

Der designierte BMBF-Staatssekretär Wolf-Dieter Lukas testet "Felix the Robot" in der Ideenschmiede KI. Felix kann die Mimik seines Gegenübers spiegeln.

© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Ob wütend, erstaunt, traurig oder glücklich: Seine Emotionen kann Felix nicht verbergen. Obwohl ihm Gefühle völlig fremd sind, stehen sie ihm stets ins Gesicht geschrieben. Felix ist ein Roboter, der live die Mimik seines Gegenübers widerspiegeln kann. Möglich machen das eine Kamera in seiner Stirn und intelligente Sensoren, mit denen er menschliche Regungen und Emotionen analysieren kann. Heute hat es Felix mit einer Flut der Gefühle zu tun: Erst ein neugieriger Blick, dann Erstaunen, später ein ungläubiges Lächeln – denn er ist Teil der Ausstellung „Ideenschmiede KI“, die der designierte BMBF-Staatssekretär Wolf-Dieter Lukas jetzt in der Mall Bikini Berlin eröffnet hat.

Innovationen zu unserem Vorteil nutzen

Öffnungszeiten der Ausstellung „Ideenschmiede KI“

5. bis 14. September, 10 bis 20 Uhr (außer Sonntags), Pop-up-Box 15, Bikini Berlin, Budapester Str. 38-50, 10787 Berlin

Der Eintritt ist frei. 

Anfassen, ausprobieren, erforschen: Darum geht es bei der Ausstellung, die bis zum 14. September in Berlin zu sehen ist. Sie ist eine Aktion im Wissenschaftsjahr „Künstliche Intelligenz“ des Bundesforschungsministeriums. Ziel des Wissenschaftsjahres ist der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Denn die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens müssen immer die Richtschnur aller technischen Entwicklungen sein. „Wie wir Innovationen zu unserem Vorteil nutzen und wo deren Grenzen liegen – dazu wollen wir mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen“, sagt Lukas bei der Eröffnung.

Entlastung im Alltag durch KI

Neben Wolf-Dieter Lukas und KI-Forschenden können die Besucherinnen und Besucher auch mit den Maschinen ins Gespräch kommen. So gibt etwa der „Chatbot-Intelligenz“ Antworten zur eigenen Technologie. Er möchte Gesprächsanlass und -partner zugleich sein. „Redet lieber mit mir, statt über mich“, lautet sein Motto. Ähnlich sehen es Pepper und Nao. Im sogenannten „Robotikum“ zeigen die beiden humanoiden Roboter ihr Können – von der Motorik über die Sprachverarbeitung bis hin zur Bilderkennung. Die beiden Roboter haben ein Ziel: In Workshops wollen sie junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistern. Aber mehr noch: Eines Tages könnten sie uns im Alltag entlasten – etwa in der Altenpflege.

Anpacken mit dem Roboteranzug

Entlastung im Alltag: Das verspricht auch das „KI.XOSKELETT“. Die aktive Knie-Orthese der HTWK Leipzig soll durch Künstliche Intelligenz das Treppensteigen erleichtern. Sensoren erkennen während des Gehens automatisch, ob eine Treppe hinauf oder hinab gestiegen wird und verstärken die dafür aufgewendete Muskelkraft individuell durch einen kleinen Motor. Besucherinnen und Besucher können sich von der Treppensteighilfe selbst ein Bild machen – und erleben, wie es ist, mit einer Maschine zu verschmelzen…

KI-Wissensquiz: Wer weiß mehr?

Angst brauchen sie davor nicht zu haben – auch wenn in Hollywood-Filmen oft das Gegenteil behauptet wird. Doch was ist dran, an den Mythen rund um die KI? Das können die Besucherinnen und Besucher im interaktiven Wissensquiz „KIMBA“ testen. Hier können jeweils zwei Spieler gegeneinander antreten: Wer weiß mehr über KI-Begriffe, Anwendungsfelder und Mythen? Finden Sie es selbst heraus.