Wie kann ich nachhaltig mobil bleiben?

Wie kann ich nachhaltig mobil bleiben? Was bringt Homeoffice? Was kann ich tun, wenn ich nicht auf das Auto verzichten kann? In unserer FAQ-Reihe lesen Sie, was wir alle tun können, um unser Leben nachhaltig zu gestalten.

Radfahrer im Straßenverkehr
Radfahrer im Straßenverkehr © pixabay/Volker Schnaebele

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit. Kein Land der Welt kann diese Herausforderung alleine meistern: Deutschland setzt sich daher während seiner EU-Ratspräsidentschaft dafür ein, dass Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt wird. Forschung und Bildung sind dafür entscheidend - ebenso wie der Lebensstil von uns allen. Was jeder von uns zum Klima- und Umweltschutz beitragen kann, lesen Sie in unserer FAQ-Reihe: Wie kann ich nachhaltige leben?

Nachhaltig mobil? Was wissen wir?

Was kostet uns das Autofahren wirklich?

Die eigenen Autokosten werden systematisch verzerrt wahrgenommen. Üblicherweise werden nur die sogenannten Out-of-pocket-Kosten, also die Kosten des Tankens und des Parkens sowie manchmal noch die Straftickets, in der persönlichen Kostenbilanz eingerechnet. Die Versicherung und die Kfz-Steuer oder gar der Wertverlust finden dagegen kaum Berücksichtigung. So liegt die persönliche Kostenberechnung im Durchschnitt ungefähr bei der Hälfte der tatsächlichen Kosten [1][2].

Die Bereitschaft, sich bei den Autokosten etwas vorzumachen, ist offenbar groß. Es gibt jedoch Berechnungstools auf verschiedenen Portalen, die uns kostenseitig die Augen öffnen, beispielsweise vom ADAC (2020) oder vom VCD (2020).


[1] Andor, M.; Gerster, A.; Gillingham, K.; Horvath, M. (2020): Running a Car Costs Much More Than People Think – Stalling the Uptake of Green Travel. Nature 580: 453-455. DOI: 10.1038/d41586-020-01118-w. Abrufbar unter: https://media.nature.com/original/magazine-assets/d41586-020-01118-w/d41586-020-01118-w.pdf (28.09.2020)

[2] Canzler, W. (2000): Das Auto im Kopf und vor der Haustür: zur Wechselbeziehung von Individualisierung und Autonutzung. In: Soziale Welt, 51. Jg., Heft 2, S. 191-207.

Wie lang sind die Wege, die wir durchschnittlich zurücklegen?

Lange Wege sind in der Alltagsmobilität eher selten, meistens bewegen wir uns im nahen Umfeld. Trotzdem wird auch die Nahraummobilität von Autofahrten beherrscht. Sechzig Prozent aller Wege unter fünf Kilometer legen wir in Deutschland mit dem Auto zurück. Sogar die Wege unter zwei Kilometer Länge, also ideale Wegelängen für das Fahrrad oder für das Zufußgehen, werden zu 47 Prozent mit dem Auto bewältigt.

Die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind übrigens gering. Das bestätigen die Zahlen aus der jüngsten Erhebung „Mobilität in Deutschland“ [1]. Da zeigt sich zum einen der „Aufforderungscharakter“ des teuren Autos, das als Investition und bisweilen immer noch als Statussymbol vor der Tür steht. Zum anderen wird das Auto meistens routinemäßig genutzt. Kaum jemand entscheidet ganz bewusst, welches Verkehrsmittel für welchen Weg sinnvoll ist. Verkehrshandeln ist Routinehandeln [2].


[1] Follmer, R. (2019): Mobilität in Deutschland – MiD Wegeerfassung im Etappenkonzept. Studie von infas, DLR und IVT im Auftrag des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur (FE-Nr. 70.904/15). Bonn, Berlin. Abrufbar unter: www.mobilitaet-in-deutschland.de (28.09.2020)

[2] Canzler, W. (2000): Das Auto im Kopf und vor der Haustür: zur Wechselbeziehung von Individualisierung und Autonutzung. In: Soziale Welt, 51. Jg., Heft 2, S. 191-207.

Was bringt das Homeoffice?

Tägliches Pendeln ist für Viele selbstverständlich und nicht selten mit erheblichen Belastungen verbunden. Seit der Corona-Pandemie hat sich jedoch viel geändert. Der Lockdown hat gezeigt, dass etliche Arbeitsprozesse auch ohne Präsenz im Büro organisiert werden könnten. Das DIW hatte schon vor dem Lockdown im Frühjahr 2020 ausgerechnet, dass rund 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten prinzipiell ortsungebunden arbeiten könnten [1].

Das im Frühjahr zwangsweise eingeleitete Realexperiment hat nun gezeigt, dass dies tatsächlich funktioniert. In vielen Branchen sind nicht nur Tätigkeiten auf der strategischen Entscheidungsebene, sondern auch eine Vielzahl von Tätigkeiten des laufenden Tagesgeschäfts durch digitale Vernetzungen möglich. Nach Umfragen des WZB gemeinsam mit infas im vom BMBF geförderten Forschungsvorhaben MOBICOR ist davon auszugehen, dass eine Rückkehr zur „alten“ Arbeitswelt nicht wahrscheinlich ist und dass sich Arbeitnehmende und Arbeitgeber auf ein hohes Maß an flexiblen Arbeitsort- und Arbeitszeitmodellen einigen werden [2].

Das bedeutet, dass die Fahrtanlässe zurückgehen werden. Vermutlich wird nur noch 80 Prozent der ursprünglichen Pendlerbewegungen erreicht werden. In besonders betroffenen Verflechtungsräumen ist zudem mit einer zeitlichen Entzerrung zu rechnen, wenn die Beschäftigten erst gegen mittags an ihrem Büroarbeitsplatz erscheinen, um beispielsweise lediglich an einer Besprechung teilzunehmen. Dann können auch die Kapazitäten von Regional- und Vorortzügen besser genutzt werden. Die Effekte sind für den Verkehr durchaus relevant, für die Lebensqualität der Pendelnden allemal: Wird nur durchschnittlich ein Tag pro Woche zuhause oder an einem günstig zu erreichenden „dritten Ort“, z. B. in einem Co-Working-Büro am Stadtrand gearbeitet, bedeutet das schon 20 Prozent weniger Pendelkilometer [3].

MOBICOR ist ein Projekt der Sozial-ökologischen Forschung des BMBF.


[1] DIW (2019): „Home-Office: Nicht in der Bequemlichkeit verharren“, Kommentar von Karl Brenke, in: DIW-Wochenbericht 11/2019. Arufbar unter: https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.616825.de/19-11.pdf (28.09.2020)

[2] Follmer, R.; Schelewsky, M. (2020): Mobilitätsreport 02, Ergebnisse aus Beobachtungen per repräsentativer Befragung und ergänzendem Mobilitätstracking bis Ende Juni, Ausgabe 30.07.2020, Bonn, Berlin, mit Förderung des BMBF. Abrufbar unter: https://www.infas.de/fileadmin/user_upload/MOBICOR_Mobilit%C3%A4tsreport_2_202008017.pdf (28.09.2020)

[3] Hammermann, A.; Voigtländer, M. (2020): Bürobeschäftigte in Deutschland. In: IW trends 2/2020, Vierteljahresschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung. 47. Jg., Köln. Abrufbar unter: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/IW-Trends/PDF/2020/IW-Trends_2020-03-04_Hammermann-Voigtländer.pdf (28.09.2020)

Warum ist der Ausstoß von CO2 im Verkehr heute fast genauso hoch wie 1990?

Zum einen sind immer mehr Fahrzeuge auf die Straßen gekommen: Allein zwischen 2014 und 2019 stieg die Zahl der zugelassenen Pkw von 43,9 Millionen auf 47,1 Millionen, während die Bevölkerung lediglich um 1,2 Millionen zunahm. Zum anderen sind die Fahrzeuge in den letzten Jahrzehnten ständig größer, schwerer und schneller geworden. Ein großer Teil der Effizienzgewinne bei den Antrieben, den eingesetzten Materialien und bei der Windschnittigkeit wurde so wieder „aufgefressen“. In dem besagten Zeitraum stieg der Anteil der besonders schweren und hohen SUVs von jährlich knapp 300.000 Zulassungen auf über 760.000 [1]. Abgesehen von diesen Verschiebungen zwischen den Fahrzeugsegmenten ist festzustellen: von Downsizing kann keine Rede sein, fast alle Fahrzeugmodelle wurden – und werden – mit jedem Facelift größer, schwerer und PS-stärker.


[1] Destatis (2020): Anzahl der Verkäufe von SUV in Deutschland von 2001 bis 2020. Abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/322234/umfrage/suv-neuzulassungen-in-deutschland/ (28.09.2020)

Was ist klimafreundlicher? Ein Auto? Ein Wasserstoff-Auto? Oder in Verbrenner mit synthetischem Kraftstoff?

Generell gilt: Jedes neu produzierte Auto geht mit einem massiven Bedarf an fossilen Ressourcen und hohen CO2-Emissionen in der Produktion einher. Dabei ist die Herstellung von E-Autos derzeit sogar fast doppelt so CO2-intensiv wie die Herstellung eines vergleichbaren Verbrenners. Deswegen ist der Kauf eines Neuwagens nur dann sinnvoll, wenn dadurch keine „unnötigen“ Autos gekauft werden. Ein klimafreundliches Auto als Zweitwagen schadet dem Klima mehr, als dass es ihm nutzt.

Steht der Kauf eines Neuwagens allerdings ohnehin auf dem Programm, sind E-Autos derzeit tatsächlich die klimafreundlichste Alternative. So benötigen E-Autos weit weniger Erneuerbare Energie als Wasserstoff-Autos oder Autos, die mit synthetischen Kraftstoffen angetrieben werden [1]. Generell weisen Elektromotoren einen um ein Mehrfaches höheren Wirkungsgrad auf als Verbrennungsmotoren (circa 90 Prozent gegenüber 30 bis 45 Prozent). Zudem entstehen bei der Herstellung von Wasserstoff und synthetischem Kraftstoff erhebliche energetische Umwandlungsverluste.

Trotzdem werden Grüner Wasserstoff und wasserstoffbasierte Kraftstoffe gebraucht, um den Verkehr in Deutschland klimafreundlicher zu gestalten. Entsprechend widmet sich die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung explizit auch dem Verkehrssektor. Wasserstoff-Lösungen sollen vor allem dort zum Einsatz kommen, wo derzeit noch keine klimafreundlichen Alternativen bestehen. Also im Schiffsverkehr, im Flugverkehr sowie im Reise- und Schwerlastverkehr.

Für eine schnelle und kostengünstige Dekarbonisierung des Straßenverkehrs ist die direkte Nutzung von Erneuerbarem Strom in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen allerdings die erste Wahl [2]. Wobei auch hier gilt, dass ein E-Auto stets nur so sauber ist wie der Strom, mit dem es angetrieben wird. Zudem kann es wegen der CO2-intensiven Produktion von E-Autos je nach Modell einige Jahre dauern, bis diese tatsächlich eine bessere CO2-Bilanz aufweisen als Verbrenner.


[1] Agora Verkehrswende; Agora Energiewende; Frontier Economics (2018): Die zukünftigen Kosten strombasierter synthetischer Brennstoffe, Studie. Berlin, 2018. Abrufbar unter: https://www.agora-energiewende.de/fileadmin2/Projekte/2017/SynKost_2050/Agora_SynCost-Studie_WEB.pdf (28.09.2020)

[2] Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (2020): Einsatzmöglichkeiten unter realen
Rahmenbedingungen, 2. Kurzbericht der Arbeitsgruppe 2: Alternative Antriebe
und Kraftstoffe für Nachhaltige Mobilität. Abrufbar unter: https://www.plattform-zukunft-mobilitaet.de/wp-content/uploads/2020/06/NPM-AG-2_Einsatzm%C3%B6glichkeiten-unter-realen-Rahmenbedingungen.pdf (28.09.2020)

Gibt es recycelbare Fahrzeuge?

Recycelbare Fahrzeuge sind die Autos der Zukunft. Wobei BMBF-Forschende lieber davon sprechen, dass diese Fahrzeuge kreislauffähig sind. Wie das funktionieren kann, erproben Fahrzeugingenieure und ingenieurinnen und Forschende derzeit u.a. im BMBF-Forschungsprojekt „Kosel“. Aus leichten und dennoch robusten Materialien wie Glasfaser oder Kohlefaser konstruieren sie die Teile, die ein Elektroauto fahrbar machen: Fahrwerk, Achsen, Batteriegehäuse - in der Fachsprache: kreislauffähige E-Fahrzeugplattform. Das spart bereits in der Herstellung Material. Statt nach 15 Jahren verschrottet zu werden, kann solch ein E-Mobil rund 30 Jahre fahren. Die Praxistauglichkeit testet bereits während der Forschungen ein Car-Sharing-Unternehmen.

Mehr zum Projekt Kosel lesen Sie hier.

Nachhaltig mobil? Was kann ich tun?

Wie kann ich nachhaltig mobil bleiben?

Generell gilt: Verzichten Sie möglichst häufig auf alles, was motorisiert ist: Fliegen sie möglichst selten, fahren Sie möglichst selten mit dem Auto, verzichten Sie auf Kreuzfahrtreisen.

Gerade in Innenstädten ist der Verzicht aufs Auto besonders sinnvoll: So fällt die Ökobilanz kurzer Autofahrten so schlecht aus, dass sie andere Bemühungen für ein nachhaltiges Leben wie beispielsweise Fleischverzicht oder Müllreduktion zunichtemachen können.

Große Energie- und Abgas-Einsparungen sind zudem im Urlaub möglich. Auf An- und Abreise entfallen hier im Schnitt drei Viertel der urlaubsbedingten Treibhausgase. Am klimafreundlichsten ist der Urlaub daheim, es folgt die Anreise mit Bus und Bahn. Daher lohnt es sich, gleich bei der Reisebuchung auf eine günstige ÖPNV-Anbindung zu achten.

Wer trotzdem unbedingt fliegen möchte, kann bei vielen Airlines das durch den Flug entstehende CO2 durch eine Zusatzzahlung kompensieren. Das heißt: Der eigene Anteil an den CO2-Emissionen des Flugs wird beispielsweise durch eine Zahlung an Klimaschutzprojekte ausgeglichen, die dann z. B. durch Aufforstung zur CO2-Minderung beitragen.

Was kann ich tun, wenn ich auf dem Land wohne und nachhaltig mobil sein will?

Viel freie Fläche und Natur, doch manchmal weite Wege zu Ärzten, Läden und Co: Damit es dafür auch auf dem Land nicht unbedingt einen eigenen Pkw braucht, haben Forschende in verschiedenen BMBF-Projekten mobile Netze geknüpft. Eines davon: Ein Bürgerbus-System. Ehrenamtliche Chauffeure und Chauffeurinnen steuern Kleinbusse und Pkw im festen Linienbetrieb und bei Bedarf. Der Fahrdienst verkehrt zur nächsten Bus- oder Bahn-Haltestelle oder an zentrale Orte. In ländlichen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg werden solche Modelle praktiziert bzw. erprobt. Diese nachhaltige Mobilität funktioniert auch im Waren-Transfer. Einmal mit Fahrgästen unterwegs, bringen die mobilen Ehrenamtlichen auch Einkäufe oder Pakete an festgelegte Stationen.

Projekte:

Was kann ich tun, wenn ich nicht auf das Auto verzichten kann?

Beispielsweise, indem Sie Ihr Auto nur dann nutzen, wenn es keine Alternative gibt. Wie das funktionieren kann, zeigt unter anderem das Konzept der intermodalen Mobilität: Statt den gesamten Weg zur Arbeit mit dem Auto zurückzulegen, ist es besser, mit dem PKW zum nächsten Bahnhof zu fahren, dort in einen Zug zu steigen und am Ankunftsort die letzten Meter mit einem Leihfahrrad oder zu Fuß zurückzulegen [1]. Entsprechende Apps helfen dabei, den Arbeitsweg möglichst klimafreundlich zu gestalten.

Ebenso gut fürs Klima: Gar nicht zur Arbeit fahren. Wo immer Homeoffice möglich ist, spart jeder gesparte Arbeitsweg am Ende auch CO2 und fossile Ressourcen[2]: Würden nur 40 Prozent der Berufstätigen an zwei Tagen die Woche im Home Office arbeiten, ließe sich der CO2-Ausstoß im Verkehr nach Berechnungen des Berliner Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung um 5,4 Tonnen senken. [3]

Eine weitere Möglichkeit das Auto nachhaltig zu nutzen ist die Bildung von Fahrgemeinschaften zur Arbeit. Diese gehen zwar mit einem erhöhten Planungsaufwand einher, können die CO2-Bilanz von Autofahrten allerdings erheblich verbessern[4].


[1] Rudolph Frederic; Thorsten Koska, Clemens Schneider (2017): Verkehrswende für Deutschland. Der Weg zu CO2-freier Mobilität bis 2035, Wuppertaler Institut im Auftrag von Greenpeace, online unter: https://wupperinst.org/fa/redaktion/downloads/projects/Mobilitaetsszenario_2035_Langfassung.pdf

[2] Umweltbundesamt (2019): Ökologische und ökonomische Potenziale von Mobilitätskonzepten in Klein- und Mittelzentren sowie dem ländlichen Raum vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, Abschlussbericht, online unter: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/oekologische-oekonomische-potenziale-von

[3] IZT, Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (2020): Arbeiten nach Corona. Warum Homeoffice gut fürs Klima ist. Studie im Auftrag von Greenpeace, online unter: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/s03091_gp_home_office_studie_08_2020_dt_fly_fin_04.pdf

[4] Wir leben nachhaltig (o.D.): E-Mobilität & Carsharing. Nachhaltig mobil sein, online unter: https://www.wir-leben-nachhaltig.at/unsere-tipps/mobilitaet-verkehr/nachhaltig-mobil-sein-modal-split/

Wie kann ich als Vielfahrer einen Beitrag leisten?

Mitfahr-Homepages und Apps sind eine gute und schnelle Adresse, wenn jemand Mitfahrende sucht. Noch nachhaltiger: Menschen aus der Nachbarschaft. Über Online-Plattformen können Fahrdienste auf Abruf angeboten werden. So können Vielfahrer und -fahrerinnen zum Beispiel älteren Menschen helfen, sie zu Arztbesuchen fahren oder zu Einkäufen mitnehmen. Wie solch eine Plattform funktioniert und wie ein mobiles Mitfahrsystem aufgebaut werden kann, haben BMBF-Forschende auf dieser Homepage zusammengestellt: https://www.buergerbus-bw.de

Werden E-Cargobikes nachhaltig produziert? Wie sieht die Ökobilanz aus?

Fachhändler wissen genau, woher ihre E-Bikes oder E-Cargobikes stammen und wie sie produziert wurden. Dass diese umweltfreundlichen Fahrzeuge auch lange und nachhaltig genutzt werden können, ist derzeit Gegenstand mehrerer BMBF-Forschungsprojekte.

Im Projekt „Lifecycling2 etwa verlängert ein Forschungsteam die Lebensdauer von Akkus – und erprobt, wie auch die kompletten Räder weiter- und wiederverwertet werden können. Dazu bauen sie etwa einen Reparatur-Service auf und erforschen universell einsetzbare E-Cargo-Bauteile.

Im Projekt „LEVmodular“ entstehen muskelkraft-elektrisch betriebene Leichtfahrzeuge, die sich auf unterschiedliche Weise nutzen lassen: beispielsweise als Transporter, Cafe- oder Marktstand. Auch diese multifunktionale Nutzung ist nachhaltig, zumal die Fahrzeuge aus einem universellen langlebigen Bauteil-System bestehen.