Wissenschaft macht Europa zukunftsfähig

Der 9. Mai 1950 gilt als Geburtstag der Europäischen Union. Die Grundidee ist aktueller denn je: Zusammenhalt macht Europa erfolgreich. Im Europäischen Forschungsraum (EFR) mobilisiert Europa die klügsten Köpfe, um ambitionierte Ziele zu erreichen.

Europäische Union - Goldene Pinnadeln auf Korkglobus
© gettyimages/ThomasVogel

„Forschung und Innovation sind ein wesentlicher Schlüssel im Kampf gegen COVID-19, aber auch darüber hinaus", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, als sich die EU-Forschungsministerinnen und -minister anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im Herbst 2020 informell trafen. Denn Europa setzt sich ambitionierte Ziele: Das rasche Ende der Pandemie, ökologische Transformation und Klimaschutz sowie große Schritte in Richtung Digitalisierung. Die Europäische Union stellt die notwendigen Förderungsinstrumente im Europäischen Forschungsraum (EFR) bereit, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihren Beitrag für ein zukunftsfähiges Europa leisten können.

Bereits zum Europatag am 9. Mai 2020 hatte die EU-Kommission den Weg bereitet für Investitionen in Höhe von 1,8 Billionen Euro. Erklärtes Ziel: Europa soll stärker, grüner, digitaler und widerstandfähiger werden. Neben den Ausgaben für Forschung und Innovation aus den EU-Mitgliedstaaten steht der EU seit diesem Jahr mit „Horizont Europa“ ein zentrales Instrument für den EFR zur Verfügung. 95,5 Milliarden Euro stehen für Forschung und Innovationen bereit, um eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen.

Chatbot spricht 36 Sprachen

Seit Jahrzehnten sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Europäischen Forschungsraum (EFR) bestens miteinander vernetzt. Durch die politisch geförderte Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg kommen Innovationen schneller bei den Menschen an, das zeigt sich aktuell in der schweren Zeit der Pandemie. Europa mobilisiert die klügsten Köpfe – nicht nur bei der großen Aufgabe der Impfstoffbeschaffung, sondern auch in vielen kleinen Detailaufgaben. An der Universität von Malta wurde etwa ein Prototyp zur schnelleren Desinfizierung von Beatmungsgeräten entwickelt. In Italien leistete ein junges 3D-Druck-Unternehmen Krankenhäusern dringend benötigte Hilfe, indem es Tauchmasken zu PAP-Masken (therapeutische Überdruckmasken) umrüstete. In Österreich zeigte sich, dass ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierender Chatbot bei der Einschätzung des COVID-19-Risikos brilliert. Er bestimmt das COVID-19-Risiko mit einer Genauigkeit von 96,32 Prozent – und spricht 36 Sprachen. Das Start-Up-Unternehmen wurde von der Europäischen Kommission im Rahmen von „Horizont 2020“ gefördert.

Deutsche Initiative für Grünen Wasserstoff

Auch in Deutschland wird nicht nur in digitale Infrastruktur, technische Standards und den Aufbau von Wissenstransferstrukturen investiert, sondern auch in kommunikative Formate. Bürgerinnen und Bürger werden noch enger in den Wissenschafts-Prozess einbezogen und auch die Stakeholder werden noch deutlicher ermuntert, sich an der politischen Ausgestaltung des EFR zu beteiligen. In Deutschland gilt die Devise: Je stärker sich Forschungs- und Innovationspolitik mit anderen Politikbereichen vernetzt, umso effektiver werden gemeinsame Ziele erreicht. Bestes Beispiel für die Zusammenarbeit ist die europäische Initiative für Grünen Wasserstoff, die das Gelingen der Energiewende unterstützen soll.

Mut machende Geschichten und weitere Informationen

„In Vielfalt geeint“, heißt die Devise der 27 EU-Staaten, die am 09. Mai den Europatag feiern.

Mehr Erfolgsgeschichten aus Europa und Informationen zum Europäischen Forschungsraum finden Sie hier.

Sie möchten mehr europäische Geschichten voller Solidarität und Hoffnung lesen? Informieren Sie sich unter #EuropaGegenCovid19.

Informieren Sie sich über das Forschungsförderungsprogramm „Horizont Europa“.

Mehr Informationen zum Thema „Klimaneutrales Europa dank Wasserstoff-Strategie“.