Wissenschaft verbindet Nationen

Auftakt des "Deutsch-Türkischen Jahres der Forschung, Bildung und Innovation 2014" / Wanka: "Wir wollen die Kooperation intensivieren"

Deutschland und die Türkei bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus: Heute eröffnen die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, und ihr neuer türkischer Amtskollege Fikri Işık, Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie der Republik Türkei, in Berlin das „Deutsch-Türkische Jahr der Forschung, Bildung und Innovation 2014“ (DTWJ). Im Rahmen der feierlichen Auftaktveranstaltung im Berliner E-Werk werden bisherige und zukünftige Projekte der deutsch-türkischen Kooperation in einer Ausstellung präsentiert und neue Strategien im Umgang mit globalen Herausforderungen diskutiert. Beide Minister unterzeichnen Vereinbarungen zur künftigen Ausrichtung der bilateralen Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Forschung.

„Wissenschaft kennt keine Grenzen. Sie ist mehr denn je international organisiert und verflochten und lebt von gegenseitigem Informationsaustausch und grenzüberschreitenden Netzwerken. Deutschland und die Türkei verbindet eine lange Tradition der fruchtbaren Zusammenarbeit in Forschung und Bildung – eine passende Gelegenheit für ein gemeinsames Wissenschaftsjahr. Mit diesem Jahr wollen wir die Zusammenarbeit noch intensivieren und neue Kooperationen schaffen“, sagte Bundesministerin Wanka. Die feierliche Eröffnung wird im Beisein von rund 500 hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern deutscher und türkischer Wissenschaftsorganisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen stattfinden.

Das Wissenschaftsjahr steht unter dem Motto „Wissenschaft verbindet Nationen - Science Bridging Nations. Im Mittelpunkt des Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahres stehen Zukunftsthemen, die alle angehen: Das Spektrum reicht von anwendungsnaher Forschung in Schlüsseltechnologien über die Herausforderungen des globalen Wandels bis hin zu Geistes- und Sozialwissenschaften. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Zusammenwirken von Forschung und Industrie, der Aus- und Weiterbildung in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sowie der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Im Laufe dieses Wissenschaftsjahres sind zahlreiche Konferenzen und Fachveranstaltungen in Deutschland und in der Türkei geplant. Ein besonderer Höhepunkt sind die „Türkei-Wochen“ an deutschen Hochschulen in Kooperation mit der Hochschulrektorenkonferenz; Studierende, Nachwuchswissenschaftler und auch die Öffentlichkeit erhalten dabei Informationen über alle Themen rund um Studium, Forschung und hochschulspezifische Kooperationsprojekte mit der Türkei.

Um darüber hinaus während des Wissenschaftsjahres neue Projekte auf den Weg zu bringen, richten das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie der Republik Türkei jeweils in zwei Runden einen Ideenwettbewerb aus. Gefördert werden öffentlichkeitswirksame Projekte, die besonders geeignet sind, deutsch-türkische Kooperationen in den Bereichen Forschung, Bildung und Innovation bekannt zu machen und auszubauen. Insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs beider Länder soll für die Zusammenarbeit gewonnen werden. Die erste Auswahlrunde ist bereits abgeschlossen. Auf deutscher Seite werden insgesamt 13 Projekte gefördert: 6 Projekte aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, 4 aus dem Bereich Schlüsseltechnologien und 3 aus dem Bereich Globaler Wandel. Die zweite Runde der deutschen Bekanntmachung läuft bis 30.04.2014.

Deutschland und die Türkei sind in vielfacher Weise miteinander verflochten. Mehr als 5000 deutsche Firmen sind in der Türkei aktiv. Wegen der Brückenfunktion des Landes als Bindeglied zwischen Europa und Asien und wegen der vielen aus der Türkei stammenden Menschen in Deutschland ist die Zusammenarbeit ein Gewinn für beide Länder. In Deutschland leben fast 3 Millionen Menschen türkischer Herkunft, von denen etwas mehr als die Hälfte die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. „Wir wissen die Talente von Menschen zu schätzen, die in zwei Kulturen zu Hause sind und die mehrere Sprachen sprechen. Gerade das Potenzial unserer jungen, gut ausgebildeten Menschen, der Nachwuchswissenschaftler aus beiden Ländern und der ausgewiesenen Experten bieten wichtige Chancen sowohl für Deutschland als auch für die Türkei“, sagte Wanka.

Gegenwärtig verzeichnet der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz 848 Kooperationen zwischen deutschen und türkischen Hochschulen, mit steigender Tendenz. Ein Meilenstein in der langjährigen Hochschulkooperation zwischen Deutschland und der Türkei war die Gründung der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul, die zum Wintersemester 2013/14 ihren Lehrbetrieb aufgenommen hat.

Die türkische Version dieser Pressemitteilung finden Sie hier:

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.deutsch-tuerkisches-wissenschaftsjahr.de
http://www.turk-alman-bilimyili.com.tr/ und
http://www.bmbf.de/de/22881.php