Wissenschafts- und Hochschulforschung

Damit das Wissenschaftssystem leistungsfähig ist und den Akteuren der Hochschulpolitik fundiertes Wissen zur Verfügung steht, ist Wissenschafts- und Hochschulforschung (WiHo) unerlässlich. Vom Bundesbildungsministerium wird sie intensiv gefördert.

Was macht das Studieren erfolgreich? Was sind gute Arbeitsbedingungen für Wissenschaftler? Solche und ähnliche Fragen möchte die Wissenschafts- und Hochschulforschung beantworten. Das Bild zeigt Studierende an der Hochschule für Gesundheit in Bochum - dort arbeitet man häufig in Gruppen. © Hochschule für Gesundheit

Wissenschafts- und Hochschulforschung (WiHo) beschäftigt sich mit unterschiedlichen Fragen, die Lehre und Forschung, aber auch die Gestaltung des Wissenschaftssystems insgesamt betreffen.

Förderung durch das Bundesministerium

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit dem Förderschwerpunkt „Wissenschafts- und Hochschulforschung“ den Auf- und Ausbau der Forschung über Hochschulen und das Wissenschaftssystem. Das BMBF stellt dafür jährlich über 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Lehre verbessern, Leistungen messen

Beispiele sind: Wie wirksam sind Maßnahmen der Hochschulen zur Sicherung des Studienerfolgs? Kann mit digitalen "Lehr-Lern-Formaten" die Qualität der Lehre verbessert werden? Wie werden im Studienverlauf erlangte Kompetenzen definiert und gemessen? Welches sind die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Verfahren zur Qualitätsmessung von Forschungsleistungen? Wie wirken derzeitige Finanzierungsansätze und Leistungsanreize in der Forschung? Wie sehen wissenschaftsadäquate  Arbeitsbedingungen – speziell für den wissenschaftlichen Nachwuchs – aus? Welche Rahmenbedingungen braucht die außeruniversitäre Forschung?

Die Antworten sind wesentlich:

  • für die Gestaltung eines möglichst leistungsstarken Wissenschaftssystems
  • angesichts dessen Bedeutung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit unserer hochentwickelten Ökonomie
  • für die Lösung großer gesellschaftlicher Probleme.

Wissenschaftssystem immer wichtiger

Wie wichtig das Wissenschaftssystem ist, zeigt sich schon an der zunehmenden Zahl der Mitarbeiter: Die Zahl der in Hochschulen und  in öffentlichen Forschungseinrichtungen tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler liegt heute bei deutlich über 150.000, das sind über fünfzig Prozent mehr als noch vor 20 Jahren. Auch sind allein die Wissenschaftsausgaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von rund 5 Milliarden Euro im Jahr 1995 auf inzwischen deutlich über 13 Milliarden Euro gestiegen.

Ziel des Förderschwerpunkt "Wissenschafts- und Hochschulforschung" des Bundesforschungsministeriums ist es,

  • die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems über Impulse und Beiträge aus der Forschung zu steigern
  • der Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie dem Wissenschaftsmanagement an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen empirisch fundiertes Handlungswissen zur Verfügung zu stellen.