Das müssen Sie jetzt wissen

Das BMBF stellt eine Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen bereit. Diese beinhaltet zwei Elemente: den KfW-Studienkredit sowie Zuschüsse, die über die Studierendenwerke verteilt werden. Mehr dazu lesen Sie in unseren FAQ.

Frau mit Maske
© Adobe Stock, Lubo Ivanko

Die Corona-Pandemie stellt viele Studierende vor finanzielle Herausforderungen. Einige von ihnen geraten nun erneut in finanzielle Engpässe. Diejenigen Studierenden, die dem Grunde nach BAföG berechtigt sind, aber bisher kein BAföG beantragt haben, weil sie mit einem Nebenjob genug verdient haben oder bislang genügend Geld von ihren Eltern erhalten haben, deren Einkommen jetzt wegen der Corona-Situation entfallen ist, sollten BAföG beantragen. Gleichzeitig gibt es Studierende, die die BAföG-Kriterien nicht erfüllen (z. B. Überschreiten Regelstudienzeit, Zweitstudium) – oder solche, die sich trotz Unterstützungsleistung in einer pandemiebezogenen Notlage befinden.

Für diese Studierenden hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Überbrückungshilfe geschaffen. Diese beinhaltet zwei Elemente: den langbewährten Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie Zuschüsse, die über die Studierendenwerke verteilt werden.

Dashboard Überbrückungshilfe für Studierende
Dashboard Überbrückungshilfe für Studierende © BMBF

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum KfW-Studienkredit

Wie funktioniert die Studienkredit-Überbrückungshilfe?

Studierende können seit dem 8. Mai 2020 bei der KfW ein bis zum 31. Dezember 2021 zinsloses Darlehen beantragen.

Hierfür übernimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis zum 31. Dezember 2021 die Zinsen für KfW-Studienkredite, die sich bis dann in der Auszahlungsphase befinden. Danach ist der dann gültige Zinssatz von den Studierenden selbst zu tragen. Das Darlehen kann je nach Bedarf bis zu einer Höhe von bis zu 650 Euro im Monat in Anspruch genommen werden und kann unbürokratisch online beantragt werden.

Die vorübergehende Zinsfreiheit des Studienkredits gilt natürlich auch für diejenigen Studierenden, die bereits derzeit einen KfW-Studienkredit in Anspruch nehmen und noch weiter ausgezahlt bekommen. Insgesamt wird den Studierenden mit dem Studienkredit voraussichtlich ein zusätzliches Finanzierungsvolumen bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung gestellt.

Welche Regeln gelten für die Rückzahlung des Studienkredits?

Es gelten die üblichen sehr flexiblen Rückzahlungsmodalitäten der KfW-Studienkredite, die individuell vereinbart und angepasst werden können.

Rahmendaten für die Rückzahlung sind: eine 6 bis 23 Monate dauernde Karenzphase, in der das Darlehen grundsätzlich verzinst wird, aber keine Tilgung erfolgen muss. In der anschließenden Tilgungsphase beträgt die Mindesttilgung 20 Euro pro Monat. Es gilt eine maximale Tilgungsdauer von 25 Jahren und das Darlehen muss spätestens bis zum 67. Lebensjahr zurückgezahlt werden.

Es besteht die Möglichkeit von Sondertilgungen, die insbesondere bei kleinvolumigen und zeitlich begrenzten Überbrückungshilfen von Interesse sind.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wer kann die Hilfe beantragen?

Der KfW-Studienkredit steht als Überbrückungshilfe zum einen der bisherigen Empfängergruppe offen: Studierende aller staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland im Alter von 18 bis 44 Jahren, die eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • deutsche Staatsbürger mit inländischer Meldeadresse,
  • Familienangehörige eines deutschen Staatsbürgers, die sich mit ihm in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind,
  • EU-Staatsbürger, die sich rechtmäßig seit mindestens drei Jahren ständig in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind,
  • Familienangehörige eines solchen EU-Staatsbürgers, die sich mit ihm in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind,
  • Bildungsinländer und in Deutschland gemeldet.

Zum anderen wird für die Überbrückungshilfe die Empfängergruppe des KfW-Studienkredits befristet bis März 2021 erweitert. So können auch ausländische Studierende - also Angehörige von Drittstaaten und EU-Bürger, die sich seit weniger als drei Jahren in Deutschland aufhalten - das Darlehen bis zum Ende ihres Studiums in Deutschland nutzen, sofern sie ihren Erstwohnsitz in Deutschland haben.

Einen Vorab-Check zu den Voraussetzungen finden Sie auf den Seiten der KfW.

Wie kann der Antrag gestellt werden?

Beantragt werden kann die Überbrückungshilfe seit dem 8. Mai 2020 bei der KfW. Studierende aus EU-Mitgliedstaaten, die sich seit weniger als drei Jahren ständig in Deutschland aufhalten, sowie Studierende aus Drittstaaten können ab dem 1. Juni 2020 einen Antrag stellen. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der KfW unter www.kfw.de/studienkredit-coronahilfe.

Wann können Betroffene mit der Auszahlung des Geldes aus dem Studienkredit rechnen?

Die Förderung kann bei Antragstellung bis zum fünfzehnten Tag eines Monats ab dem ersten Tag des Folgemonats ausgezahlt werden.

Gibt es darüber hinaus weitere Nothilfen für Studierende?

Ja. Der Zuschuss über die Studenten- und Studierendenwerke stellt den zweiten Arm der Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen dar. Ausführliche Informationen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Studierende aus dem In- und Ausland an staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland, die ihren Hauptwohnsitz sowie gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, können im Wintersemester 2020/21 und auch im Sommersemester 2021 zur Linderung von pandemiebedingten Notlagen eine Überbrückungshilfe in Form eines Zuschusses beim regional zuständigen Studierenden- bzw. Studentenwerk beantragen. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, erklärte dazu: „Die Pandemie ist für die gesamte Gesellschaft eine enorme Belastung. Ich erhalte viele Zuschriften, in denen mir Studierende ihre ganz persönliche Situation schildern. Mir ist wichtig, dass niemand sein Studium abbrechen muss, weil eigene Verdienstmöglichkeiten weggebrochen sind oder sich das Einkommen der Eltern verringert hat. Diese Sorgen und Ängste von Studierenden nehme ich ernst und handele entsprechend. Ich halte es für richtig, die Überbrückungshilfe nahtlos auch über das gesamte Sommersemester 2021 als Unterstützung für Studierende anzubieten.“

Die  Überbrückungshilfe für Studierende reiht sich ein in die Maßnahmen der Bundesregierung, um finanzielle Belastungen infolge der vom Bund und den Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie abzumildern. Aufgrund der Schließung etwa von gastronomischen Betrieben oder von Kultureinrichtungen sind Erwerbsmöglichkeiten von Studierenden weiterhin eingeschränkt und so bleiben pandemiebedingte Notlagen bestehen.

Eine Beantragung für den jeweils aktuellen Monat ist weiterhin über die bundesweit geltende, etablierte IT-Plattform im reinen Onlineverfahren möglich. Jegliche an die Studenten- und Studierendenwerke, das Deutsche Studentenwerk oder das BMBF postalisch oder per E-Mail eingesandten Unterlagen werden nicht bearbeitet und können nicht zurückgesandt werden.

Aktuell sind die im April und Mai eingegangenen Anträge in Bearbeitung. In rund 74 Prozent der Anträge konnten in diesem Jahr die Zuschüsse Studierende unterstützen. Damit bieten die Zuschüsse eine bundesweit transparent geregelte und schnelle Unterstützung in akuten pandemiebedingten Notlagen.

Antragsstellung Zusagequote Überbrückungshilfen

Dieses Diagramm zeigt die Anzahl der im jeweiligen Monat gestellten Anträge. Außerdem ist der Anteil der zugesagten an allen abschließend bearbeiteten Anträgen angegeben. Viele März- und April-Anträge befinden sich aktuell in Bearbeitung, sodass hier noch Veränderungen zu erwarten sind (Stand 5. Mai 2021). *Für den Monat Mai könnten bis einschließlich 31. Mai Anträge gestellt werden.

© BMBF

Bisher wurden über 511.000 Zuschussanträge im Rahmen der Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiedingten Notlagen gestellt, davon rund ein Drittel von ausländischen Studierenden. Über 338.000 Anträge wurden zugesagt und Studierende so mit mehr als 150 Mio. Euro unterstützt. (Stand 5.Mai)

Für den Zuschuss der Überbrückungshilfe – einschließlich der Bearbeitungspauschale, die die Studierenden- und Studentenwerke vor Ort für die Antragsbearbeitung erhalten, und anderer zur Organisation notwendiger Ausgaben – stellte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2020 134 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Mittel unterliegen der Jährlichkeit. Von den Mitteln für 2020 wurden knapp 101 Mio. Euro abgerufen. Die Überbrückungshilfe als Zuschuss wird nahtlos im Sommersemester fortgesetzt. Für das Jahr 2021 stehen 210 Mio. Euro zur Verfügung.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Zuschüssen für Studierende

Hinweis zur Antragsvorbereitung

Bitte beachten Sie zur Vorbereitung Ihrer Antragstellung diese Hinweise, denn Sie sollten einige Unterlagen in den vorgesehenen Dateiformaten parat haben:

• Benötigt werden vollständige Kontoauszüge für den Vormonat der Antragstellung und für den Antragsmonat bis zum Vortag der Antragstellung (oder den letzten Banktag).

• Ihr Name und Ihre Kontonummer muss auf den Kontoauszügen erkennbar sein. Bitte verwenden Sie keine mithilfe eines Mobiltelefons gemachten Screenshots, sondern einen Pdf-Export. Die Möglichkeit dazu findet sich in der Regel (leichter) in der Desktopansicht.

• Bitte geben Sie alle Ihnen kurzfristig zur Verfügung stehenden Konten (z. B. Giro-Konto, Online-Guthaben, Wertpapierdepots u. ä.) an.

• Unbedingt die Nachweise oder Bescheinigungen oder die Selbsterklärung zur pandemiebedingten Notlage einreichen, so zum Beispiel, dass und seit wann Ihr Nebenjob oder die familiäre Unterstützung weggebrochen ist; wenn aus der Kündigung nicht hervorgeht, dass sie wegen der Corona-Pandemie ausgesprochen wurde: Bitte Selbsterklärung ergänzen. Wenn die Eltern nicht mehr unterstützen können: Bitte einen Nachweis hochladen.

• Unbedingt Personalausweis oder alternativ Reisepass und Meldebescheinigung einreichen, damit die aktuelle Anschrift dokumentiert ist.

Immatrikulationsbescheinigung des laufenden Semesters, d. h. des Wintersemesters 2020/21 (keine andere)

Wie funktionieren die Zuschüsse der Überbrückungshilfe?

Die Zuschusskomponente der Überbrückungshilfe richtet sich an Studierende, die sich nachweislich in einer akuten, pandemiedingten Notlage befinden und die unmittelbar Hilfe benötigen. Sie unterstützt Studierende mit jeweils bis zu 500 Euro in den Monaten Juni bis September 2020 und kann seit November 2020 wieder beantragt werden. Sie wurde bislang mehr als 290.000 Mal zugesagt. Die Überbrückungshilfe ist in jedem Monat jeweils neu zu beantragen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung führt die Zuschüsse der Überbrückungshilfe über das Sommersemester 2021 fort. Dies erfolgt in Kooperation mit dem Deutschen Studentenwerk. Zuständig für die Bearbeitung sind die Studierenden- bzw. Studentenwerke vor Ort.

Wer kann einen Zuschuss beantragen?

Antragsberechtigt sind Studierende aus dem In- und Ausland, die zum Zeitpunkt der Antragstellung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland immatrikuliert sind, in Deutschland ihren Hauptwohnsitz und gewöhnlichen Aufenthaltsort und nicht beurlaubt sind. Es gibt keine Altersbegrenzung.

Nicht antragsberechtigt sind Studierende, die an Hochschulen studieren, bei denen ein Studium im Rahmen eines Arbeits-/Dienstverhältnisses die Regel ist, zum Beispiel an Verwaltungsfachhochschulen oder Bundeswehruniversitäten sowie Studierende im berufsbegleitenden oder dualen Studium. Das Gleiche gilt für Gasthörende.

Wie kann der Antrag gestellt werden?

Den Antrag können Sie  ausschließlich auf dem Online-Portal stellen. Das zuständige Studierenden- oder Studentenwerk entscheidet über die Zusage und die jeweilige Höhe der Überbrückungshilfe innerhalb der verfügbaren Mittel. Ein Anspruch auf Zusage von Überbrückungshilfe besteht nicht. Für die Zusage eines Zuschusses der Überbrückungshilfe gelten die hier einsehbaren Richtlinien. Für Anträge ab 1.April 2021 wurden die Richtlinien an wenigen Stellen angepasst. Die für bis einschließlich 31. März gestellten Anträge gültigen Richtlinien finden Sie hier.

Wie viel Unterstützung kann ich bekommen?

Wenn Sie sich nachweislich in einer pandemiebedingten finanziellen Notlage befinden, zum Beispiel,

  • weil ihr Nebenjob weggebrochen ist,
  • Sie bisher keinen (neuen) Nebenjob finden konnten,
  • Ihre Aufträge (bei selbständiger Tätigkeit) weggebrochen sind,
  • oder die Unterstützung Ihrer Eltern pandemiebedingt nicht mehr möglich ist,

können Sie über das Studierenden- oder Studentenwerk, das für Ihre Hochschule zuständig ist, zwischen 100 und 500 Euro pro Monat als Zuschuss erhalten.

Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach Ihrem Kontostand zum Zeitpunkt, an dem Sie den Online-Antrag stellen und staffelt sich wie folgt:

Kontostand

Zuschuss

weniger als 100,00 €

500,00 €

zwischen 100,00 € und 199,99 €

400,00 €

zwischen 200,00 € und 299,99 €

300,00 €

zwischen 300,00 € und 399,99 €

200,00 €

zwischen 400,00 € und 499,99 €

100,00 €

Entscheidend ist der Kontostand am letzten Banktag vor der Antragstellung. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der pandemiebedingten, individuellen Notlage. Abhängig von Ihrem konkreten Bedarf können Sie auch eine geringere Zuschusshöhe wählen.

Kann ich den Zuschuss der Überbrückungshilfe für Studierende bei geringen pandemiebedingten Einkommensverlusten erhalten?

Wie oben dargelegt, staffelt sich die Auszahlungen in 100-Euro-Schritte. Die kleinste Zusagesumme beträgt 100 Euro. Deswegen werden Einkommensverluste für den Zuschuss erst ab 100 Euro relevant.

Was muss ich nachweisen? Welche Unterlagen muss ich online einreichen?

Der Onlineantrag enthält Felder, in denen unter anderem folgende Unterlagen hochgeladen werden können:

  • die Immatrikulationsbescheinigung Ihrer Hochschule für das laufende Semester
  • Ihren Personalausweis oder einen gleichwertigen Identitätsnachweis, zum Beispiel Reisepass mit Meldebescheinigung
  • eine Bankverbindung in Deutschland; bitte beachten Sie, dass die Überbrückungshilfe nur auf Ihr eigenes Konto ausgezahlt werden kann
  • Ihre Belege dafür, dass Sie sich in einer pandemiebedingten Notlage befinden. Kontoauszüge müssen für den Vormonat der Antragstellung und für den Antragsmonat bis zum Vortag der Antragstellung (bzw. letzter Banktag) vollständig eingereicht werden. Hierbei ist zu beachten, dass Ihr Kontoauszug keine Schwärzungen enthalten darf, da er sonst als nicht vollständig gilt.

Bis wann muss mein Antrag gestellt sein?

Sie können bis zum letzten Tag des Kalendermonats einen Antrag für den jeweiligen Antragsmonat stellen. Der Antrag wird für den jeweiligen Monat geprüft, also beispielsweise bei einem Antrag am 31. Januar 2021 für den Januar 2021.

Kann ich diese Überbrückungshilfe auch beantragen, wenn ich ein Darlehen nutze oder ein Stipendium bekomme?

Grundsätzlich ja, wenn Sie trotz dieser anderen Finanzierungsquellen nachweislich in einer pandemiebedingten Notlage sind und keine pandemiebedingten Unterstützungen zum Lebensunterhalt erhalten oder für den Antragsmonat beantragt haben. Pandemiebezogene Unterstützungsleistungen wie Nothilfefonds oder Kurzarbeitergeld schließen den Zuschuss der Überbrückungshilfe jedoch aus.

Kann ich einen Antrag stellen, wenn ich die Regelstudienzeit überschritten habe?

Ja.

Ich absolviere ein Fernstudium. Bin ich antragsberechtigt?

Ja.

Ich absolviere ein Zweitstudium. Bin ich antragsberechtigt?

Ja.

Ich studiere an einer privaten Hochschule (staatlich anerkannt/nicht anerkannt). Bin ich antragsberechtigt?

Ja, wenn Sie an einer staatlich anerkannten Hochschule studieren.

Wann können Betroffene mit der Auszahlung des Geldes rechnen?

Damit die Mittel zielgenau bei den bedürftigen Studierenden ankommen, werden sie den 57 Studierenden- und Studentenwerken vor Ort zur Verfügung gestellt. Das bundesweit einheitliche Portal zur Antragstellung und Bearbeitung ist weiterhin online wie das Portal zur Bearbeitung der Anträge durch die jeweiligen Studierenden- und Studentenwerke. Anträge können damit bearbeitet werden und die Überbrückungshilfe kann ausgezahlt werden. In den ersten Tagen nach Reaktivierung des Antrags-Tools werden – wie auch im Juni 2020 – hohe Antragszahlen erwartet. Die Studierenden- und Studentenwerke stellt dies vor eine große Herausforderung, da zeitgleich auch die gewöhnliche Welle an BAföG-Anträgen zum Beginn des Wintersemesters zu bearbeiten ist. Unter Umständen wird eine gewisse Verzögerung bei der Antragsbearbeitung nicht zu vermeiden ist.

Aufgrund der Schließzeiten in den Studierenden- und Studentenwerken kann es möglicherweise zu einem gewissen Antragsstau „zwischen den Jahren“ kommen. Es empfiehlt sich daher, möglichst früh im Dezember einen Antrag zu stellen.

Kann der Zuschuss auch rückwirkend beantragt werden?

Die Überbrückungshilfe kann nur für den laufenden Kalendermonat beantragt werden. Eine rückwirkende Beantragung ist nicht möglich.

Gibt es andere Möglichkeiten, den Überbrückungshilfezuschuss zu beantragen?

Nein. Die einzige Möglichkeit, den Antrag zu stellen, besteht über die Seiten www.überbrückungshilfe-studierende.de und www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de.

Gibt es andere Möglichkeiten, den Überbrückungshilfezuschuss zu beantragen?

Nein. Die einzige Möglichkeit, den Antrag zu stellen, besteht online über die Seiten www.überbrückungshilfe-studierende.de und www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de.

Ich habe meinen Antrag vollständig eingereicht, würde aber gerne noch zusätzliche Dokumente hochladen oder Angaben ändern. Geht das?

Nein. Einem einmal eingereichten Antrag kann in der Regel nichts hinzugefügt werden. Fehlende oder falsche Dokumente führen entsprechend der Richtlinie in der Regel zur Ablehnung. Überprüfen Sie daher vor dem finalen Absenden des Antrags noch einmal, ob alle geforderten Unterlagen korrekt und vollständig sind! Im Ausnahmefall kann das Studierenden- oder Studentenwerk im Rahmen der Bearbeitung bei erkennbaren Unklarheiten um weitere Ergänzungen innerhalb einer bestimmen Frist bitten.
Insgesamt ist es sinnvoll, den Antrag sorgfältig durchzusehen und erst dann abzuschicken, wenn alles stimmt. Über den Login-Button auf der ersten Seite kann man sich immer wieder einloggen und den Antrag auch über mehrere Tage bearbeiten.

Wo finde ich technische Hinweise zur Online-Antragsstellung?

Das Deutsche Studentenwerk hat hier Hinweise zusammengestellt.

Wo finde ich Antworten auf Fragen, die andere Studierende gestellt haben?

Das Deutsche Studentenwerk hat Antworten auf die meistgestellten Studierenden-Fragen veröffentlicht: Die Antworten finden Sie hier.

Ich studiere an einer Hochschule im Ausland. Kann ich die Überbrückungshilfe beantragen?

Antragsberechtigt sind gemäß Nr. 1.1 der zusätzlichen Nebenbestimmungen (Richtlinien) Studierende, die zum Zeitpunkt der Antragstellung an einer staatlich oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland immatrikuliert und nicht beurlaubt sind.

Ich habe einen Bausparvertrag oder ein Sperrkonto. Muss ich die Auszüge dafür auch einreichen?

Nein. Kontonachweise zu Sparverträgen (z. B. Bausparverträge in der Ansparphase) bzw. sonstigen Konten, auf die kein kurzfristiger Zugriff möglich ist (Mietkautionskonten bzw. Treuhandkonten) müssen nicht eingereicht werden. Achtung: Bei sog. „Sperrkonten“, die zum Finanzierungsnachweis für ausländische Studierende dienen, ist aber ein Zugriff im laufenden Monat in festgelegter Höhe möglich, sie müssen daher angegeben werden. Zusätzlich ist hier eine Erklärung über den am Vortag bzw. Banktag vor der Antragstellung noch frei zugänglichen Betrag abzugeben.

Kann ich bestimmte Angaben im Personalausweis schwärzen?

Ja. Nur Unterlagen für den Nachweis der pandemiebedingten Notlage müssen lückenlos eingereicht werden. Angaben im Personalausweis, die nicht unmittelbar dem Nachweis von Identität, Adresse und Gültigkeit des Dokuments dienen, können geschwärzt werden. Dabei ist zu beachten, dass Vorder- und Rückseite des Ausweises trotz der Schwärzungen weitestgehend zu erkennen sind.

Was kann ich tun, wenn mir Unterlagen fehlen? (Selbsterklärung)

Insbesondere beim Nachweis der pandemiebedingten Notlage kann es sein, dass nicht alle Ihre Gründe mit Unterlagen dokumentiert sind. Daher besteht im Ausnahmefall die Möglichkeit, auch Selbsterklärungen abzugeben. Diese Erklärungen sollten inhaltliche Aussagen treffen, die auch die einschlägigen Dokumente aufzeigen würden. Im Antragstool und hier in den FAQ finden Sie jeweils Hinweise, was die Selbsterklärungen beinhalten müssen. Sämtliche Selbsterklärungen müssen plausibel, glaubhaft und in Übereinstimmung mit der Gesamtschau der eingereichten Unterlagen überzeugend eine akute pandemiebedingte Notlage glaubhaft machen. Insgesamt müssen ihre Unterlagen ein fortdauerndes Bemühen um Abwendung ihrer pandemiebedingten Notlage erkennen lassen.  Falsche Angaben über entscheidungserhebliche Tatsachen oder das Verschweigen solcher Tatsachen können strafbar sein.

Wie kann ich die weggebrochene Elternunterstützung nachweisen?

Dafür können Sie eine Selbsterklärung zum pandemiebedingten Wegfall der Unterhaltszahlungen der Eltern abgeben.

Die Selbsterklärung muss beinhalten:

  • von wem in welcher Höhe wann und  bis wann Unterhaltszahlungen stattfanden,
  • eine Spezifizierung des Grundes des Ausfalls bzw. der Kürzung der Unterhaltszahlung. Bei der Kürzung der Unterhaltszahlung soll auch die Höhe der aktuellen Unterhaltszahlung dokumentiert sein.

Wie kann ich weggebrochene Einnahmen aus abhängiger Erwerbstätigkeit / Jobben als Arbeitnehmer/in nachweisen?

Die klassischen Wege wären der Nachweis einer Kündigung, der Nachweis über das Ruhen des Arbeitsverhältnisses oder ein Arbeitsvertrag plus Selbsterklärung, dass der Vertrag pandemiebedingt nicht verlängert wurde. Die Dokumente sollten aus den beiden Monaten vor der Antragstellung oder aus dem Antragsmonat stammen.

Ausnahmsweise kann auch eine Kündigung im ersten Shutdown akzeptiert werden. Da dies jedoch schon über ein Jahr her sein kann, müssen dann im Gegenzug z.B. zwei neuere Bewerbungsablehnungen als Nachweis der Bemühung hochgeladen werden.

Im Ausnahmefall ist es auch möglich, eine Selbsterklärung abzugeben. Die Selbsterklärung muss beinhalten:

  • Dauer und Umfang des bisherigen Arbeitsverhältnisses
  • Grund und Umstände der Kündigung bzw. Kündigungen
  • die/der ehemalige/n Arbeitgeber/in,
  • die Dauer der gekündigten/ruhenden Tätigkeit/en,
  • die genauen zeitlichen Angaben der Kündigung (inkl. letzter Arbeitstag),
  • das durchschnittliche Einkommen aus dem/den früheren Arbeitsverhältnis/sen,
  • eine Erklärung, warum die entsprechenden Dokumente nicht vorgelegt werden können.

Wie kann ich erfolglose Bewerbungen nachweisen?

Dafür sollten Sie Ablehnungen auf mindestens zwei Bewerbungen bei verschiedenen Arbeitgeber/innen aus den beiden Monaten vor der Antragstellung oder dem Antragsmonat nachweisen und eine Selbsterklärung zur Notwendigkeit der angestrebten Erwerbstätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts abgeben.

Ausnahmsweise können die erfolglosen Bewerbungen auch mit einer Selbsterklärung nachgewiesen werden. Die Selbsterklärung muss beinhalten:

-              die avisierten Arbeitgeber/innen (inkl. konkreter Ansprechpersonen bzw. Organisationseinheiten),

-              Datum der Bewerbungen und der entsprechenden Absagen.

-              der avisierte Stellenumfang und die erwarteten Einnahmen,

-              eine Darlegung, warum Bewerbungen und Ablehnungen nicht durch entsprechende Dokumente dargelegt werden können.

Und

  • eine Selbsterklärung zur Notwendigkeit der angestrebten Erwerbstätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts.

Wie kann ich weggebrochene Einnahmen aus selbständiger Erwerbstätigkeit / Jobben als Freiberufler/in nachweisen?

Eine Selbsterklärung zum Wegfall der selbständigen Tätigkeit aus den beiden Monaten vor der Antragstellung soll beinhalten:

  • ehemalige Auftraggeber/innen,
  • Art und Umfang der selbständigen Erwerbstätigkeit, insbesondere Angabe, welche Aufträge in welchem Umfang entfallen sind
  • das durchschnittliche Einkommen aus selbständiger Tätigkeit vor der Corona-Pandemie
  • der Umfang der weggefallenen Einnahmen aufgrund der Pandemie oder, falls sich dies als Prozess gestaltete, die Darlegung des Einnahmenrückgangs (finanziell und zeitlich).

Wo finde ich Unterstützung beim Ausfüllen des Antrages?

Bitte lesen Sie zuerst unbedingt aufmerksam die vom BMBF und dem DSW zur Verfügung gestellten Antworten auf die häufigsten Fragen. Sollten anschließend noch Unklarheiten bestehen, beantwortet die Hotline inhaltliche Fragen zum Antrag.

Telefon: 0800 26 23 003

Sprechzeiten: Di. -Do. 8.00-16-00 / Fr. 8.00-12.00 Uhr

Hinweise zu technischen Fragen finden Sie hier.

Warum wurde mein Antrag abgelehnt?

Es tut uns leid, wenn Ihrem Antrag auf Überbrückungshilfe nicht entsprochen werden kann. Sie dürfen davon ausgehen, dass Ihr Antrag gründlich und nach bundesweit einheitlichen Vorgaben geprüft wurde.

Das BMBF vergibt selbst keine Überbrückungshilfe. Die für den Antrag zuständige Studenten- oder Studierendenwerke übernehmen eigenverantwortlich die Online-Antragsprüfung und –bearbeitung. Aus Datenschutzgründen hat das BMBF zudem keinen Zugang zu den einzelnen Anträgen.

Gibt es darüber hinaus weitere Hilfen für Studierende in pandemiebedingten Notlagen?

Zur längerfristigen Unterstützung stehen der KfW-Studienkredit und das BAföG zur Verfügung.