Workshops

Der 2. Zyklus von BMBF-Foresight ist ein partizipativer Prozess. In verschiedenen Workshops wurden mit Expertinnen und Experten aus allen gesellschaftlichen Teilbereichen Trends identifiziert.

Um zukünftig mögliche Entwicklungen aufzuspüren, ist es unverzichtbar, neben viel „Schreibtisch-Recherche“ die Meinung und Weisheit vieler Experten einzuholen. Dabei hat das Foresight-Forscherteam u.a. Bürgerinnen und Bürger identifiziert und befragt, die in bestimmten Bereichen Mittel und Wege gefunden haben, Positives zu bewegen (siehe Workshop Verdeckte Trends). Der Austausch mit organisierten Verbänden der Zivilgesellschaft wurde vor allem gesucht, um die normative Sicht auf eine wünschenswerte Zukunft zu beleuchten (siehe Workshop normative Trends). In einem dritten Kreativ-Workshop „prallten“ Experten „zweier Welten“ aufeinander, um gemeinsam Verbindungen zu suchen. Die internationalen Teilnehmenden aus Wissenschaft, (Kreativ-)Wirtschaft und der Zivilgesellschaft hatten die Aufgabe, zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen mit den Perspektiven in Forschung und Technologie zu verknüpfen, um Innovationskeime zu entdecken, die im weiteren Prozess von den Foresight-Forschern in Szenarien für unsere Wissensgesellschaft (siehe Geschichten aus der Zukunft) einfließen. (siehe Verknüpfungsworkshop).

Workshop "verdeckte Trends"

Was denkt ein Millionär, der sein Vermögen verschenkt hat, zum Thema „Glück“? Wie nimmt eine Parkourläuferin den öffentlichen Raum war und was empfinden die Bewohner eines weitgehend energieautarken Dorfes beim Thema „Qualität der Umwelt“? Diese Sichtweisen von „Bedarfs-Experten“ – engagierte Bürgerinnen und Bürger, soziale Entrepreneure – sind sehr wichtig. Denn häufig sind gesellschaftliche Entwicklungen noch „verdeckt“, werden aber bereits von Einzelnen gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure mit einem besonders geschulten Blick wahrgenommen. So wurde im Oktober 2012 zu einem Kreativ-Workshop eingeladen, um die Sichtweisen unter anderem zu den Themen „soziale Beziehungen & Glück“, „Selbstverwirklichung“, „Nahrung & Wohnen“, „Neugier & Neues“ und „Ernährung“ aufzunehmen und auszutauschen.

Workshop "normative Trends"

Welche Sicht haben Kirchen, Gewerkschaften, Umweltschutzorganisationen auf zukünftig mögliche gesellschaftliche Entwicklungen? Um dieser Frage nachzugehen fand am 16. November 2012 in Berlin der BMBF-Foresight-Workshop „Normative Gesellschaftstrends“ statt. Ziel des Workshops war die Identifizierung normativer Gesellschaftstrends, die sich aus den Zielvorstellungen (Wünschen, Werten, ethischen Leitsätzen und Begründungszusammenhängen, Visionen) gesellschaftlicher Gruppen ergeben. Um dies zu erreichen, wurde ein breites Spektrum von 30 Teilnehmenden verschiedener gesellschaftlicher Interessensgruppen eingeladen. Ihre Aufgabe an diesem Tag umfasste die Validierung bzw. Diskussion vorhandener Trendprofile, das Sammeln und Diskutieren zusätzlicher normativer Bedarfstrends sowie das Herstellen von Querverbindungen unter diesen.

Verknüpfungsworkshop

BMBF-Foresight beruht auf der Philosophie, dass Innovationen aus dem Zusammenspiel von technologischen Möglichkeiten und gesellschaftlicher Nachfrage entstehen.

70 Vordenker aus Forschung, Kunst, Kultur und Wirtschaft sowie engagierte Bürger haben am 17./18. Februar 2014 in der Neuen Mälzerei in Berlin mögliche Verbindungen dieser beiden Stränge gemeinsam erarbeitet. Diese Ergebnisse dienten dem Büro Foresight dazu, die "Geschichten aus der Zukunft" zu entwickeln.