Zukunft der Arbeit: Modellfabrik in Stuttgart eröffnet

Bundesministerin Johanna Wanka hat das „Future Work Lab“ eröffnet, eine Fabrik der Zukunft, in der das Zusammenspiel von Mensch und moderner Technik erforscht wird. Sie kündigte an: "Zukunft der Arbeit" wird Thema des Wissenschaftsjahrs 2018

Ministerin Wanka eröffnet das Future Work Lab in Stuttgart © Fraunhofer IAO / Fotografin: Ludmilla Parsyak

„Wir wollen den Wandel hin zu Industrie 4.0 gestalten, mit neuen Ideen und nach unseren Vorstellungen von guter Arbeit. Das Future Work Lab ist dafür ein idealer Ort“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in Stuttgart. „Wir brauchen den öffentlichen Dialog zwischen den Bürgern, der Politik, der Wissenschaft und der Wirtschaft über den Wandel der Arbeitswelt. Deshalb plant mein Ministerium ein Wissenschaftsjahr 2018 zum Thema Zukunft der Arbeit.“

Wissenschaftsjahr 2018 "Zukunft der Arbeit"

Das Wissenschaftsjahr 2018 wird vielfältige Gelegenheiten schaffen, in denen gezeigt und darüber diskutiert werden kann, wie Wissenschaft und Technologie die Arbeit prägen - und wie wir die Zukunft der Arbeit individuell, betrieblich und gesellschaftlich gestalten wollen.

Gefördert vom Bundesministerium

Das "Future Work Lab" wird im Programm "Zukunft der Arbeit" vom Bundesforschungsministerium über einen Zeitraum von drei Jahren mit rund 5,6 Millionen Euro gefördert. Es entsteht unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Partner sind zudem das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) - und Institute der Universität Stuttgart.

Möglichkeiten der Digitalisierung

Auch in der Konzeption des Stuttgarter „Future Work Labs“ ist diese Idee angelegt. Es versteht sich als Zentrum, in dem die Arbeit der Zukunft demonstriert, vermittelt, diskutiert und untersucht wird. Es macht sichtbar und erlebbar, welche neuen Möglichkeiten durch die Digitalisierung für unsere Arbeitsplätze und Berufe entstehen. Es soll dabei nicht nur ein Ort der wissenschaftlichen Ideen und der gesellschaftlichen Reflexion über die Arbeit der Zukunft sein - Bürgerinnen und Bürger können hier direkt ihre Erfahrungen einbringen.

Mit sozialen Innovationen verbinden

Denn es gehört zu den politischen Zukunftsaufgaben, die digitalisierten Arbeitswelten neu zu gestalten. Deutschland hat die Industrialisierungswellen bisher zum Wohle aller genutzt. Das muss auch mit der Digitalisierung gelingen. "Mitentscheidend dafür ist, dass wir in unserer Forschungspolitik frühzeitig technologische und soziale Innovationen miteinander verbinden", sagte Bundesministerin Wanka in Stuttgart in Anwesenheit des Vorsitzenden der IG Metall, Jörg Hofmann, und des Vorsitzenden des Metallarbeitgeberverbandes Südwestmetall, Stefan Wolf.

"Future Work Lab"

Im "Future Work Lab" können produzierende Unternehmen und deren Mitarbeiter die Industriearbeit von morgen live erfahren. Sie können testen, wie die digitale Transformation die Arbeit verändert. Auch die Angebote zur Kompetenzentwicklung und Weiterbildung sowie die Plattform für den wissenschaftlichen Austausch richten sich an Industrie, Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft – und vor allem an die Produktionsmitarbeiter.

Sie alle können die Leistungen des "Future Work Lab" nutzen - etwa im Demonstrationszentrum, in dem ein komplett kabelloser Arbeitsplatz und Einsatzbeispiele für Augmented-Reality-Brillen gezeigt werden. Das Beratungszentrum bietet Seminare, Workshops und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Ideenzentrum für Arbeitsforschung ist akademisch ausgerichtet.

Arbeit 4.0 wird hier erlebbar: Bundesforschungsministerin Johanna Wanka eröffnet das "Future Work Lab" in Stuttgart - zusammen mit Stefan Wolf (Metallarbeitgeberverband Südwestmetall), Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Gesellschaft) und Jörg Hofmann (IG Metall), von links nach rechts © Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO