Zukunftsstadt

Städte sind die Herausforderung der Zukunft. Bereits heute leben mehr Menschen in Städten als in ländlichen Regionen. Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Entwicklung moderner Konzepte, die unsere Städte nachhaltiger machen.

Leben in der Stadt
Immer bunter: Was bedeutet der demografische Wandel für unsere Städte? © thinkstock

Unter der Federführung des Bundesforschungsministeriums und des Bundesumweltministeriums sowie unter der Beteiligung der Ressorts für Inneres, Wirtschaft und Verkehr wurde im Jahr 2016 die Innovationsplattform Zukunftsstadt (IPZ) eingerichtet. Ziel der IPZ ist, eine anwendungsorientierte und - wo möglich - ressortübergreifende sowie transdisziplinäre Forschungs- und Innovationsprogrammatik zu entwickeln. Aufbauend auf oder ergänzend zu bestehenden Vorhaben zur Zukunftsstadt sollen neue, gemeinsam abgestimmte und integrierte Programme und Initiativen unter Wahrung der Ressortzuständigkeiten verwirklicht werden. Die zugehörige Geschäftsstelle in der VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ) und dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) unterstützt als Impulsgeber, Serviceeinrichtung und Kontaktstelle den gesamten Prozess der IPZ.

Mit der Leitinitiative Zukunftsstadt und ihren zahlreichen Förderaktivitäten unterstützt das BMBF Kommunen ganz konkret dabei, den nachhaltigen Wandel konstruktiv und wirksam zu gestalten. Damit Forschung rascher zu wirksamen Nachhaltigkeitsinnovationen führt, werden vor allem umsetzungsorientierte Projekte gefördert, die gemeinsam von Wissenschaft und Kommunen getragen werden.

Im Rahmen der IPZ wird ein neues und verbessertes Verhältnis zwischen Forschung und kommunaler Praxis geschaffen. Durch den engen Austausch zwischen Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft soll eine nachhaltige Stadtentwicklung vorangetrieben werden. Die Innovationsplattform Zukunftsstadt bietet einen Marktplatz, der die erfolgreichen Lösungen aufzeigt und bei der Umsetzung unterstützt. Die gesamte Innovationskette, von der Entwicklung der Fragestellung bis hin zur lokalen Umsetzung, wird dabei abgebildet und jeweils gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Stakeholdern vor Ort erarbeitet.

Die IPZ legt einen besonderen Schwerpunkt auf solche Themen, die (1) maßgeblichen Bezug zur nachhaltigen Stadtentwicklung sowie Forschung aufweisen, (2) mehrere Ressorts der Bundesregierung betreffen, (3) dringenden politischen Handlungsbedarf haben sowie (4) innovativer Handlungs- und Kommunikationsformen bedürfen. Diesen Kriterien folgend wurden diese Themen ausgewählt:

  • Zuwanderung und soziale Integration
  • Urbane Mobilität
  • Digitalisierung
  • Stadtklima
  • Wohnen

Mit dem Wettbewerb Zukunftsstadt für nachhaltige Entwicklung fördert das BMBF seit 2015 die partizipative Entwicklung von Zukunftsvisionen (1. Phase, 51 Städte), die Erstellung umsetzungsreifer Planungskonzepte (2. Phase, 23 Kommunen) und schließlich die beispielhafte und experimentelle Umsetzung vielversprechender Konzepte in urbanen Reallaboren (3. Phase, 8 Städte). Bei der Auswahl der Sieger wurde das Bundesministerium von einer Jury unabhängiger Experten unterstützt. Acht ausgewählte Zukunftsstädte können ab Mitte 2019 ihre Konzepte zu den Herausforderungen der Zukunft wie bezahlbaren Wohnraum, Klimaanpassung, nachhaltiger Mobilität, Digitalisierung und Energieversorgung vor Ort umsetzen. Vorbildliches kommunales Engagement wird so sichtbar.