Zusätzliche Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche

10.000 lokale Projekte im BMBF-Programm "Kultur macht stark" / Wanka:
"In den Projekten wird Großartiges geleistet"

Das vom Bundesbildungsministerium ins Leben gerufene Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" fördert im dritten Jahr nach seinem Start das zehntausendste lokale Bildungsprojekt. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat deshalb heute gemeinsam mit Rita Süssmuth, der Ehrenpräsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, ein Bündnis für Bildung in Berlin-Wilmersdorf besucht, bei dem junge Flüchtlinge durch gemeinsames Kochen Deutsch lernen. Seit 2013 fördert das Bundesbildungsministerium außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien. Das Ministerium stellt dafür bis Ende 2017 bis zu 230 Millionen Euro bereit.

"Bildung ist der Schlüssel für Integration und sozialen Aufstieg. Um an Bildung teilhaben zu können, ist es eine wesentliche Voraussetzung, die deutsche Sprache zu beherrschen. In den lokalen Projekten von "Kultur macht stark" wird Großartiges geleistet. Ermöglicht wird dies durch die vielen Betreuer und Ehrenamtlichen in ganz Deutschland, denen ich für Ihr Engagement herzlich danke", sagte Wanka.

"Mit dem Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums und den Bildungsangeboten der Volkshochschulen und ihrer Partner entfalten Kinder und Jugendliche ihre Talente. Gerade diejenigen, die in unserer Gesellschaft oftmals abgeschrieben werden, machen in den innovativen Projekten motivierende Lernerfahrungen. Ich bin überzeugt, sie gewinnen neue Perspektiven und entdecken, welche Kompetenzen ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stärken", sagte Süssmuth.

An dem Berlin-Wilmersdorfer Projekt "Internationaler Kochspaß – von Berlin bis Bagdad" nehmen 15 junge Flüchtlinge und Jugendliche mit Migrationshintergrund unter anderem aus Ägypen, Nicaragua, Äthiopien, Armenien, Syrien, Sri Lanka und Palästina teil. Sie putzen Gemüse und bereiten das gemeinsame Mittagessen vor. In dem Projekt, das die Berliner Volkshochschule City West gemeinsam mit zwei weiteren Bündnispartnern konzipiert hat, machen die Kinder und Jugendlichen begleitet von qualifizierten Betreuern die ersten Schritte in die deutsche Sprache und lernen gleichzeitig die Alltagskultur in Deutschland kennen.

Das Projekt wird durch das Programm "talentCAMPus" des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) gefördert. Der DVV ist einer von 33 Programmpartnern, die "Kultur macht stark" bundesweit umsetzen. Die außerschulische kulturelle Bildung kann Fähigkeiten vermitteln, die in der schulischen Bildung oft zu kurz kommen, zum Beispiel Durchhaltevermögen, Disziplin oder Teamgeist. Die Angebote sind vielfältig: Tanz, Theater, Musik, Bewegung, Medienbildung oder Fotografie.

"Kultur macht stark" fördert Bildung: Das zeigt nicht nur die Zahl der Maßnahmen. Die Evaluation des Förderprogramms belegt, dass es wichtige Bildungschancen schafft. In 89 Prozent der Bündnisse nehmen Kinder und Jugendliche teil, die in finanziellen oder sozialen Notlagen leben und einen erschwerten Zugang zu Bildung haben. Deutschlandweit gibt es inzwischen mehr als 4.000 Bündnisse für Bildung, in denen sich Bürgerinnen und Bürger für junge Menschen einsetzen und sich nachhaltig vernetzen. Bislang haben rund 300.000 Kinder und Jugendliche an den Bildungsmaßnahmen teilgenommen.

Ab sofort werden zusätzliche Maßnahmen, die sich ausdrücklich an junge Flüchtlinge wenden, über das Programm gefördert. Das Bundesbildungsministerium hat dafür die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen.

Weitere Informationen unter: http://www.buendnisse-fuer-bildung.de