Afrika und Naher Osten

Ein Schwerpunkt der Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung ist die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Kooperation in Bildung und Forschung mit den Ländern Afrikas und des Nahen Ostens hat eine lange Tradition.

Blick auf Afrika und den Nahen Osten
Blick auf Afrika und den Nahen Osten © Thinkstock

Reich an kultureller Vielfalt und natürlichen Ressourcen ist Afrika ein Kontinent der Chancen. Seine junge Bevölkerung (50 Prozent sind jünger als 25 Jahre) birgt ein hohes Innovationspotential für die nachhaltige Entwicklung der Region. Die sich entfaltende Dynamik ist in wirtschaftlichen und sozialen Transformationsprozessen zu beobachten. Bildung, Wissenschaft und Forschung nehmen einen wachsenden Stellenwert ein und es bestehen bereits exzellente Institutionen in diesen Bereichen. Die Bandbreite an Kooperationsmöglichkeiten mit internationalen Forscherteams wächst – partnerschaftlich und für einen beiderseitigen Mehrwert.

Wirtschaftliche und soziale Unsicherheit

Dennoch eint die Länder Afrikas und des Nahen Ostens auch die Sorge um die Zukunft ihrer jungen Generation. Fehlende Arbeitsplätze - auch für gut ausgebildete junge Akademikerinnen und Akademiker - bedeuten wirtschaftliche und soziale Unsicherheit für große Teile der Bevölkerung. Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Forschung können neue Perspektiven aufzeigen und negative Kreisläufe durchbrechen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen seiner Afrika-Strategie die Zusammenarbeit deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Bildungs- und Wissenschaftsorganisationen mit Partnern aus Afrika und dem Nahen Osten.

 Gesundheit, Ernährung, Klima

Die wichtigsten Themen der Kooperation ergeben sich dabei aus den gemeinsamen gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen: Gesundheit, Ernährung, Klima, Wasser, Energie – aber auch der Kapazitätsaufbau vor Ort sowie Forschung zu Innovation und Beschäftigungsfähigkeit bilden den Kern unserer Initiativen.

Neben langen und gewachsenen wissenschaftlichen Kooperationen mit Ländern wie zum Beispiel Ägypten, Südafrika und Jordanien bestehen auch Abkommen mit Tunesien, Marokko und den Palästinensischen Gebieten. Zusammen mit diesen und weiteren Partnern arbeiten wir kontinuierlich daran, neue Impulse für die Zusammenarbeit zu setzen und innovative Lösungen für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Die guten bilateralen Beziehungen werden häufig über Netzwerke im europäischen Kontext ergänzt.