Zwei Haaresbreiten ist das neue Sicherheitsmerkmal groß, das zukünftig vor Produktpiraterie schützen soll

Um die Fälschungssicherheit von wichtigen Dokumenten wie beispielsweise Pässen zu erhöhen, entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mithilfe der Laserlithographie winzige Sicherheitsmerkmale.

Winzige Sicherheitsmerkmale könnten künftig wichtige Dokumente schützen. © KIT/ Frederik Mayer

Sicherheitsmerkmale sollen Geldscheine, Dokumente und Markenprodukte vor Fälschung schützen. Die Verluste etwa durch Produkt- und Markenpiraterie können enorm sein: Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau beziffert diese allein für seine Branche für das Jahr 2016 auf 7,3 Milliarden Euro.

Um die Fälschungssicherheit zu erhöhen, entwickelt das Team von Martin Wegener am Karlsruher Institut für Technologie, das vom BMBF gefördert wird, mikroskopische, schwer zu kopierende Sicherheitsmerkmale. Die Mikrostrukturen bestehen aus einem 3D-Stützgitter und Punkten, die in unterschiedlichen Farben fluoreszieren und innerhalb dieses Gitters variabel in drei Dimensionen angeordnet werden können. Um solche Mikrostrukturen aufbauen und drucken zu können, bedienen sich die Experten eines schnellen und präzisen Laserlithographie-Gerätes, das von der Firma Nanoscribe - einem Spinoff des KIT - entwickelt wird. Es erlaubt voluminöse Strukturen höchster Präzision auf einigen Millimetern Kantenlänge oder mikrostrukturierte Oberflächen mit Ausdehnungen bis in den Quadratzentimeterbereich.