Bekanntmachung

02.10.2015 - 31.03.2016

Bekanntmachung

Richtlinie zur Förderung eines "Maria Sibylla Merian International Centre for Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences" in der Region Lateinamerika und Karibik. Bundesanzeiger vom 02.10.2015

Vom 28. September 2015

Bekanntmachungstext auf Englisch
Bekanntmachungstext auf Portugiesisch
Bekanntmachungstext auf Spanisch

1 Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

1.1 Zuwendungszweck

Bestimmte geistes- und sozialwissenschaftliche Fragestellungen können am besten im Ausland erforscht werden. Dazu bedarf es eines vertieften Austauschs mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor Ort, der Zusammenarbeit mit ausländischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie längerer Auslandsaufenthalte. Wenn zusätzlich die Fragestellung unterschiedliche fachliche Zugänge erfordert, ist eine enge Zusammenarbeit in einer interdisziplinär zusammengesetzten Gruppe notwendig. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eröffnet deshalb mit dem neuen Förderformat eines "Maria Sibylla Merian International Centre for Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences"¹ die Möglichkeit, Fragestellungen in einer intensiv zusammenarbeitenden Gruppe und aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven an einem Standort im außereuropäischen Ausland zu erforschen.

Die Förderung eines Forschungskollegs in der Region Lateinamerika hat zum Ziel, die wissenschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und einem Land, gegebenenfalls mehreren Ländern der Region, weiter zu stärken. Durch die Stärkung der bilateralen wissenschaftlichen Zusammenarbeit auch auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften soll eine stabile Vernetzung zwischen Forschenden der beteiligten Länder sowie eine langfristigere Ver­bindung zwischen deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Einrichtungen des Partnerlandes herbeigeführt werden. Das Maria Sibylla Merian Centre soll als sichtbares Zentrum für den fachlichen Austausch zwischen den Partnerländern zu einem gemeinschaftlich gewählten Schwerpunktthema fungieren, an dem in Partnerschaft und im interkulturellen Dialog Spitzenforschung mit besonderer Relevanz für Deutschland und das Partnerland, gegebenenfalls auch für die Partnerregion stattfindet. Der bilaterale Austausch eröffnet interkulturelle Perspektiven, erweitert die Sicht auf Forschungsgegenstände und stößt damit die Entwicklung neuer Forschungs­fragen, -ansätze und -methoden an. Insbesondere regional und ländervergleichende Herangehensweisen können neue Sichtweisen eröffnen.

Mit einem Fellow-Programm soll das Maria Sibylla Merian Centre einen Kristallisationskern für ambitionierte Forschung bilden, wobei sich das Fellow-Programm sowohl an etablierte Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher als auch an den wissenschaftlichen Nachwuchs richtet (Postdocs, gegebenenfalls auch Promovierende). Es will damit auch zur Verbesserung von Forschungsbedingungen für den internationalen wissenschaftlichen Nachwuchs beitragen.

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit soll sich nicht im bilateralen Austausch erschöpfen, sondern dazu beitragen, die Internationalisierung von Forschung und Wissenschaft in den beteiligten Ländern voranzutreiben und wissenschaftliche Kooperation in internationalen Netzwerken zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit des Maria Sibylla Merian Centre mit weiteren Ländern der Region wird ausdrücklich begrüßt.

1.2 Rechtsgrundlagen

Der Bund gewährt die Zuwendungen nach Maßgabe dieser Richtlinie, den §§ 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften sowie der "Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA)" und/oder der "Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Kostenbasis (AZK)" des BMBF. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Bewilligungsbehörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

2 Gegenstand der Förderung

Das BMBF beabsichtigt die Förderung eines Maria Sibylla Merian Centre, das an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung in einem Land der Region Lateinamerika angesiedelt ist. Gefördert werden Verbundvorhaben (siehe Nummer 3).

Gegenstand der Förderung sind

  1. eine Vorphase zur Vorbereitung und Planung eines Maria Sibylla Merian Centre: Die Vorphase kann für eine Dauer von in der Regel bis zu zwei, maximal drei Jahren gefördert werden.

    Sie dient
  • der Vertiefung bestehender und Etablierung neuer Kontakte mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Partnerland;
  • den Verhandlungen mit einer geeigneten Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung bzw. einem Verbund von Einrichtungen im Partnerland über eine Beteiligung als Kooperationspartner und dem Abschluss von Vereinbarungen mit diesem/n Kooperationspartner/n;
  • den Verhandlungen und Vereinbarungen mit politischen Institutionen und Forschungsfördereinrichtungen im Partnerland im Hinblick auf die erforderliche Mitfinanzierung des Maria Sibylla Merian Centre durch das Partnerland oder Institutionen im Partnerland und hinsichtlich rechtlich-administrativer Rahmenbedingungen des Maria Sibylla Merian Centre;
  • der Erarbeitung eines konkretisierten Forschungsprogramms und Organisationskonzepts für die Haupt- und Abschlussphase des Maria Sibylla Merian Centre gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der kooperierenden Hochschule, des außeruniversitären Instituts oder mehrerer Institutionen im Partnerland;
  • der Durchführung erster Forschungsprojekte zur Vorbereitung der Hauptphase;
  • gegebenenfalls der Erprobung von Instrumenten der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern im Partnerland.
  1. die Hauptphase der Arbeit im Maria Sibylla Merian Centre: Die Vorphase wird durch ein externes international besetztes Gremium evaluiert. Im Falle einer positiven Evaluation wird eine Hauptphase der Arbeit im Maria Sibylla Merian Centre befristet auf bis zu sechs Jahre gefördert.
  2. eine Abschlussphase der Arbeit im Maria Sibylla Merian Centre: Auch die Hauptphase unterliegt einer externen Evaluation durch ein international besetztes Gremium. Im Falle einer positiven Evaluation der Hauptphase besteht die Option, dass die Arbeit des Maria Sibylla Merian Centre in einer Abschlussphase je nach Länge der Vorphase bis zu vier weitere Jahre lang gefördert wird (siehe Nummer 5.2).

2.1 Konzeption des Maria Sibylla Merian Centre (einschließlich unterstützender Leistungen in Deutschland)

Das Maria Sibylla Merian Centre, das an eine Hochschule oder eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung im Partnerland angebunden ist, kann mit weiteren Kooperationspartnern im Partnerland innerhalb eines Verbundes mit festgelegten Zuständigkeiten zusammenarbeiten. Es wird begrüßt, wenn sich die Zusammenarbeit des Maria Sibylla Merian Centre auch über seinen Standort hinaus auf das gesamte Land und über sein Sitzland hinaus auf weitere Länder der Region erstreckt.

Das interdisziplinär zu bearbeitende Schwerpunktthema und die Forschungsfragen des Maria Sibylla Merian Centre sind offen. Sie werden von den Antragstellenden (siehe Nummer 3) frei gewählt, wobei vorausgesetzt wird, dass der Antragstellung für die Vorphase ein intensiver Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (unter Einbezug von Forschungsfördereinrichtungen) des Partnerlandes und gegebenenfalls auch der Partnerregion vorausgegangen ist. Das konkrete Forschungsprogramm des Maria Sibylla Merian Centre soll im Laufe der Vorphase, nachdem die wissenschaftlichen Kooperationspartner im Partnerland feststehen, gemeinsam von den Antragstellenden und den ausländischen Partnern ausgearbeitet werden. Das Schwerpunktthema eines Maria Sibylla Merian Centre sollte insgesamt geistes- und/oder sozialwissenschaftlicher Art sein, wobei der Einbezug naturwissenschaftlicher Gebiete und Fragestellungen möglich ist. Ein komparativer Forschungszugang ist explizit erwünscht, aber keine Fördervoraussetzung.

Das Maria Sibylla Merian Centre wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland und aus dem Partnerland, die sich durch herausragende wissenschaftliche Leistungen auszeichnen, gemeinsam geleitet. Diese ­erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten fachlich eng zusammen mit einem Kreis von assoziierten Kolleginnen und Kollegen, die der Hochschule bzw. der außeruniversitären Forschungseinrichtung im Partnerland angehören, an der das Maria Sibylla Merian Centre angesiedelt ist, und mit Kolleginnen und Kollegen, die den Kooperationspartnern des Verbundes im Partnerland bzw. der Partnerregion angehören.

Im Rahmen eines Fellow-Programms werden Forschende mit höchster fachlicher Expertise aus Deutschland und dem Partnerland sowie der Partnerregion ans Maria Sibylla Merian Centre eingeladen, ein kleinerer Teil von Fellows wird auch weltweit rekrutiert. In einem intensiven Austausch und weitgehend freigestellt von Lehrverpflichtungen sollen die Forschenden ihren einzelnen Projekten im Rahmen des übergeordneten Forschungsprogramms nachgehen können.

Neben solchen Fellows, die sich durch umfangreiche exzellente Leistungen auszeichnen, soll vielversprechenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern (Postdocs) die Chance eröffnet werden, als Fellow an der Bearbeitung innovativer Fragestellungen in einer Gruppe erstklassiger Vertreterinnen und Vertreter eines Fachgebietes mitzuwirken. Das Maria Sibylla Merian Centre integriert dadurch den wissenschaftlichen Nachwuchs und bietet ihm sehr gute Forschungskonditionen einschließlich der Perspektive einer späteren Einbindung in die im Rahmen dieser Bekanntmachung geförderten Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland. Zusätzlich zur Förderung von Postdocs ist die Einrichtung eines qualitativ hochselektiven Doktorandenprogramms möglich, aber kein notwendiger Bestandteil des Gesamtprogramms.

Die lateinamerikanische Hochschule bzw. außeruniversitäre Forschungseinrichtung, an der das Maria Sibylla Merian Centre angesiedelt ist, fördert als gastgebende Organisation die Zusammenarbeit zwischen ihren eigenen Mitgliedern und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Maria Sibylla Merian Centre.

Das Maria Sibylla Merian Centre soll sich in der Partnereinrichtung, im örtlichen Kontext und im Rahmen des Partnerlandes einbringen z. B. mit Gesprächsreihen, Sommerschulen oder durch den Anstoß und die Betreuung weiterer Drittmittelprojekte für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Die wissenschaftliche Arbeit des Maria Sibylla Merian Centre wird von einem Beirat begleitet, der unter anderem Beiträge zur wissenschaftlichen Ausrichtung sowie zur wissenschaftlichen Qualitätssicherung leisten soll. Die Leitung des Maria Sibylla Merian Centre legt dem Beirat einmal im Jahr einen Erfahrungsbericht über seine Arbeit vor.

Die Leitung des Maria Sibylla Merian Centre entscheidet über die Verwendung der finanziellen Mittel, Einstellungen sowie Einladungen von Fellows, wobei die Letztentscheidung über die Verwendung der Mittel des BMBF bei den Zuwendungsempfängern aus Deutschland liegt.

Unterstützende Leistungen zur Stärkung der bilateralen Kooperation:

Es wird erwartet, dass die Zuwendungsempfänger des Verbundvorhabens (siehe Nummer 3) einen Eigenbeitrag zur Stärkung der bilateralen Kooperation an ihrer Institution in Deutschland leisten. Ein entsprechendes Engagement kann z. B. bestehen in:

Maßnahmen zur Einbindung ehemaliger Fellows und ehemaliger Promovierender z. B. in Form einer Professur (vorgezogene Berufung) oder einer wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle an der Institution in Deutschland;

  • Beiträgen zur Verstetigung der Kooperationsbeziehungen (z. B. durch Gastwissenschaftlerprogramme, Former Fellows-Programme, Stipendien für Auslandssemester im Rahmen von Studiengängen, Austauschprogramme für Promovierende an der Institution in Deutschland);
  • der Mitbetreuung von Promovierenden am Maria Sibylla Merian Centre und der Erleichterung von Aufenthalten von Postdocs und Promovierenden an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland.

2.2 Administrativer Rahmen eines Maria Sibylla Merian Centre

Ein kleines Direktorenteam, paritätisch besetzt mit herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland und dem Partnerland, bildet die Leitung des Maria Sibylla Merian Centre. Es wird für die Hauptphase erwartet, dass mindestens ein Mitglied des Direktorenteams aus Deutschland und eines aus dem Partnerland gleichzeitig vor Ort am Maria Sibylla Merian Centre wirken. Sind mehrere Direktorenpositionen aus Deutschland zu besetzen, sollten die Personen aus unterschiedlichen Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen stammen. Die Direktorenfunktion vor Ort sollte möglichst über einen mehrjährigen Zeitraum, mindestens aber über einen Zeitraum von einem Jahr ausgeübt werden. Zu diesem Zweck ermöglicht die Zuwendung die Finanzierung einer Vollzeit-Vertretung an der Heimateinrichtung. Für eventuelle weitere Mitglieder des Direktorenteams, die ihre Funktion von einer Einrichtung in Deutschland aus ausüben, sind anteilige Freistellungen möglich. Die Freistellungen dürfen insgesamt eine Vollzeit-Vertretung nicht überschreiten. Um eine möglichst große Kontinuität der Leitung zu gewährleisten, ist dem Direktorenteam eine wissenschaftliche Geschäftsführung (nach Möglichkeit ein Postdoc) zugeordnet, die ihre Funktion ununterbrochen mindestens drei Jahre lang ausübt.

Das Direktorenteam vergibt in Abstimmung mit dem Beirat pro Jahr insgesamt fünf bis zehn Fellowships an ausgewiesene Forschende – mehrheitlich aus dem Partnerland und Deutschland. Für die Fellows wird die Vertretung an der Heimateinrichtung für die Dauer des Aufenthalts finanziert oder sie erhalten stipendienartige Vergütungen. Es sind Aufenthalte unterschiedlicher Dauer möglich, im Interesse der Kontinuität und Vertiefung der Arbeitsbeziehungen sollten längerfristige Fellowships (d. h. von neun bis zwölf Monaten) den Kern bilden. Bei der Auswahl der Fellows sollte eine produktive Mischung vielversprechender Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Postdocs) und erfahrener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erzielt werden. Zusätzlich können ausgewählte Postdoc-Fellows für die Dauer von bis zu drei Jahren am Maria Sibylla Merian Centre forschen und stipendienartige Vergütungen erhalten, oder es kann ihnen eine bis zu dreijährige Finanzierung ihrer Vertretung an der Heimathochschule gewährt werden. Es können sich maximal drei dieser Postdoc-Fellows gleichzeitig am Maria Sibylla Merian Centre aufhalten. Sowohl für die Leitung als auch für die Fellows gilt, dass ihre Arbeit am Maria Sibylla Merian Centre möglichst in die Zeit ihres aktiven Berufslebens fallen sollte. Im Falle eines altersbedingt notwendigen Wechsels in der Leitung sollte die Kontinuität gewährleistet sein.

Die Arbeit des Maria Sibylla Merian Centre wird durch einen Servicestab von bis zu sieben Personen (d. h. sieben Vollzeitäquivalenten einschließlich der wissenschaftlichen Geschäftsführung) gestaltet und unterstützt. Die Mehrheit der Mitglieder des Servicestabs sollte bevorzugt aus dem Partnerland und Deutschland rekrutiert werden. Die Leistungen des Stabes sollten Aufgaben umfassen wie: Unterstützung der Leitung in fachlichen und organisatorischen Fragen und in der Administration des Maria Sibylla Merian Centre, Betreuung der Fellows, Übersetzungen, Publika­tionsbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Mittel für Servicestabmitglieder aus Deutschland beantragen die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Verbundes.

Es wird erwartet, dass das Partnerland und/oder Institutionen im Partnerland einen substanziellen Beitrag zur Finanzierung des Maria Sibylla Merian Centre in seiner Haupt- und Abschlussphase leisten. Der Beitrag während der Hauptphase besteht mindestens in der Finanzierung der Freistellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für die Direktorenfunktion am Maria Sibylla Merian Centre, in Mitteln für Mitglieder des Servicestabs aus dem Partnerland sowie in Mitteln zur Gewährleistung der notwendigen Infrastrukturen (Räume, Büroausstattung, Informations- und Kommunikationstechnologie, Bibliothek einschließlich Online-Ressourcen, gegebenenfalls spezielle Ausrüstung, Dienstleistungen).

3 Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz in Deutschland sowie Organisationen mit hoher Expertise in der internationalen Forschungsadministration mit Sitz in Deutschland, die Zuwendungszweck und -voraussetzungen erfüllen.

Antragstellerinnen und Antragsteller sind aufgefordert, Verbünde zu bilden. In jedem Verbund muss mindestens ein Partner über die notwendige Expertise in der internationalen Forschungsadministration sowie im Aufbau und in der Unterstützung oder Leitung von Forschungsgruppen oder -instituten im Ausland verfügen.

Die Zusammenarbeit des Verbunds mit einer oder mehreren Partnerinstitutionen in der Region Lateinamerika ist die Grundlage der Förderung eines Maria Sibylla Merian Centre, ausländische Institutionen können jedoch keine Zuwendung des BMBF erhalten. Die Kooperation mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus EU-Ländern ist möglich, die Finanzierung dieser Kooperationspartner aus Mitteln des BMBF ist jedoch nicht möglich.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt werden.

4 Zuwendungsvoraussetzungen

Antragstellende Institutionen müssen in der Vorhabenbeschreibung des Verbunds (siehe Nummer 7) nachweisen, dass die einzelnen Einrichtungen über einschlägige wissenschaftliche Vorarbeiten, Erfahrungen in der Leitung von Forschungsgruppen oder -instituten und in der Wissenschaftskooperation mit dem betreffenden Partnerland und in den für das geplante Maria Sibylla Merian Centre relevanten Themenfeldern sowie Erfahrung mit interdisziplinären Forschungsprojekten verfügen. Sie müssen außerdem Expertise in der Forschungsadministration in internationalen Zusammenhängen sowie im Aufbau und in der Unterstützung von Forschungsstrukturen im Ausland (vorzugsweise in Lateinamerika) nachweisen.

Weil die Vorphase zur Vorbereitung und Planung eines Maria Sibylla Merian Centre im Wesentlichen dem Aufbau von Strukturen dient, soll ein Verbundpartner, nämlich der, der über die meiste Expertise in der internationalen Forschungsadministration sowie im Aufbau von Instituten im Ausland verfügt, eine koordinierende Funktion erhalten: Er soll in der Vorphase die verschiedenen mit dem strukturellen Aufbau verbundenen Aufgaben, die sich auch auf Veranstaltungen und Services erstrecken, koordiniert umsetzen. In der Haupt- und Abschlussphase tritt dagegen die wissenschaftliche Arbeit des Maria Sibylla Merian Centre weiter in den Vordergrund, weshalb die Aufgaben der anderen Verbundpartner in diesen weiteren Phasen erheblich an Umfang gewinnen.

Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung. Vor der Förderentscheidung über ein Verbundprojekt muss eine grundsätzliche Übereinkunft über bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden. Bereits in der Vorhabenbeschreibung der Vorphase sind darüber hinausgehende geplante Kooperationen mit entsprechenden unterschriebenen Erklärungen aufzuführen.

Einzelheiten sind dem "Merkblatt für Antragsteller/Zuwendungsempfänger zur Zusammenarbeit der Partner von ­Verbundprojekten", das von Antragstellern und Zuwendungsempfängern zu beachten ist, zu entnehmen (BMBF-Vordruck Nr. 0110, Fundstelle; https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare; Bereich BMBF → Allgemeine Vordrucke und Vorlagen für Berichte).

Es wird erwartet, dass die Vorhabenbeschreibung des Verbunds zur Beantragung einer Vorphase auf der Grundlage eines intensiven Austauschs mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Forschungsfördereinrichtungen aus dem Partnerland, gegebenenfalls auch aus der Partnerregion erstellt wurde.

Teilnahme an einer Informationsveranstaltung:

Bei dem Maria Sibylla Merian Centre in der Region Lateinamerika handelt es sich um ein innovatives Förderformat, das nicht nur hohe Ansprüche an wissenschaftliche, organisatorische und interkulturelle Kompetenzen stellt, sondern auch besondere Expertise im Aufbau von Forschungsstrukturen im Ausland erfordert. Daher ist es notwendig, die potenziellen Antragstellenden (siehe Nummer 3) noch vor der Antragstellung für Vorphasen zusammen- und zugleich mit Forschungsfördereinrichtungen und Wissenschaftsorganisationen in Kontakt zu bringen, die über eine entsprechende Expertise verfügen. Das BMBF lädt deshalb alle an einer Antragstellung Interessierten zu einer Veranstaltung

am 2. Dezember 2015

nach Bonn ein, die der weiteren Information, der Beratung, dem Austausch und der Verabredung von Kooperationen zwischen den potenziellen Antragstellenden dienen soll. Auch der Deutsche Akademische Austausch Dienst und die Alexander von Humboldt-Stiftung werden als Ansprechpartner für Fragen zu Möglichkeiten der Unterstützung teilnehmen. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist für Antragstellende verpflichtend. Anmeldungen erfolgen

bis zum 2. November 2015

beim Projektträger (siehe Nummer 7.1).

5 Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Der Förderzeitraum dieser Bekanntmachung gliedert sich in eine in der Regel bis zu zwei-, maximal dreijährige Vorphase, eine bis zu sechsjährige Hauptphase sowie eine (je nach Länge der Vorphase) bis zu vierjährige Abschlussphase (siehe Nummer 2), sodass der Gesamtförderzeitraum maximal zwölf Jahre beträgt. Beantragt und gefördert wird zunächst nur die Vorphase. Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 % gefördert werden können.

5.1 Höhe und Gegenstand der Zuwendung für eine Vorphase:

Die Vorphase kann für eine Laufzeit von bis zu drei Jahren und bis zur Höhe von insgesamt bis zu 1 Million Euro beantragt werden.

Konkret ermöglicht die Förderung einer Vorphase z. B.

  • Treffen des Verbundes deutscher Institutionen untereinander und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Partnerland;
  • Auslandsaufenthalte zur Klärung der rechtlichen Grundlagen und zur Verhandlung mit Institutionen im Partnerland, insbesondere über die notwendige Mitfinanzierung des Maria Sibylla Merian Centre;
  • die Erstellung eines Forschungsprogramms und eines Organisationskonzepts für das geplante Maria Sibylla Merian Centre (einschließlich des Programms zur Nachwuchsförderung und der unterstützenden Leistungen der beteiligten Hochschulen in Deutschland zur Stärkung der bilateralen Kooperation);
  • Workshops oder Tagungen zur Diskussion des geplanten Schwerpunktthemas;
  • die Erprobung von Instrumenten zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit dem/den Kooperationspartner/n im Partnerland in ersten Forschungsprojekten zur Vorbereitung der Hauptphase.

5.2 Höhe und Gegenstand der Zuwendung für eine Haupt- und Abschlussphase

Der Antrag auf Förderung einer Hauptphase ist das Ergebnis der Vorphase, die von einem international besetzten Gremium evaluiert wird. Für die Hauptphase kann eine Förderung durch das BMBF in Höhe von bis zu 12 Millionen Euro für maximal sechs Jahre mit  vorkalkulatorisch  pauschalierten Sätzen für Leitung, Fellows und Servicestab beantragt werden. Die Direktorinnen und Direktoren des Maria Sibylla Merian Centre aus Deutschland entscheiden in Absprache mit den ausländischen Kolleginnen und Kollegen über die fach- und sachgerechte Verwendung der Projektmittel in Übereinstimmung mit dem inhaltlichen Programm unter Berücksichtigung der Regelungen im Zuwendungsbescheid und des mitgeltenden Regelwerks. Es besteht die Option, dass das Maria Sibylla Merian Centre im Anschluss an eine positive externe Evaluation der Hauptphase in einer Abschlussphase je nach Länge der Vorphase bis zu vier weitere Jahre lang gefördert wird.

6 Sonstige Zuwendungsbestimmungen

Bestandteil eines Zuwendungsbescheides auf Ausgabenbasis werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) und die Besonderen Nebenbestimmungen für Zuwendungen des BMBF zur Projektförderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF98) bzw. die Besonderen Nebenbestimmungen für den Abruf von Zuwendungen im mittelbaren Abrufverfahren im Geschäftsbereich des BMBF  (BNBest-mittelbarer Abruf BMBF).

Bestandteil eines Zuwendungsbescheides auf Kostenbasis werden grundsätzlich die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen auf Kostenbasis des BMBF an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft für Forschung und Entwicklungs-Vorhaben (NKBF 98).

7 Verfahren

7.1 Einschaltung eines Projektträgers, Antragsunterlagen, sonstige Unterlagen und Nutzung des elektronischen Antragssystems

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:

DLR Projektträger
Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit
Geistes- und Sozialwissenschaften
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn

Telefon: 02 28 / 38 21-15 80 (Sekretariat)
Telefax: 02 28 / 38 21-15 00
Internet: http://www.pt-dlr.de

Ansprechpartnerin ist:

Dr. Gaia di Luzio

Telefon: 02 28 / 38 21-19 96
E-Mail: gaia.diluzio@dlr.de

Soweit sich hierzu Änderungen ergeben, wird dies im Bundesanzeiger oder in anderer geeigneter Weise bekannt gegeben.

Es wird empfohlen, mit dem Projektträger Kontakt für weitere Informationen und Erläuterungen aufzunehmen, bevor ein Förderantrag vorgelegt wird.

Vordrucke für Förderanträge, Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen können unter der Internetadresse: https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare
abgerufen werden.

Zur Erstellung von Förderanträgen ist das elektronische Antragssystem "easy-online" zu nutzen (https://foerderportal.bund.de/easyonline).

7.2 Beantragung der Vorphase

Das Antragsverfahren für die Vorphase ist einstufig angelegt.

Antragstellende sind aufgefordert, dem Projektträger in Abstimmung mit der vorgesehenen Verbundkoordinatorin bzw. dem Verbundkoordinator einen Förderantrag für die Vorphase eines Maria Sibylla Merian Centre in aus­gedruckter und elektronischer Form vorzulegen. Der Förderantrag besteht aus einer Vorhabenbeschreibung und dem unterschriebenen Zuwendungsantrag auf Ausgabenbasis (AZA oder AZAP) beziehungsweise auf Kostenbasis (AZK). Er ist über das Internetportal https://foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?reflink=neuesFormular&massnahme=GSW&bereich=M_S_MERIAN_CENTRE in elektronischer Form einzureichen (bitte Link manuell in den Browser kopieren, falls die Weiterleitung nicht funktionieren sollte). Zusätzlich ist der förmliche Förderantrag in ausgedruckter Form vorzulegen.

Die Einreichungsfrist (Online-Einreichung) endet am 31. März 2016. Anträge, die nach diesem Zeitpunkt eingehen, können möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

Der Umfang der Vorhabenbeschreibung soll 25 Seiten (DIN A4, 1,5-zeilig) nicht überschreiten.

Der Vorhabenbeschreibung ist ein Deckblatt voranzustellen, aus dem die Antragstellenden mit Institution, die Verbundkoordinatorin bzw. der Verbundkoordinator der Institutionen in Deutschland, der Titel des Vorhabens, die geplante Laufzeit der Vorphase, Förderquote und die beantragten Fördermittel hervorgehen. Als Anhang sollen dem Antrag lediglich eine Liste der wichtigsten Publikationen (maximal 20) aus dem Kreis der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Absichtserklärungen (Letters of Intent) für eine zukünftige Kooperation beigefügt werden.

Die Vorhabenbeschreibung soll folgende Gliederung einhalten:

  • allgemein verständliche Zusammenfassung des Vorhabens in deutscher und englischer Sprache (jeweils maximal eine Seite);
  • Thema, Forschungsfragestellung (unter Berücksichtigung des internationalen Forschungsstandes), vorläufiges Forschungsprogramm des Maria Sibylla Merian Centre unter Berücksichtigung des interdisziplinären Zugangs, der Forschungsmethodik und der Anschlussfähigkeit des Themas im Partnerland;
  • geplante Kooperationspartner im Partnerland bzw. in der Partnerregion;
  • Grundzüge des organisatorischen Konzepts des Maria Sibylla Merian Centre einschließlich eines vorläufigen Programms zur Nachwuchsförderung (Postdocs und gegebenenfalls Promovierende), geplante Einbindung in Hochschule/n und außeruniversitäre Forschungseinrichtung/en im Partnerland, über das Centre hinausgehende bestehende und geplante Kooperationen und vorläufiges bilaterales Programm einschließlich der geplanten Leistungen der beteiligten Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen in Deutschland sowie Arbeitsteilung zwischen den Partnern;
  • Schritte zur Planung, Vorbereitung und zum Aufbau des Maria Sibylla Merian Centre;
  • Verwertbarkeit der Ergebnisse unter besonderer Berücksichtigung der Strukturen zur Nachhaltigkeit der bilateralen Zusammenarbeit;
  • eigene Vorarbeiten (einschließlich relevanter Publikationen), Erfahrungen in der Leitung von Forschungsgruppen oder -instituten und der Wissenschaftskooperation in für das geplante Maria Sibylla Merian Centre relevanten Themenfeldern mit dem betreffenden Partnerland und Expertise im Aufbau und in der Unterstützung von Forschungsstrukturen im Ausland (siehe Nummer 4);
  • Arbeits-, Zeit- und Finanzierungsplan (unter Angabe der potenziellen Ko-Finanzierung durch das Partnerland bzw. Einrichtungen im Partnerland).

Die eingegangenen Förderanträge werden unter Beteiligung externer Gutachtender insbesondere nach folgenden Kriterien geprüft und bewertet:

  • Originalität der Fragestellung und wissenschaftliche Qualität des vorläufigen Forschungsprogramms (hinsichtlich empirischer Grundlage, theoretischen Hintergrunds und expliziter Methodik) unter Berücksichtigung des interdisziplinären Charakters der Forschungsaufgabe;
  • Organisation des Maria Sibylla Merian Centre und des geplanten bilateralen Programms sowie dessen Umsetzbarkeit;
  • wissenschaftliche Qualifikation der Antragstellenden (hinsichtlich einschlägiger Vorarbeiten, Erfahrung in der Leitung von Forschungsgruppen oder -instituten und der Wissenschaftskooperation mit dem betreffenden Partnerland sowie Erfahrung mit interdisziplinären Forschungsprojekten), wissenschaftliche Qualifikation der Kooperationspartner im Partnerland und Leistungsprofil der Antragstellenden hinsichtlich der Expertise in der Anbahnung von Forschungspartnerschaften mit dem Ausland;
  • Konzept zur Nachhaltigkeit der bilateralen Zusammenarbeit;
  • Ko-Finanzierung durch das Partnerland und/oder Institutionen im Partnerland (siehe Nummer 2.2);
  • Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern durch das Maria Sibylla Merian Centre;
  • Notwendigkeit und Angemessenheit der beantragten Fördermittel.

Eine Einladung der Antragstellenden zu einer persönlichen Anhörung vor einem Begutachtungsgremium ist vorgesehen. Entsprechend den oben angebenen Kriterien und der Bewertung wird nach abschließender Antragsprüfung über eine Förderung entschieden. Das Auswahlergebnis wird den Antragstellenden schriftlich mitgeteilt.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf Rückgabe eines eingereichten Förderantrags und evtl. weiterer vorgelegter ­Unterlagen.

7.3 Beantragung der Hauptphase

Nach einer positiven Evaluation der Vorphase durch ein externes, international besetztes Gremium kann ein Antrag auf Förderung der Hauptphase gestellt werden. Dem Antrag ist erstens eine schriftliche Finanzierungszusage der Geldgeber im Partnerland beizufügen. Zweitens ist eine schriftliche Erklärung der Hochschule bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtung, an der das Maria Sibylla Merian Centre angesiedelt werden soll, einzureichen, dass sie die Grundausstattung für das Maria Sibylla Merian Centre bereitstellt und die Unterbringung der Fellows organisiert (siehe Nummer 2.2). Genauere Hinweise zur inhaltlichen und formalen Ausgestaltung und Bewertung des Antrags auf Förderung der Hauptphase werden rechtzeitig im Verlauf der Vorphase bekannt gegeben.

7.4 Erfolgskriterien und Evaluation der Hauptphase

Erfolgskriterien beziehen sich auf

  • den wissenschaftlichen Ertrag und die internationale Sichtbarkeit des Maria Sibylla Merian Centre;
  • die Organisation des Maria Sibylla Merian Centre;
  • die Stärkung der bilateralen und internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (z. B. ausgewiesen durch Konzepte zur Fortsetzung der Arbeit nach Auslaufen der Förderung);
  • die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses;
  • nachhaltige institutionelle Wirkungen des Maria Sibylla Merian Centre;
  • Wirkungen außerhalb der Wissenschaft.

Die Antragstellenden müssen ihre Bereitschaft zur Mitwirkung bei Evaluationen erklären. Die Ergebnisse der Fördermaßnahme sind der Wissenschaft und Öffentlichkeit auf Konferenzen zu präsentieren.

7.5 Zu beachtende Vorschriften

Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu § 44 BHO sowie die §§ 48 bis 49a des Verwaltungsverfahrensgesetzes, soweit nicht in dieser Förderrichtlinie Abweichungen zugelassen wurden.

8 Inkrafttreten

Diese Förderrichtlinie tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Bonn, den 28. September 2015

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Im Auftrag
Sabine Eilers


¹ - Im Folgenden schließt die Bezeichnung „Lateinamerika“ die Länder der Karibik ein.