Bekanntmachung

27.08.2013 - 09.12.2013

Bekanntmachung

des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Förderrunde 2014 zur Förderlinie Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen (FHprofUnt) im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“

Deutschland ist eines der leistungsstärksten Industrieländer weltweit. Unser Wohlstand basiert auf Innovationen, die in enger Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft entstehen. Die Bundesregierung ist bestrebt, die wissenschaftliche und technologische Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern und weiter auszubauen und hat deshalb ihre Forschungsaktivitäten in der Hightech-Strategie 2020 auf wesentliche gesellschaftliche Bedarfsfelder ausgerichtet. Dazu sind gut ausgebildete Fachkräfte sowie erstklassige Forschung und Entwicklung unerlässlich. Fachhochschulen (FH) sind hierbei ideale Partner für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). FH bilden ihre Studierenden praxisorientiert aus und ihre industrienahe Forschungskompetenz trägt dazu bei, innovative Ansätze wissenschaftlich fundiert bis zur Marktreife zu entwickeln.

1. Zuwendungszweck und Rechtsgrundlage

1.1 Zuwendungszweck

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ mit der Förderlinie „Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen“ (FHprofUnt) Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der spezifischen Forschungsstärken der FH und zur Profilbildung der FH als Partner der Unternehmen.

1.2 Rechtsgrundlage

Die Förderung erfolgt auf der Grundlage einer Bund-Länder-Vereinbarung vom 28.06.2013 nach Art. 91 b GG zur Förderung der Fachhochschulforschung. Vorhaben können nach Maßgabe dieser Bekanntmachung, der BMBF-Standardrichtlinien für Zuwendungen auf Ausgabenbasis und der Verwaltungsvorschriften zu §§ 23, 44 Bundeshaushaltsordnung (BHO) durch Zuwendungen gefördert werden. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

2. Gegenstand der Förderung

Kernziel der Förderlinie FHprofUnt ist die Intensivierung des anwendungsnahen Wissens- und Technologietransfers zwischen FH und Unternehmen, um innovative Lösungen für die betriebliche Praxis zu entwickeln und umzusetzen. Die in den Bereichen Ingenieur-, Natur- oder Wirtschaftswissenschaften zu fördernden FuE-Projekte zeichnen sich durch eine große Anwendungsnähe, ein hohes wirtschaftliches Potential und eine über den Stand der Technik hinausgehende wissenschaftlich-technische Herausforderung aus. Zudem sollen die FuE-Projekte dazu dienen, erstberufenen Professoren und Professorinnen zu ermöglichen, ihre vorab erworbene Praxiserfahrung unmittelbar in die Forschungsarbeit der FH einzubringen sowie das Forschungsprofil oder einen ausgewählten Forschungsschwerpunkt einer FH zu stärken bzw. dessen Entwicklung zu unterstützen. Daher kann auch eine disziplinen- bzw. fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb einer FH gefördert werden.
Um eine wissenschaftsorientierte Vernetzung zu fördern, wird zudem die Zusammenarbeit mit Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen begrüßt. Förderfähig sind auch Verbundprojekte mit Beteiligung mehrerer FH. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmenspartner sollen in die Forschung eingebunden werden.

2.1 Fördervoraussetzungen im Einzelnen

2.1.1

Gemäß dieser Förderlinie werden erstmals Projekte gefördert, die ausschließlich geleitet werden von erstberufenen Professoren und Professorinnen der Fachdisziplinen Ingenieur-, Natur- oder Wirtschaftswissenschaften, deren Dienstantritt an einer FH zu Beginn des Wintersemesters 2013/14 maximal 3 Jahre zurückliegt, d. h. frühestens zum WS 2010/11 erfolgt ist.

2.1.2

Um den Anwendungsbezug und den Wissens- und Ergebnistransfer sichtbar zu verbessern, ist im Rahmen des vorgeschlagenen FuE-Projekts eine „Wissenschafts-Praxis-Kooperation“ (WPK) zwischen der FH und mindestens einem kooperierenden Unternehmen vorzusehen. Die konkrete Zusammenarbeit der Partner, z. B. gemeinsame Arbeitspakete, Einbindung der Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter seitens der Unternehmen sowie inhaltlich/fachliche und ggf. finanzielle Beteiligung, sind darzustellen. Zur Skizzeneinreichung muss seitens der/des Unternehmenspartner/s eine dementsprechend aussagekräftige Interessensbekundung vorgelegt werden. Der Nutzen für die Kooperationspartner und die Intensität des Wissens-/Technologietransfers müssen klar erkennbar sein. Finanzielle Beteiligungen insbesondere des Kooperationspartners bzw. der Kooperationspartner aus der gewerblichen Wirtschaft an den Projektausgaben sind erwünscht und werden im Gesamtfinanzierungsplan als Drittmittel des FuE-Projektes berücksichtigt (Förderquote). Beiträge der Kooperationspartner in Form geldwerter Leistungen können ebenfalls in der Skizze dargestellt werden. Skizzen zu Vorhaben mit finanzieller Beteiligung Dritter haben Vorrang gegenüber Skizzen gleicher Qualität ohne finanzielle Beteiligung.

2.1.3

Die Förderung soll u. a. dazu dienen, das Forschungsprofil bzw. einen Forschungsschwerpunkt der FH zu schärfen bzw. weiterzuentwickeln. Relevanz und Nutzen des FuE-Projekts für die zukünftige Ausrichtung und/oder Weiterentwicklung des Forschungsprofils bzw. des Forschungsschwerpunkts der FH sind schlüssig und nachvollziehbar darzustellen. Gefördert werden ausschließlich Vorhaben, die in das Forschungsprofil der FH eingebettet sind. Als Nachweis für ein solches Forschungsprofil oder einen solchen Forschungsschwerpunkt gilt die Existenz einer entsprechenden Einrichtung (z. B. An-Institut, Kompetenzzentrum) oder dreier Professuren, die innerhalb dieses Profils/Forschungsschwerpunkts forschen.
Bei Verbundvorhaben mit mehreren FH (s. u. Punkt 4) gelten diese Regelungen pro FH.

2.1.4

Das FuE-Projekt muss von einer erstberufenen Fachhochschulprofessorin oder einem erstberufenen Fachhochschulprofessor im Sinne von 2.1.1 geleitet werden. Die Beiträge (insbesondere Arbeitspakete, Personaleinsatz, Ausgaben) aller hochschulinternen Partner an dem FuE-Projekt sind jeweils gesondert darzustellen. Die konkrete fachliche Expertise ist im Kontext der Profilbildung bzw. –schärfung oder im Kontext einer Forschungsschwerpunktbildung der FH darzustellen.
Bei Verbundvorhaben (s. u. Punkt 4) gelten diese Regelungen pro Projektleiter.

2.1.5

Skizzen/Anträge, bei denen es sich ausschließlich oder primär um die Beschaffung von Geräten und Anlagen handelt, können nicht berücksichtigt werden.

3. Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte FH in Deutschland.

4. Zuwendungsvoraussetzungen

Antragsteller sollen sich – auch im eigenen Interesse – im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens mit dem EU-Forschungsrahmenprogramm vertraut machen. Sie sollen prüfen, ob das beabsichtigte Vorhaben spezifische europäische Komponenten aufweist und damit eine ausschließliche EU-Förderung möglich ist. Weiterhin ist zu prüfen, inwieweit im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens ergänzend ein Förderantrag bei der EU gestellt werden kann. Das Ergebnis der Prüfungen soll im Rahmen der Projektskizzenerstellung kurz dargestellt werden. Über die EU-Förderaktivitäten informieren und beraten die nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung. Die Adressen der nationalen Kontaktstellen sind zu finden unter:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/nks.htm.

Nur bei Verbundprojekten (d. h. mehrere FH als Skizzensteller): Die Partner eines Verbundprojekts haben ihre Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung zu regeln. Vor der Förderentscheidung muss eine grundsätzliche Übereinkunft über bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden. Einzelheiten können dem BMBF-Merkblatt - Vordruck 0110 entnommen werden:
https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf#t6.

FH-interner Verbund (d. h. mehrere Projektleiter einer FH): Bilden mehrere Projektleiter innerhalb einer FH einen Verbund, bedarf dieser Verbund zwar keiner Kooperationsvereinbarung, aber der Benennung eines Verbundkoordinators.

5. Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Bemessungsgrundlage sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben. Jedes Einzelvorhaben wird mit bis zu 100 % der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert, maximal jedoch mit 270.000 Euro. Beteiligt sich ein Partner finanziell an dem Projekt, können die Gesamtausgaben über 270.000 Euro hinausgehen, nicht aber die Zuwendung. Bei Verbundvorhaben, sowohl mit mehreren FH, als auch innerhalb einer FH, gelten diese Beschränkungen pro Projektleiter.
Als Projektlaufzeit sind maximal 36 Monate vorzusehen.
Zur BMBF-Zuwendung wird bei Beantragung zusätzlich eine Projektpauschale in Höhe von 20% der Zuwendungssumme gewährt.
Zuwendungsfähig sind diejenigen Ausgaben, die unmittelbar mit dem Projekt in Zusammenhang stehen. Nicht zuwendungsfähig sind z. B. Studiengebühren oder Sozialbeiträge, sowie Ausgaben für Grundausstattung oder Infrastrukturleistungen (siehe hierzu auch BMBF-Vordruck 0027 „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis“).
Für die Förderlinie FHprofUnt können zudem nachfolgend genannte Ausgaben als zuwendungsfähig anerkannt werden:

  • Ausgaben für die (Lehr-)Vertretung von projektleitenden Fachhochschulprofessorinnen und -professoren bei einer Freistellung durch die Hochschulleitung, sofern diese Vertretungen nicht dem Stammpersonal zuzurechnen sind. Das schließt auch Maßnahmen ein, bei denen Professorinnen und Professoren vorübergehend in Forschungseinrichtungen außerhalb der Hochschulen tätig sind. Leistungen der Projektleitungen (z. B. in Form von Honoraren) werden jedoch nicht vergütet.
  • Ausgaben für die Vergabe von Forschungsaufträgen an Dritte (jedoch nicht an WPK-Partner, siehe Punkt 2.1.2) in begründeten Ausnahmefällen bis zu einer Höhe von maximal 10 Prozent der bewilligten Zuwendung (ohne Projektpauschale).
    Notwendige Ausgaben für Patentanmeldungen und für Aktivitäten im Hinblick auf Normung und Standardisierung sind ebenfalls zuwendungsfähig und sollten im Finanzierungsplan berücksichtigt werden.

6. Sonstige Zuwendungsbestimmungen

Bestandteil des Zuwendungsbescheids auf Ausgabenbasis werden die „Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung“ (ANBest-P) und die „Besonderen Nebenbestimmungen für Zuwendungen des BMBF zur Projektförderung auf Ausgabenbasis“ (BNBest- BMBF98).

7. Verfahren

7.1 Einschaltung eines Projektträgers

Das BMBF hat den Projektträger Jülich (PtJ) mit der Durchführung des Programms „Forschung an Fachhochschulen“, der Koordinierung des Begutachtungsverfahrens und der Betreuung der einzelnen Projekte einschließlich der Auswertung und Erfolgskontrolle beauftragt:
Projektträger Jülich (PtJ)
Projektträgerschaft Forschung an Fachhochschulen
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
http://www.ptj.de/forschung_fachhochschulen

Ansprechpartner ist:
Herr Dr. Christoph Wennemann
Tel.: (02461) 61 - 3299
Mail: c.wennemann@fz-juelich.de

7.2 Zweistufiges Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren für die Förderrunde 2014 ist zweistufig angelegt.

7.2.1 Vorlage, Begutachtung und Auswahl von Projektskizzen

In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger Jülich bis 09.12.2013, 23:59 Uhr elektronisch Projektskizzen über das Internet-Portal pt-outline (https://www.pt-it.de/ptoutline/application/FHPROFUNT2014) gemäß den dort hinterlegten Hinweisen vorzulegen. Verbindliche Anforderungen (u. a. eine Formatvorlage) sind dort niedergelegt. Darüber hinaus ist die vollständige Skizze nach erfolgter elektronischer Skizzeneinreichung in Papierform mit der Unterschrift des Projektleiters sowie der Fachhochschulleitung bis spätestens 16.12.2013 beim Projektträger einzureichen. Pro Projektleiter ist im Rahmen dieser Förderrunde die Einreichung von nur einer Projektskizze möglich.

Pro Erstberufenen darf eine FH nur eine Skizze entweder im Rahmen der Förderlinie FHprofUnt oder im Rahmen der Förderlinie IngenieurNachwuchs (http://www.bmbf.de/foerderungen/22666.php) einreichen. Gehen pro Projektleiter mehr als eine Skizze in Papierform ein, wird nur die zeitlich zuerst elektronisch eingereichte Skizze im weiteren Verfahren berücksichtigt.
Weitere Informationen finden sich auch in den FAQ zur Förderlinie FHprofUnt auf der Internetseite des Projektträgers (http://www.ptj.de/fachhochschulen_fhprofunt). Die Projektskizze muss einen konkreten Bezug zu den Kriterien dieser Bekanntmachung aufweisen und alle wesentlichen Aussagen zur Beurteilung und Bewertung der Angemessenheit der Zuwendung enthalten. Es wird empfohlen, bereits bei der Erstellung der Projektskizze Kontakt mit dem Projektträger Jülich aufzunehmen. Die Projektskizze muss neben einem aussagekräftigen Projekttitel und einem einprägsamen Kurztitel eine ausführliche Vorhabenbeschreibung mit folgenden Punkten enthalten:

  1. Ziele und Inhalte des Projektes, u. a.: Stand der Wissenschaft und Technik, Neuheit des Lösungsansatzes, Patentlage (eigene Patente/Schutzrechte Dritter), Relevanz im Hinblick auf Normung und Standardisierung, wissenschaftlich-technisches und wirtschaftliches Risiko, zu erwartende Forschungsergebnisse, methodische Vorgehensweise, zeitlich gegliederter Arbeitsplan (Arbeitspakete, Meilensteine);
  2. Darstellung des zu schärfenden/vorhandenen Forschungsprofils bzw. des Forschungsschwerpunkts der FH (s. 2.1.3),
  3. entstehender Mehrwert durch das Forschungsprojekt im Hinblick auf die Entwicklung und Stärkung des angestrebten bzw. bestehenden Forschungsprofils/Forschungsschwerpunkts der FH (s. 2.1.3),
  4. Vorarbeiten und Kompetenzen der Projektleitung (inkl. Lebenslauf) sowie ggf. möglicher Mitarbeiter und hochschulinterner Forschungspartner; Datum des Dienstantritts als erstberufener Fachhochschulprofessor/erstberufene Fachhochschulprofessorin;
  5. Hinweise zu vorgesehenen Verwertungen (insbesondere wirtschaftliche und wissenschaftliche Erfolgsaussichten sowie Nutzungsmöglichkeiten);
  6. Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern (fachlich, personell, organisatorisch) hinsichtlich der Ausgangssituation, der Ziele, der Aufgabenverteilung sowie der Nutzung bzw. Verwertungsmöglichkeiten. Die Wissenschafts-Praxis-Kooperation ist im Arbeitsplan in Form von Arbeitspaketen und Verantwortlichkeiten auszuweisen;
  7. Finanzierungsplan – ggf. mit Ausweis der Drittmittel der kooperierenden Unternehmen. Beiträge in Form geldwerter Leistungen sind gesondert, d. h. nicht im Finanzierungsplan, darzustellen;
  8. Darstellung des Prüfergebnisses, ob eine ausschließliche EU-Förderung möglich ist oder ergänzend ein Förderantrag bei der EU gestellt werden kann (siehe 4.).

Die Vorhabenbeschreibung darf für Einzelskizzen einen Umfang von 15 Seiten nicht überschreiten (zzgl. Anlagen, s. u.). Für Skizzen für Verbundprojekte (sowohl mehrere FH, als auch FH-intern) sind zusätzliche Seiten für jeden zusätzlichen Partner zugelassen. Details sind der Formatvorlage zu entnehmen. Der Projektskizze müssen als Anlage individuelle Interessensbekundungen von jedem Kooperationspartner mit folgenden Informationen beigefügt werden:

  • Name, Anschrift und Rechtsform der/s Partner/s sowie Ansprechpartner;
  • Branche oder Arbeitsgebiet der/s Partner/s (bzw. Fachbereich, Fakultät oder Forschungsgebiet bei wissenschaftlichen Partnern);
  • Zahl der Beschäftigten (gilt nur für Partner aus der Wirtschaft);
  • Thema des vorgeschlagenen Projekts, Name der skizzenstellenden FH und Name der Projektleitung;
  • Begründung zur Teilnahme bzw. Erläuterung des Interesses am geplanten Vorhaben;
  • Darstellung des Nutzens bzw. der beabsichtigten (ökonomischen und/oder wissenschaftlichen) Verwertung der Ergebnisse des Vorhabens;
  • Inhalte der Kooperation: Darstellung der im Projekt vorgesehenen konkreten Zusammenarbeit der Partner (fachlich, personell, organisatorisch);
  • Rechtsverbindliche Unterschrift der/s Partner/s.

Es sind keine zusätzlichen Anlagen außer Interessensbekundungen zugelassen.
Bei einem Verbundprojekt – sowohl mehrerer FH, als auch bei einem FH-internen Verbund – ist nur eine Projektskizze in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator vorzulegen. Ob nach der Begutachtung ggf. ein oder mehrere getrennte Anträge einzureichen sind, richtet sich nach den Gegebenheiten des Verbunds (z. B. unterschiedliche finanzielle Beteiligung der Praxispartner) und wird im Rahmen der Antragsberatung entschieden.
Die eingegangenen Projektskizzen werden unter Beteiligung eines externen Gutachterkreises nach folgenden Kriterien bewertet:

Grundlegende Ziele

  • Innovationshöhe
  • Qualität der wissenschaftlich-technischen Projektidee
  • Stand von Wissenschaft und Technik/eigene Vorarbeiten

Spezifische Ziele/Kriterien der Förderlinie

  • Auswahl und Einbindung der Kooperationspartner (WPK)
  • finanzielle Beteiligung Dritter, insbesondere der gewerblichen Wirtschaft
  • Entwicklung bzw. Stärkung des Forschungsprofils der FH im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Forschungsprojekt
  • Wissens- und Technologietransfer
  • Umsetzbarkeit und Verwertung

Projektorganisation/Projektadministration

  • Vorgehen und Methodik
  • Arbeitsplan/Finanzierungsplan

Auf der Grundlage der Bewertungen des Gutachtergremiums werden die für eine Förderung geeigneten Projektideen vom BMBF ausgewählt. Das Auswahlergebnis wird den teilnehmenden FH schriftlich mitgeteilt. Die teilnehmenden FH haben keinen Rechtsanspruch auf Rückgabe ihrer eingereichten Projektskizzen.

7.2.2 Vorlage förmlicher Förderanträge, Entscheidungs- und Bewilligungsverfahren

In der zweiten Verfahrensstufe werden die teilnehmenden FH bei positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen formgebundenen Förderantrag vorzulegen. Zur Erstellung von formgebundenen Förderanträgen wird die Nutzung des elektronischen Antragssystems „easy“ dringend empfohlen: https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf.

Hier können auch Vordrucke für Förderanträge, Richtlinien, Merkblätter, Hinweise, FAQ zur Projektpauschale und Nebenbestimmungen abgerufen oder unmittelbar beim Projektträger angefordert werden. Für die zeitnahe Bearbeitung und Förderentscheidung sind die formgebundenen Anträge dem Projektträger spätestens sechs Wochen nach der Aufforderung vorzulegen. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Später eingehende Anträge können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden. Das BMBF entscheidet nach Qualitätsgesichtspunkten und auf der Basis der verfügbaren Haushaltsmittel über die Bewilligung der Anträge. Die Bewilligung erfolgt zeitnah nach Vorlage der vollständigen formgebundenen Anträge. Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die ggf. erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu § 44 BHO sowie §§ 48 bis 49a Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG), soweit nicht in diesen Förderrichtlinien Abweichungen zugelassen sind.

8. Bekanntmachung

Diese Förderrichtlinie tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.
Bonn, den 21. August 2013
Im Auftrag
Dr. Detmer